Wenn ein Flüchtling und ein emeritierter Professor aufeinander treffen

Eine Lesung mit Jenny Erpenbeck

 

Am 16.03.17 fand der letzte Veranstaltung der diesjährigen Autorenlesereihe statt. Zu diesem Anlass besuchte uns die renommierte Autorin Jenny Erpenbeck mit ihrem neuen Roman "Gehen. Ging. Gegangen.". In dem Buch geht es um Richard, einen emeritierter Professor, der in Kontakt mit den Geflüchteten vom Oranienplatz und vor allem mit dem Flüchtling Rashid tritt. Er lässt sich die Schicksale der Geflohenen erzählen, irrt mit ihnen durch den Behördendschungel, hilft und beginnt, die westliche Welt zu hinterfragen. Jenny Erpenbecks Roman ist von aktueller, politischer Brisanz.

 

Zu der Lesung kamen viele Schüler der Oberstufe, aber auch Eltern, Lehrer und externe Interessierte, die Jenny Erpenbeck kennenlernen wollten. Positiv aufgefallen ist sogleich die angenehme, entspannte Atmosphäre und ein allgemeines Interesse am Austausch über das stark diskutierte Thema der Flüchtlingswellen. Nach der freundlichen Anmoderation von Fr. Seite fing Jenny Erpenbeck direkt an, einige Kapitelauszüge aus ihrem Buch zu lesen. Trotz eines etwas chaotischen Einstiegs wurden dem Publikum schnell die Figuren Richards und Rashids sympathisch, genau wie die recht neutrale Erzählweise der Autorin. Dadurch erhielten auch Besucher, die das Buch bzw. die Autorin nicht kannten, schnell einen Eindruck vom Handlungsverlauf und dem faszinierenden Ausdruck Jenny Erpenbecks.

 

Die ausgewählten Textpassagen förderten auch die anschließende, rege Diskussion über den Roman und das generelle Thema Flüchtlinge. Im Mittelpunkt stand dabei vorwiegend der literarische Austausch, aber auch der Aufruf zum politischen Engagement und die persönlichen Erfahrungen der Autorin mit Flüchtlingen. Dabei war schön zu beobachten, wie viele Schüler sich an der Fragerunde beteiligten und wissen wollten, was man tun könne, um Flüchtlingen zu helfen, was die Autorin als Frau in einem rein männlichen Flüchtlingslager erlebt habe und vieles mehr.

 

Insgesamt war die Lesung recht erfolgreich und interessant. Insbesondere wurden das Engagement Jenny Erpenbecks und ihre unvoreingenommene, offene Art für Begegnungen mit Flüchtlingen gelobt sowie ihre interessante und durchdachte Schreibweise. Zudem erfreuten sich viele der lockeren und entspannten Atmosphäre und des inhaltsreichen Austauschs.

Mit Bertha-Wein und viel Applaus bedankte sich das Publikum bei Jenny Erpenbeck für ihren erneuten Besuch an unserer Schule und ist gespannt auf neue Lektüren von ihr.

 

Diana P., 11. Jg.

GEHEN, GING, GEGANGEN - Lesung mit Jenny Erpenbeck

am Donnerstag, den 16. März, um 19 Uhr in der Mediothek

Wir laden alle Oberstufenschüler, Eltern, Kollegen, Freunde der Schule zu unserer letzten Veranstaltung der diesjährigen Autorenlesereihe ein.

Zum Roman 

Die Zeit, welche ihnen zur Verfügung steht, ist eine Gemeinsamkeit zwischen Richard, dem eremitierten Professor, und den Geflüchteten vom Oranienplatz, die zur Untätigkeit verdammt sind. Richard hört zu, lässt sich die Schicksale der Geflohenen erzählen, irrt mit ihnen durch den Behördendschungel, hilft und beginnt, die westliche Welt zu hinterfragen. Jenny Erpenbecks Roman ist von aktueller, politischer Brisanz.

Zur Autorin 

Jenny Erpenbeck wurde 1967 in Ost-Berlin geboren. Nach einer Buchbinderlehre studierte sie Theaterwissenschaften und Musiktheaterregie, arbeitete als Regieassistentin und inszenierte Aufführungen für Oper und Musiktheater in Berlin und Graz. Heute lebt sie als freie Autorin in Berlin. Für ihr literarisches Werk wurde sie mit bedeutenden Preisen geehrt

Ute Krause liest am 23.2., um 18 Uhr aus IM LABYRINTH DER LÜGEN

Wir laden alle interessierten Kinder der 5. und 6. Klassen, deren Eltern und Freunde zu einer Abendlesung mit Ute Krause in der Aula ein. Der Eintritt beträgt 2/4€. Mit Büchern der Autorin versorgt uns die Buchhandlung BUCHSEGLER. Es freut sich auf euch/Sie Der Fachbereich Deutsch Zum Roman Wenn Eltern ihre Kinder zurücklassen müssen, ist das immer eine Katastrophe. So auch für den 12-jährigen Paul, der in Ost-Berlin bei den Großeltern bleiben muss, als seine Eltern aus dem Gefängnis freigekauft werden. Der Roman ist eine Geschichte der deutsch-deutschen Vergangenheit und zeigt am Beispiel von Paul, was es bedeutet, zum Spielball der Politik zu werden und gleichzeitig ein aufregendes Leben in Berlin zu führen. Zur Autorin Ute Krause, die heute in Berlin lebt, ist viel herumgekommen in der Welt: In der Türkei, Nigeria, auf Zypern und in Indien ist sie aufgewachsen, studiert hat sie u.a. in den USA und an der Filmhochschule in München. Bisher hat sie 400 Bücher illustriert sowie Dreh- und Kinderbücher geschrieben. Einige ihrer Figuren, z.B. die Moffels haben es selbst bis in den Film geschafft.

Besuch der Autorin Deborah Feldman an unserer Schule

Als Deborah Feldman die Mediothek unserer Schule betritt, wirkt sie wie eine durchschnittliche, aufgeklärte Persönlichkeit: Keine Anzeichen von Religiosität oder gar Orthodoxie an ihrem Äußeren. Was für das Publikum der Lesung vollkommen normal erscheint, wäre für Deborah Feldman vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Jetzt hingegen berichtet sie regelmäßig über das, was ihr in ihrem Heimatort Williamsburg im Herzen New Yorks über Jahre hinweg widerfahren ist. Deborah Feldman persönlich zu erleben, hat über das reine Lesen des Buches „Unorthodox“ hinaus einen Eindruck von ihr und ihrem Schicksal vermittelt, der in einem Buch auf diese Art und Weise gar nicht hätte erfasst werden können. Diese Frau über ihr Leben so emotional und mitreißend erzählen zu hören, gibt, wie viele Lesungen an unserer Schule, eine interessante und lebensnahe Ergänzung zum Unterricht. Das Besondere an dieser Veranstaltung, im Gegensatz zu anderen, war allerdings, dass Deborah Feldman unter dieser Lesung noch mehr verstand als das reine Vorlesen aus ihrem Werk. Sie sah es als ihre Chance an, uns Schülern als Vorbild und als Beispiel zu dienen. Bereits zu Beginn der Veranstaltung ermutigte sie jeden Anwesenden dazu, egal ob Schüler oder Gast von außerhalb der Schule, sich, genau wie sie es tat, aus schweren Situationen zu befreien und gab uns zu verstehen, dass ein jeder von uns sowohl die Kraft als auch das Potential dazu besitze, genau dies zu schaffen. Schüler beschrieben die Veranstaltung im Nachhinein als beeindruckend und authentisch und waren froh, die Chance, diese Lesung besuchen zu dürfen, genutzt zu haben

Deborah Feldman liest am 19.1., um 10 Uhr, in der Mediothek aus ihrem Roman UNORTHODOX

Mitten in New York leben 120.000 Juden, die Satmar-Gemeinde, nach strengen religiösen Regeln, die in ungeahntem Widerspruch zu der modernen, weltoffenen Metrople stehen: extreme Frömmigkeit, das Vorenthalten von Bildung, fehlende Aufklärung, Zwangsehen, die Unterdrückung der Frau. Die Protagonistin des Romans lehnt sich dagegen auf, findet Wege, der geistigen Enge zu entgehen. Doch die Grenzen innerhalb der Gemeinde lassen keinen Spielraum.

1983 wurde Deborah Feldman in New York geboren, wo sie in der ultraorthodoxen, jüdischen Satmar-Gemeinde Williamsburg aufwuchs. Sie studierte Literatur und veröffentlichte 2012 ihre Lebensgeschichte "Unorthodox", die ein Millionenpublikum erreichte. Die Autorin lebt heute in Berlin.

Katniss Everdeen ganz nah

Am 6.12. las die Synchronsprecherin Maria Koschny aus "Die Tribute von Panem"   O-Töne der Klasse 9c zu dieser besonderen Lesung:   Als  Maria Koschny das erste Mal gesprochen hat, haben alle staunen, lachen oder erschrocken aufatmen müssen, was sehr lustig war.   Extrem gut, sehr gut gelesen! Die Stimme klingt beim Lesen genauso wie im Film! Lässt mich überlegen, nicht nur Schauspielerin, sondern auch Synchronsprecherin zu werden.   Ich fand es auch besonders gut, dass wir kurze Ausschnitte aus dem Film gesehen haben.   Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen. Wenn man die Augen geschlossen hat, dachte man, dass Katniss vor einem sitzt und ihre Geschichte erzählt.   Das war die beste Lesung, die ich bis jetzt besucht habe, und auch die erste, zu der ich unbedingt hin wollte.   Es hat mir gut gefallen, weil man sich Katniss Everdeen lebhaft vorstellen konnte. Außerdem weiß ich jetzt, dass es eine anstrengende Aufgabe ist, die Rolle eines anderen zu sprechen, weil man auf viele Details wie Atmung, Betonung etc. achten muss.  

 

 

„Beim letzten Mal fand das Publikum es komisch, dass ein Mädchen Sascha heißt.“

Eine Lesung von Alina Bronsky zu ihrem Debütroman Scherbenpark am Europäischen Gymnasium Bertha-von-Suttner am 30.11.2016

„Frau Bronsky, Sie haben doch schon ein abgebrochenes Medizinstudium hinter sich…“, so eröffnete der Moderator die Lesung, nachdem die Autorin willkommen geheißen worden war. Frau Bronsky, die direkt und offen auf die Frage eingeht und darüber plaudert, wie sie diverse Ausbildungen abgebrochen hat, gelingt es schnell, eine angenehme Stimmung in der Aula zu schaffen. Dann beginnt sie etwas über ihren Debütroman Scherbenpark zu erzählen. Zunächst stellt sie ihre Protagonistin Sascha vor. Sie verbringt viel Zeit damit zu erklären, dass Sascha in Russland auch ein Mädchenname ist. Offenbar ein Resultat ihrer letzten Lesung, in der die Schüler nicht verstehen konnten, wieso ein Mädchen Sascha heißt.

Dann beginnt die Autorin direkt mit dem Lesen aus ihrem Buch. Es handelt von einem russischen Mädchen mit dem bereits heiß diskutierten Vornamen Sascha, das vor einigen Jahren mit Mutter, Stiefvater und kleinen Geschwistern nach Deutschland gekommen ist. Sascha hat zwei Ziele: ein Buch über ihre Mutter zu schreiben und Vadim zu töten. Vadim, das ist ihr Stiefvater, Vater ihrer Geschwister und Mörder ihrer Mutter. Nach dem Mordfall leben die Kinder mit einer Cousine Vadims in ihrer alten Wohnung im „Solitär“, einer heruntergekommenen Wohnanlage. Das meiste davon wird dem Publikum im Laufe des Vorlesens klar, denn die Autorin hat eine sehr lange Stelle ausgesucht und fängt ganz am Anfang des Buches mit dem Lesen an. Zum Schluss gibt es die Möglichkeit, Fragen an die Autorin zu stellen, welche mit Begeisterung genutzt wird. Es wird über die Verfilmung ihres Buches, den Beruf der Autorin, Frau Bronskys Lieblingsbuch und das Tagebuchschreiben gesprochen. Die Fragerunde war zweifellos das Beste an der gesamten Lesung, da sehr interessante und durchaus außergewöhnliche Fragen gestellt wurden, was im deutlichen Gegensatz zu anderen Schullesungen stand.
Eine Sache, die allerdings ein wenig gestört hat, war, dass die beiden Stellen, die Frau Bronsky zum Vorlesen ausgewählt hatte, etwas zu lang waren und außerdem nicht deutlich machten, was die genaue Handlung des Buches ist, sondern nur die Protagonistin und ihr Umfeld beschrieben. Natürlich lässt sich dieser Entschluss der Autorin mit dem Wunsch begründen, möglichst keine Geheimnisse aus dem Buch zu verraten.

Diese interessante Veranstaltung hat zweifelsohne viele der Zuhörer dazu bewegt, Alina Bronskys Roman lesen zu wollen. Diejenigen, die nach der Lesung nicht den Wunsch verspürten, Scherbenpark zu lesen, werden jetzt zumindest nie vergessen, dass Sascha auch ein Mädchenname sein kann.

Von Anna P., 10a

„Scherbenpark“ von Alina Bronsky Lesung

Am Mittwoch, den 30.11.2016, fand wieder eine Lesung in der Aula unserer Schule statt. Die Autorin Alina Bronsky stellte ihren Debütroman „Scherbenpark“ vor. In der Aula herrschte eine erwartungsvolle Stimmung, als die Schriftstellerin auf die Bühne trat. Unsere Neugierde wuchs, als sie nach einer kurzen Einführung in das Buch sagte, dass sie die im Roman vorkommende Liebesgeschichte nicht lesen werde.  

Alina Bronsky wurde 1978 in Russland geboren, wuchs aber in Deutschland auf. Sie berichtete uns, dass sie schon in ihrer Kindheit viele Kurzgeschichten geschrieben habe und froh sei, dieses Hobby zum Beruf gemacht zu haben, obwohl sie zuvor viele weitere Berufsrichtungen (beispielsweise das Medizinstudium) in Erwägung gezogen hatte. Sie schrieb verschiedene Romane, doch ihr Debütroman „Scherbenpark“ blieb der erfolgreichste.  

Der Roman „Scherbenpark“ ist 2008 erstmals erschienen, wurde in 10 Sprachen übersetzt und unter anderem 2009 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Im Jahr 2013 wurde der Roman unter der Regie von Bettina Blümner verfilmt. Die Protagonistin dieses Buches ist die 17-jährige Sascha Naimann, die, wie die Autorin, gebürtige Russin ist. Sie lebt mit ihren jüngeren Geschwistern Anton und Alissa und ihrer Tante Maria in einem Hochhaus in Deutschland. Die Mutter von Sascha, Anton und Alissa ist vor kurzer Zeit gestorben; sie wurde von Saschas Stiefvater Vladim ermordet – vor den Augen der Kinder. Seitdem befindet sich Vladim im Gefängnis, während Sascha das Leben bei sich zu Hause in den Griff bekommen muss. Die Protagonistin wünscht sich zwei Dinge im Leben: Ihren Stiefvater umzubringen und ein Buch über ihre Mutter zu schreiben. Die Autorin selbst beschreibt Saschas Charakter als „mies“, was an den vorgelesenen Szenen auch uns deutlich wird. Das Oxymoron im Titel des Romans könnte ebenfalls darauf hindeuten, dass Sascha möglicherweise einem innerem Konflikt ausgesetzt ist. Schließlich machen sich nicht viele junge Mädchen Gedanken über Mordvarianten. Die Autorin deutete an, dass man im Laufe des Buches noch eine andere Seite Saschas zu sehen bekommen würde, ließ uns in dieser Hinsicht jedoch leider im Unklaren. Dies und die Auswahl der Szenen aus dem Roman steigerten die Neugier auf den Ausgang des Romanes.  

Während der Fragerunde am Ende der Lesung unterhielt sich die Autorin mit den Schülern und Lehrern und gab aufschlussreiche Antworten auf alle Fragen. Zum Beispiel verriet sie auf die Frage, ob sie nun, nach acht Jahren, etwas an dem Buch zu verbessern habe, dass sie ihrer Meinung nach einige Schwachstellen gefunden habe, was jedoch während der Lesung nicht zu bemerken war. Außerdem sagte sie, dass sie fünf Monate mit dem Schreiben des Romanes beschäftigt gewesen sei, jedoch schon zwei Jahre vorher die grobe Idee für dieses Buch gehabt habe.  

Nach der Lesung hatte man die Gelegenheit, sich ein Buch signieren zu lassen, und dies ließen sich viele Schüler nach der erfolgreichen Lesung natürlich nicht entgehen.      

Von: Paula Eschenburg und Charlotte Wegener

Alina Bronsky zu Gast mit SCHERBENPARK am 30. November 2016, um 10 Uhr in der Aula

Herzlich laden wir ein zur zweiten Lesung unserer Autorenreihe.

Für SchülerInnen der 9. und 10. Klassen liest Alina Bronsky aus ihrem Debütroman, der 2013 verfilmt wurde. Zum Inhalt Die russischstämmige Sascha ist 17 und lebt zusammen mit ihren Geschwistern und ihrer Tante im Scherbenpark, einem Hochhaus-Ghetto. Ihre Mutter ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen, das Sascha rächen will. Vladim soll sterben! Der Leser erlebt eine sehr selbstbewusste, reflektierte, manchmal befremdliche Ich-Erzählerin auf ihren Streifzügen durch die Stadt. In einem schlichten packenden Stil erzählt Sascha ihre Geschichte, die auch eine des Erwachsenwerdens ist.

Alina Bronsky wurde 1978 in der ehemaligen Sowjetunion geboren. Sie studierte Medizin, arbeitete als Redakteurin und debütierte 2008 mit dem Roman "Scherbenpark", der 2013 verfilmt wurde. Neben zwei weiteren Jugendromanen erschien u.a. 2015 "Baba Dunjas letzte Liebe".

Bericht zur Auftaktlesung der 8. Lesereihe

In der Lesung, die dieses Halbjahr für die siebten Klassen veranstaltet worden ist, wurde die Autorin A. Voorhoeve eingeladen. Sie las aus ihrem neuen Roman: „Kascha Nord-Nordost“ vor. In diesem Buch geht es um ein Mädchen, Kascha, die mit ihrer Sinti-Familie von den Dorfbewohnern aufgrund von Vorurteilen ihnen gegenüber abgelehnt wird. Aber auch sonst hat sie viele Probleme. Doch dann bricht eine Schneekatastrophe über ihr Dorf herein, sodass alle enger zusammenrücken müssen und die Dorfbewohner erkennen, dass doch etwas an der Sinti-Familie dran sein muss.

Die Lesung hat mir sehr gut gefallen, aufgrund der ruhigen Atmosphäre, der interessanten Buchwahl und der Gelegenheit, der Autorin später Fragen zu stellen. Mir persönlich gefallen Geschichtsromane sehr und ich fand den Schreibstil sehr angenehm, weil die Gefühle der Person und auch die Lage der Familie dabei sehr gut zur Geltung gekommen sind. Das Thema fand ich sehr passend, da heute viele Vorurteile gegenüber anderen Kulturen bestehen und auch Misstrauen, wenn man sich nicht richtig kennt.

Anna-Lia P. (Klasse 7d)

AUFTAKT DER 8. LESEREIHE AM 10.11.2016 mit Anne C.Voorhoeve

Um 10 Uhr liest die Autorin für Schüler der 6. und 7. Klassen aus ihrem neuen Roman KASCHA NORD-NORDOST. Wir freuen uns, Anne Voorhoeve wieder als Gast begrüßen zu dürfen und heißen auch Sie, liebe Eltern und Freunde der Schule, herzlich willkommen.

Zum Roman.
Aus dem Süden Deutschlands zieht Kaschas Familie an die Küste, wo nicht nur das Klima rau ist. Man begegnet den Zugereisten mit Vorurteilen, denn sie sind anders, sie sind Sinti. Wen wundert es da, dass Kaschas Vertraute, ihre große Schwester, sich aus dem Staub machen will. Erst als eine Naturkatastrophe die Region heimsucht und die Menschen von der Außenwelt abschneidet, ändert sich das Verhältnis zu den Dorfbewohnern. Ein Wunder, ein Wandel, eine Eintagsfliege?

Anne C. Voorhoeve, geboren 1963, studierte Politikwissenschaft, Amerikanistik und Alte Geschichte in den USA. Sie arbeitete als Lektorin, Redakteurin und Drehbuchautorin. In ihren Büchern greift sie Themen der jüngeren Vergangenheit auf.

Lesereihe 2015/16

Das Programm steht als Download zur Verfügung.

I Wanted to Tell a Story about a Woman’s Fear“

Die finnische Autorin Eppu Nuotio stellt ihren Roman „Falsche Farbe“ vor

 

Nach und nach trudeln die Schüler am Abend des 3.3.2016 um 19:00 in der Mediothek ein, wo die finnische Autorin Eppu Nuotio uns ihren neuen Roman „Falsche Farbe“ vorstellen wird. Zu Beginn der Lesung sind zwar nicht alle Stühle besetzt, die Atmosphäre dadurch aber umso familiärer. Es erwartet uns eine ganz normale Lesung, denken wir, nachdem Frau Denda die Autorin mit freundlichen Worten Willkommen geheißen und vorgestellt hat. Doch Frau Nuotio hat sich etwas für uns ausgedacht: Bevor die Lesung beginnt, lässt sie ein Lied aus dem  Radiorekorder abspielen. „Bye Bye Baby“ von Janis Joplin, erklärt uns Eppu Nuotio, eine braunhaarige Frau mit Brille und freundlichem Blick, die entspannt mit dem Kopf im Takt zur Musik wippt.

Dann beginnt Frau Nuotio, uns aus ihrem Buch vorzulesen. Aber auf Finnisch…? Wir sind zunächst verwirrt, doch gleich darauf liest Frau Seite die gleiche Passage auf Deutsch vor. Den Grund dafür verrät uns Frau Nuotio nun auf Deutsch: Sie habe täglich acht Stunden auf Finnisch geschrieben, der Abgabetermin für ihr nächstes Buch stehe vor der Tür und ihr Deutsch sei „ein wenig kaputt“. Daher spricht sie für die restliche Lesung Englisch mit uns.

Über den Abend hinweg liest nun immer Frau Seite eine Stelle aus dem Buch vor, und Frau Nuotio spricht zwischendurch über ihre Heimat, das Schreiben, ihr Buch und ihr Leben.

 

„Falsche Farbe“ erzählt die Geschichte der jungen, dunkelhäutigen Reporterin Pii, die nicht nur mit dem finnischen Rassismus zu kämpfen hat, sondern es sich außerdem zur Aufgabe gemacht hat, einen Serienmörder zu finden, der in ihrer Umgebung immer wieder zuschlägt. Währenddessen kommt der Mörder Pii immer näher, was der Reporterin mehr und mehr zusetzt. 

 

Die Autorin befasst sich in ihrem Buch mit zwei Themen. Es ist zum einen der Rassismus in Finnland, der ihr Sorgen bereitet, zum anderen verarbeitet sie, wie sie uns erzählt, auch ihre persönlichen Erfahrungen in dem Roman: „I wanted to tell a story about a woman’s fear“, meint Frau Nuotio. Auch sie hatte über zwei Jahre hinweg einen Stalker und wollte in ihrem Roman die Leser die Situation des Opfers nachempfinden lassen: „This is not my story, but every moment of fear ist true“. Und Furcht hat sie in ihrem Leben genug erfahren. Erstaunlich heiter und mit lebhafter Mimik und Gestik berichtet Frau Nuotio: Wie sie den Großteil ihrer Jugend wegen eines kranken Elternteils in einem Krankenhaus verbrachte, als Mädchen geschlagen wurde und später wegen eines gesundheitlichen Problems auf einer Insel mit rund 50 Einwohnern selbst Jahre im Krankenhaus verbringen musste. Die düsteren Gedanken, die sie dort entwickelte, habe sie in ihrem Roman verarbeitet. Obwohl sie dabei völlig locker und mit gelegentlichem Scherzen erzählt, hören Schüler wie Lehrer gebannt zu.

 

Gegen Ende der Lesung beantwortet Frau Nuotio unsere Fragen, hält sich dabei allerdings mit Informationen über den Inhalt von „Falsche Farbe“ zurück, was uns umso neugieriger auf den Roman macht. Zum Abschied richtet sie noch einen Rat an uns: Gebt Gewalt keine Chance, lautet ihre Botschaft. Ein letztes Mal klingt „Bye Bye Baby“ durch den Raum und beendet den Abend, an dem wir einen interessanten Roman kennengelernt, ein wenig Finnisch gehört und vor allem die Lebensgeschichte einer außergewöhnlich starken Frau erfahren haben.

 

Marlene P., 11. Jg.

Die finnische Autorin Eppu Nuotio zu Besuch!

Am Donnerstag, den 3.3.16, um 19Uhr, in der Mediothek.  

Zu der Vorstellung des  Krininalromans Falsche Farbe sind 10.-Klässler und "andere Erwachsene" geladen.

Lesung zu Edgar Rais Roman „Salto rückwärts“

Eigentlich hat Frieda sich alles ganz einfach vorgestellt: Tasche packen, in den Zug steigen, nach Berlin fahren und ihren Vater suchen. Soweit der Plan. Doch wie soll man inmitten des Großstadtgetümmels einen Mann finden, von dem man nicht mehr weiß als seinen Künstlernamen? Doch Frieda beschließt, ihr Schicksal selbst zu bestimmen und schon beginnt ein aufregendes Großstadtabenteuer.

Am Dienstag, dem 16. Februar 2016, kamen alle Schüler der siebten Klassen zusammen mit ihren Lehrern in die Aula des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner. Der Autor Edgar Rai stellte seinen Jugendroman „Salto rückwärts“ vor, in dem es um ein 14-Jähriges Mädchen namens Frieda geht, deren Leben von einem Tag auf den anderen komplett auf den Kopf gestellt wird. Alles beginnt damit, dass sie ihren Vater, den sie bisher nicht kennengelernt hat, in Berlin suchen will...  

Nachdem Edgar Rai uns einige spannende Stellen aus dem Roman vorgelesen hatte, durften wir ihm einige Fragen stellen. Wir erfuhren, dass Edgar Rai normalerweise Romane für Erwachsene schreibt. Doch seine Tochter war der Meinung, er solle auch Bücher für Jugendliche schreiben. So entstand sein erster Jugendroman. An „Salto rückwärts“ habe er drei bis vier Monate geschrieben. Er erzählte uns außerdem, dass er ein weiteres Jugendbuch mit dem Titel „Sunny war gestern“ veröffentlicht habe.  

Man konnte sich gut in die Geschichte hineinversetzen, da sie in Berlin spielt und Edgar Rai brachte uns mit seiner Art, die Geschichte vorzulesen, immer wieder zum Lachen.  Für einige von uns war es die erste Lesung und daher sehr spannend. Bei vielen Schülern und Schülerinnen hat die Lesung das Interesse geweckt, den Roman zu Ende zu lesen.    

Von Emma G., Klasse 7d

Ein Salto in die Welt des faszinierenden Edgar Rai

 

Am Dienstag, den 16. Februar hielt eine interessante Persönlichkeit eine Lesung in der Aula. Bei dieser Persönlichkeit handelt es sich um Edgar Rai, geboren 1967, studierte Musikwissenschaften und Anglistik in Marburg und Berlin. Er arbeitete unter anderem als Drehbuchautor, Basketballtrainer, Chorleiter, Handwerker und Onlineredakteur. Seit 2001 ist er freier Schriftsteller und seit 2012 Mitinhaber einer Buchhandlung in Berlin.

"Salto Rückwärts" war sein erster Jugendroman, dem etliche gefolgt sind. In dem Roman geht um ein Mädchen namens Frida, das ihren Vater sucht. Frida wächst alleine mit ihrer Mutter in München auf, über ihren Vater weiß sie wenig genauso wie ihre Mutter. Also beschließt sie ihn zu suchen. Eigentlich hat Frieda sich alles ganz einfach vorgestellt: Tasche packen, in den Zug steigen, nach Berlin fahren und ihren Vater suchen. Soweit der Plan. Doch wie soll man inmitten des Großstadtgetümmels einen Mann finden, von dem man nicht mehr weiß als seinen Künstlernamen? Frieda beschließt, ihr Schicksal selbst zu bestimmen und schon beginnt ein aufregendes Großstadtabenteuer.

Edgar Ray erläuterte den aufregenden Sachverhalt des Romans und las im Anschluss seine Lieblingstextstellen des Jugendromans vor. Dabei verriet er seinem Publikum, wie sehr er lange Dialoge in Romanen liebt. Bemerkenswert ist auch  die Spontanität eines Edgar Ray, der gleich viel mehr Seiten vorlas als geplant.

Als letztes gab es eine Fragerunde, bei der die Frage nach der finanziellen Seite des Bücher-Schreibens die Hauptrolle darstellte, obwohl die Antwort von Edgar Ray eher in einer Erläuterung des Verlagssystems bestand. Meiner Meinung nach war es ein literarisches Spektakel für die anwesenden Siebt- und Achtklässler.

 

Malte Joosten, 7f

Lesung SALTO RÜCKWÄRTS mit Edgar Rai am Dienstag, den 16.2., um 10 Uhr, in der Aula

Lesung für SchülerInnen der Klassen 7 und 8 sowie Gäste

 

Eigentlich hat Frieda sich alles ganz einfach vorgestellt: Tasche packen, in den Zug steigen, nach Berlin fahren und ihren Vater suchen. Soweit der Plan. Doch wie soll man inmitten des Großstadtgetümmels einen Mann finden, von dem man nicht mehr weiß als seinen Künstlernamen? Frieda beschließt, ihr Schicksal selbst zu bestimmen und schon beginnt ein aufregendes Großstadtabenteuer.

 

Edgar Rai, geboren 1967, studierte Musikwissenschaften und Anglistik in Marburg und Berlin. Er arbeitete unter anderem als Drehbuchautor, Basketballtrainer, Chorleiter, Handwerker und Onlineredakteur. Seit 2001 ist er freier Schriftsteller und seit 2012 Mitinhaber einer Buchhandlung in Berlin. "Salto Rückwärts " war sein erster Jugendroman, dem etliche gefolgt sind.