Wer hat Angst vor der Evolution?

Am 13.02.2017 machte sich der Leistungskurs Philosophie zum 10. Berliner Oberstufenforum auf.  Seit dem Streit um Galileo Galilei werden Religion und Naturwissenschaften in Europa als feindliche Mächte inszeniert. Welchen Status besitzen aber menschliche Fragen nach Sinn, Wert oder Gott in einer von Naturwissenschaften dominierten Kultur? Wie wirkt Gott in einer Welt, die offensichtlich durch Naturgesetze bestimmt ist? Lässt sich die Rede von Menschen als „Krone der Schöpfung“ aufrechterhalten, wenn die Evolution keine besondere Unterscheidung zwischen tierischem und menschlichem Leben ausmachen kann? Und nicht zuletzt: Wie kann man mit den modernen Naturwissenschaften das Bild eines Gottes aufrechterhalten, der jedem einzelnen Menschen persönlich zugewandt ist? Umgekehrt stehen auch die Naturwissenschaften vor Fragen, die sie selbst nicht beantworten können – zum Beispiel die Frage danach, warum es das Universum gibt – oder warum es genau auf diese Weise geordnet ist.

Dr. Katharina Peetz von der Universität des Saarlandes zeigte auf, dass Naturwissenschaften und Religionen miteinander in einen konstruktiven Dialog treten können, auch wenn sie mancher Frage auswich. Besonders schön war aber am heutigen Tag, dass Herr Berger uns begleitete! Wir bedanken uns für einen anregenden und schönen Tag!

Martina Denda