Sand schippen für den Frieden

Über 80 Schülerinnen und Schüler des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner gingen am 25. Juni einen Tag nicht zur Schule, sondern arbeiteten einen Tag bei einem Unternehmen ihrer Wahl. Die Einnahmen fließen in Bildungsprojekte des Weltfriedensdienst e.V. im globalen Süden, damit dort junge Menschen nicht arbeiten müssen, sondern zur Schule gehen können.

„Wir gehen heute mal nicht in die Schule“, sagt Moritz. Gemeinsam mit zwei Freunden hat er einen Tagesjob bei der BeachBar Berlin ergattert und schippt Sand für die gute Sache. „Wir waren von Anfang an von der Idee überzeugt“, sagt Martin Czerwinski von der BeachBar Berlin. „Die Jungs sind eine große Unterstützung für uns. Wir freuen uns, dass wir damit außerdem die Arbeit in sozialen Projekten fördern können“.

Das Europäische Gymnasium Bertha-von-Suttner arbeitet seit 10 Jahren mit work4peace zusammen und ist die älteste Berliner Friedensschule, ein Prädikat, das der Weltfriedensdienst in Zusammenarbeit mit dem Berliner Senatsverwaltung für Bildung vergibt. Im Laufe der Jahre haben die SchülerInnen der Schule bei Jobdays und anderen Spendenaktionen bereits über 30.000 € gesammelt, die Bildungsprojekten des Weltfriedensdienst e.V. im globalen Süden zugutekommen. Schüler im Senegal pflegen Schulgärten, in Südafrika wird die Gewalt zwischen Jugendlichen gemindert und Bauern in Simbabwe lernen, mit den dramatischen Folgen des Klimawandels umzugehen und ihr Überleben zu sichern.  

Julian Friedrich, Weltfriedensdienst

    “Touche pas ma terre, ma terre c’est ma vie!“

Besuch von Mariam Sow

( Präsidentin des senegalesischen Bauernverbandes)

Seit Beginn des Projektes „Work 4 Peace“, bei dem Schüler einen Tag lang  freiwillig arbeiten und das erarbeitete Geld für einen sozialen Zweck spenden, nimmt unsere Schule alljährlich daran teil; und am Mittwoch, dem 27.11.2013, bot sich uns nun die Chance, zu erfahren, wohin das gespendete Geld fließt.

Durch den Besuch von Mariam Sow, der Präsidentin des senegalesischen Bauernverbandes, wurde es uns ermöglicht, etwas über das Projekt „Pronat“ (Protectíon natural) im Senegal zu erfahren, welches den Bauern Unterstützung im Kampf gegen den Landraub durch den Staat bietet. Dabei erfuhren wir sowohl Wissenswertes über die Geschichte im Senegal und die Entstehung des Projektes, als auch über die konkrete Verwendung des gespendeten Geldes. Zum Beispiel wird das Geld verwendet, um allen Kindern durch den Bau einer wind- und wetterfesten Schule einen sicheren Schulaufenthalt zu gewähren. Daneben wird den Bauern durch das Geld ermöglicht, in Medien, wie z.B. im Fernsehen aufzutreten, um die Bürger im Kampf gegen den Landraub zu stärken.

Alles in allem war es eine gelungene und interessante Begegnung; und die Stimmung war anfangs zwar etwas distanziert, doch am Ende war sie recht aufgelockert und enthusiastisch, als Frau Sow den Leitspruch im Kampf gegen den Landraub verkündete und alle zum Mitmachen bei ihrem wiederholten Ruf aufforderte:

„Touche pas ma terre, ma terre c’est ma vie!“ (Berühre nicht mein Land, denn mein Land ist mein Leben!)

Chiara Festera, Charlotte Koch (9a)

Work4Peace und Amnesty International

Das Europäische Gymnasium Bertha-von-Suttner organisiert im Rahmen des Projekts  work4peace am 9. April 2014 den alljährlichen "Jobday". Alle Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs haben dann die Möglichkeit, durch ein eintägiges Engagement z.B. in Betrieben oder Arztpraxen mit selbst ausgehandelten Verträgen Spenden für Programme des Weltfriedensdienstes zu sammeln. Letztes Jahr konnte ein Betrag von 4.167,63 € überwiesen werden für ProNat im Senegal: Hunger überwinden helfen durch Umweltbildung im Senegal.

Das PEACE-Team an der Bertha engagiert sich auch über diesen Tag hinaus mit dem Projekt work4peace, sammelte z.B. im letzten Schuljahr Unterschriften für das Projekt Deine Stimme gegen Armut und nimmt an Treffen und Workshops in den Räumen des Weltfriedensdienstes teil. Im Februar diesen Jahres organisierte das PEACE-Team nun den zweiten Kuchenverkauf (dessen Erlös als Spende für work4peace gesammelt wird) in der Schule.

Konkreter Anlass war dieses Mal die Präsentation einer Ausstellung zu Kinderrechten von Amnesty International. Das Engagement der Schülerinnen des PEACE-Teams ist unter dem Dach des Weltfriedensdienstes auch ein Engagement für die Menschenrechte und damit auch für die Rechte der Kinder weltweit. Die Ausstellung thematisiert u.a. Gewalt gegen Kinder, den Einsatz von Kindern in Bürgerkriegen, das Recht auf Bildung oder den Schutz auf der Flucht. Mehrere Klassen besuchten auch im Rahmen des Sozialkundeunterrichts die Ausstellung im Foyer des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner.

Hr. Ihsen

Work for Peace: Schüler erarbeiten Spendenrekord für den Weltfriedensdienst

Einen Beitrag zur Sicherung der Bildungschancen von Jugendlichen und Kindern in Afrika  zu leisten und damit zum  Weltfrieden einen Beitrag zu leisten,   gehört seit vielen Jahren zur guten Tradition der Schule. Die 8. Klassen arbeiten dafür seit dem Jahr 2005 bereitwillig und auf breiter Basis in Unternehmen, Organisationen, in der Privatwirtschaft, im familiären Umfeld oder anderswo und spenden ihren erwirtschafteten Lohn an den Weltfriedensdienst, der die Gesamtsumme einem konkreten, umweltfreundlichen  Bildungsprojekt zukommen lässt.

Da die  Schülerinnen und Schüler wegen der früheren Einschulung  jetzt jünger sind,  stießen sie in diesem Jahr auf größere Schwierigkeiten, Arbeitsplätze zu finden.  Mit großem Engagement ist es ihnen aber gelungen, die Hindernisse zu überwinden und sogar den Spendenrekord vom Vorjahr noch  zu übertreffen:  sie erarbeiteten  4.167,63 €, die dem Weltfriedensdienst  überwiesen werden konnten.

Allen Beteiligten einen ganz herzlichen Dank für den vorbildlichen Einsatz. Die abgebildete Urkunde ebenso wie die Einzelurkunden für  die Spender,  erhielt die Schule am letzten Schultag, so dass sie am ersten Schultag nach den Sommerferien ausgehändigt werden können.

 

Marion Gerber,  20.6.2013

Das BERTHA-PEACE-TEAM

Erstes Treffen beim Weltfriedensdienst

Am Freitag, den 26.10.2012 begaben sich fünf Schüler_innen der Klassen 8c und 9e in die Räume des Weltfriedensdiensts e.V. in Kreuzberg, um sich im Rahmen des Projekts work4peace ( http://www.work4peace.de/ ) an unserer Schule zu engagieren.

Seit einigen Jahren organisiert unsere Schule einen sogenannten „Jobday“, bei dem alle Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs die Möglichkeit haben, durch ein eintägiges Engagement z.B. in Betrieben oder Arztpraxen mit selbst ausgehandelten Verträgen Spenden zu sammeln. Letztes Jahr wurde ein Betrag von 4.124,80 € gesammelt. Work4peace bildet den Rahmen für unterschiedlichste Aktionen von Schülerinnen und Schülern, die Spenden für ein bestimmtes Projekt in einem afrikanischen Land sammeln. Die geförderten Projekte sind zurzeit: DJINOPI: Förderung von Alternativen zur Genitalverstümmelung in Guinea-Bissau; Steps for the Future in Südafrika: AIDS-Aufklärung von Betroffenen für Betroffene in Südafrika; ProNat im Senegal: Hunger überwinden helfen durch Umweltbildung im Senegal.

Wir trafen an diesem Nachmittag auf PEACE-TEAMS von der Nelson-Mandela-Schule, dem Leonardo-da-Vinci-Gymnasium und dem Oberstufenzentrum für Kommunikations-, Informations- und Medientechnik. Nach der Begrüßung und einer Vorstellungsrunde lauschten wir zunächst einem Vortrag über die Arbeit des Weltfriedensdiensts. Anschließend versuchten wir in einem interaktiven Spiel unter erschwerten Kommunikationsauflagen gemeinsam eine Brücke aus Papier zu bauen, was uns in der vorgegebenen Zeit glückte. Ganz nebenbei lernten sich die Teammitglieder untereinander kennen und hatten viel zu lachen.

Nach einer Vorstellung des Web-Portals des WFD ( http://www.wfd-projekte.de/ ) sammelten wir Ideen und Vorschläge für weitere Aktionen im Rahmen von work4peace an den Schulen. Abschließend saßen wir noch gemeinsam am Tisch und profitierten von dem extra vorbereiteten westafrikanisch beeinflussten Abendessen. In der nächsten Zeit wird sich das PEACE-TEAM der Europäischen Schule Bertha-von-Suttner öfter treffen, um die Unterstützung des Projekts durch die Schülerinnen und Schüler zu planen.