Philosophie

Hier ist eine alte chinesische Geschichte:

„Chuang Tzu und Hui Tsu wandelten zusammen auf einem Uferdamm am Hao-Fluss. Da sagte Chuang Tzu: ,Sieh doch die Fische herauskommen und sich tummeln. Das ist die Lust der Fische.’ Hui Tsu erwiderte: ,Du bist doch kein Fisch. Woher willst du die Lust der Fische kennen?’ Chuang Tzu sprach: ,Du bist nicht ich. Woher also weißt du, dass ich nicht von der Lust der Fische weiß?’ Hui Tsu entgegnete: ,Ich bin nicht du und weiß natürlich nicht, was du weißt. Aber da du jedenfalls kein Fisch bist, ist doch klar, dass du die Lust der Fische nicht kennst.“ Darauf entgegnete Chuang Tzu: ,Lass uns noch einmal auf den Ausgangspunkt zurückkommen. Du fragtest, woher ich die Lust der Fische kenne. Das zeigt, dass du schon wusstest, dass ich es weiß, als du mich fragtest. Ich weiß es von meinem Standpunkt auf dem Uferdamm hier oben über dem Hao-Fluss.’“

Diese und andere Fragen werden gestellt, wenn man sich bemüht, Antworten zu finden auf die Frage, was denn nun Philosophie sei oder welches Wissen wir überhaupt als gegeben voraussetzen können. Fragen und Reflektieren sind konstitutive Wesensmerkmale des Menschen.

So beschäftigt sich der Philosophieunterricht mit Anthropologie und Ethik, mit der Frage nach Staatsmodellen und Utopien, mit Ästhetik, Erkenntnistheorie und Metaphysik.

Methodisch lässt sich der Philosophieunterricht in besonderem Maße als Ort verstehen, in dem hochkomplexe Texte „aufgeschlossen“ sowie die freie Problemerörterung geschult werden.

Wir arbeiten neben Ganzschriften mit dem Lehrwerk „Zugänge zur Philosophie“ aus dem Cornelsen-Verlag.

Das philosophische Kollegium besteht aus Frau Schuster, Herrn Buntrock, Frau Li und Frau Denda.


Martina Denda