World Schools Debating Championships 2016

Statt mein Zeugnis entgegenzunehmen, reiste ich am Juli nach Stuttgart um an den in der englischen Sprache stattfindenden Debattier-Weltmeisterschaften der Schüler teilzunehmen. Diese fanden vom 19.07.-29.07. in Stuttgart statt. Während Teams aus Asien oder Amerika schon Tage vorher anreisten, war es der Heimvorteil, dass unser ganzes Team (alle kommen aus Stuttgart bis auf mich) erst an diesem Dienstag im Hotel eintraf. Hinter der Organisation des ganzen Turniers stand die German Debating Society mit einem Organisationsteam und dutzenden Schülern die als Freiwillige die Teams begleiteten und sicherstellten, dass sie nicht im Stuttgarter Verkehrsnetz verloren gingen. Erst am Mittwochabend wurde das Turnier offiziell eröffnet, jedoch debattierten alle Teams schon davor in sogenannten Spa-debates (Übungsdebatten) die vorgegebenen Themen (4 von 8 Runden). Wir traten ebenfalls gegen Dänemark, Canada und Hong Kong an, letztere landeten später im Halbfinale oder sogar Finale.

Beim Turnier gibt es 8 Vorrunden, die jedes Team absolvierte an 4 Tagen. In das Achtelfinale ziehen dann aufgrund einer Sonderregelung die besten 24 Teams ein (davor muss man mindestens 5 Vorrunden gewonnen haben).

Wir schlugen uns ansehnlich und gewannen Debatten gegen Macau, Ruanda, Indonesien und Barbados und hatten am letzten Tag die Chance ins Achtelfinale einzuziehen, wenn wir eine der zwei Debatten an diesem Tag gewinnen würden. Erst am Abend zuvor hatten wir in einer Übungsdebatte gegen Mexiko noch das Thema für den letzten Tag: Obamas Außenpolitik hat mehr Schaden als Gutes angerichtet, debattiert und waren selbstbewusst. Am nächsten Morgen waren wir sehr zufrieden mit dem Verlauf der Debatte, jedoch verkündete uns der Judge (der Punktrichter, davon gibt es drei normalerweise) aus Neuseeland in der Urteilsverkündung, dass argentinische Team hätte klar gewonnen und wir trotz guter Reden unsere ganzen Argumente auf einem anderen Grundsatz aufbauen müssen. Da waren wir doch etwas enttäuscht, weil wir das komplett anders sahen und selber auch lange darüber im Vorfeld nachgedacht hatten. Tja, da blieb uns nur noch übrig auf die letzte Debatte des Tages zu hoffen, jedoch verloren wir diese knapp gegen ein starkes estländisches Team und aus war es mit dem Traum vom Achtelfinale. Unsere Enttäuschung verflog in den nächsten Tagen jedoch auch, da wir am Tag die weiteren Debatten entspannt angucken konnten und am Abend, wenn Teams die noch weiter im Turnier waren sich auf die nächsten Gegner vorbereiten mussten, die anderen Teams kennenlernen konnten. Ebenso hatten wir Zeit uns in Stuttgart zu vergnügen, baden zu gehen, etc.

Das Team, was aus Nicht-Muttersprachlern bestand und am weitesten kam bis ins Viertelfinale, war das dänische Team. Es war beeindruckend gut und auch schon erfahrener durch die Teilnahme am Turnier im letzten Jahr in Singapur.

Im Halbfinale standen dann nur noch Teams bestehend aus Muttersprachlern (Australien, Hong Kong, England, Canada) die  stilistisch enorm gut waren. Im Finale gewann dann England gegen Kanada in der Frage, ob man Länder für die Aufnahme von Flüchtlingen bezahlen sollte.

Letztendlich finde ich, dass die Teilnahme an der Weltmeisterschaft eine tolle Erfahrung war und sich definitiv gelohnt hat. Abgesehen vom Debattieren hat man so viele Menschen getroffen aus Nepal, Indien, Peru, Palästina, die so viel aus ihren Ländern erzählt haben und allesamt sehr offen waren. Besonders am Ausflugtag und der Cultural Expo (hier hat jedes Land einen kleinen Tisch auf dem es meist landestypische Süßigkeiten anbietet) konnte man super gut Leute kennen lernen. Und die Chancen sind noch nicht mal schlecht, dass man sich im nächsten Jahr in Bali, Indonesien wiedersieht.

Barbara, 12, Jhg.; September 2016

„Rebuttle, Reconstruction, Refutation“

Das erste, Rebuttle, kommt jedem Debater bekannt vor. Es handelt sich hierbei um die Entkräftung der Argumente der Gegenseite. Die Reconstruction lernte ich auch erst dieses Jahr kennen, der Begriff steht für das „Wiederherstellen“ der eigenen Argumente, die der Gegner kurz zuvor angegriffen hat. Und Refutation? Da bin ich mir, um ganz ehrlich zu sein, auch nicht 100%ig sicher. Irgendwie das Erste und Zweite zusammen. Alle drei sind Begriffe, die aus dem englischen Debattieren stammen, das durch Frau Brehm eine lange Tradition an unserer Schule hat, mit der auch ich früh in Kontakt kam.

Mehr oder weniger regelmäßige Übungsdebatten und halbjährige Berlin- Brandenburgische Meisterschaften mit meinem alt-bekannten Debating Team waren jedes Jahr wieder neu am Start und verloren ihren Reiz nicht. Als ich mich letztes Jahr im Herbst spontan auf Drängen Frau Brehms hin mit zwei weiteren Schülern unserer Schule in Stuttgart bei der German Debating Society um einen Platz in der deutschen Nationalmannschaft bewarb, hatte ich keine Ahnung, was mir blühte. Ich hielt es eher für kaum realistisch dort aufgenommen zu werden. In Baden Württemberg besitzt das englische Debattieren einen viel höheren Stellenwert, fast so wie in Berlin jeder Schüler in der 9. Klasse mit Jugend debattiert konfrontiert wird. Alle zwei - drei Wochen treten die Schulteams aus Stuttgart und Umgebung gegeneinander an um in Ausscheidungsrunden das beste Team zu ermitteln. Daher war es auch kaum ein Wunder, dass wir die einzigen Bewerber aus irgendeinem anderen Bundesland als Baden Württemberg waren.

Im Folgenden sich über mehrere Monate hinziehenden Bewerbungsprozess unternahm ich einige Reisen nach Stuttgart über Wochenenden, um internationale Turniere vorzubereiten und fuhr zu diesen sowohl nach Zagreb kurz vor Weihnachten zu den dreitägigen Winter Holidays Open als auch nach Ljutomer, einem kleinen slowenischen Städtchen in dem ebenfalls ein Debating Turnier veranstaltet wurde. Manchmal verpasste ich da natürlich auch einige sehr coole Ereignisse zuhause, wie die Orchesterfahrt oder das Weihnachtskonzert oder einfach nur gemütliche Wochenenden mit Freunden.

Turniere sind zugegebener Weise relativ stressig, da man pro Tag etwa 3 Debatten spricht, in denen jeweils 2 Dreier-Teams gegeneinander antreten. Jedes Team muß drei 8-minütige Reden halten, einige davon kann man schon Wochen vorher mit seinen Team Mitgliedern ausarbeiten,da die Themen bekannt gegeben werden, andere müssen innerhalb einer Stunde entstehen in sogenannten Impromptu Debatten. Nach letzterem Turnier Mitte März stand dann fest, dass ich in der Nationalmannschaft sein würde. Mittlerweile habe ich meine Team Mates sehr gut kennengelernt und es freut mich sehr, dass wir fünf mittlerweile mit unseren zwei Coaches (die nur ein bzw. zwei Jahre älter sind als wir) wie eine kleine Familie zusammengewachsen sind über zahlreiche Übungswochenenden sowohl in Stuttgart aber auch in Berlin. Nach der einwöchigen Debating Akademie im wunderschönen Kranjska Gora (ebenfalls Slovenien) letzte Woche, stehen nun die Weltmeisterschaften in 2 Wochen schon quasi vor der Tür und die Vorfreude wächst (und auch die Nervosität).

Dieses Jahr treten 66 Teams aus aller Welt in Stuttgart an. So werden wir in den 8 Vorrunden gegen unter anderem Macau, Indien, Argentinien, Barbados, Irland etc. über Themen wie Obamas Außenpolitik, Patentrechte großer Technologiefirmen, Freihandelsabkommen und die moralische Verpflichtung Armen zu helfen, wenn die eigenen Bedürfnisse gedeckt sind, sprechen. Die Vorstellung, dass in so vielen Ländern der Welt so viele Jugendliche auf derselben Sprache und im selben Format debattieren und sich dann auch noch mehrfach jährlich treffen, erscheint mir hin und wieder echt unglaublich. Schon jetzt habe ich mehrere Menschen aus Ländern wie Palästina, Kasachstan oder Bahrain getroffen, die einfach komplett andere Alltage haben als ich. Nun geht es also in den Endspurt der Vorbereitung mit großer Vorfreude.

Barbara, 11. Jahrgang

Ausrichtung des Berlin-Brandenburg Debating Wettbewerbs und schöne Ergebnisse

Vor drei Wochen fand wieder einmal der Berlin-Brandenburg Debating Wettbewerb bei uns am Europäischen Gymnasium Bertha-von-Suttner statt.

16 Teams aus 10 Schulen mit insgesamt 106 Debattierern traten in der Junior oder Senior League gegeneinander an. Zu Besuch war weiterhin das Askanische Gymnasium und ein Fachseminar. Hitzige Debatten, ob man nun Fleisch essen sollte oder nicht, ob man „social freezing“ unterstützen sollte und wie Donald Trump´s Wahlkampagne einzuschätzen sei, wurden geführt.

Die Organisation der Debatten wurde durch "chairs“ und „timer“ aus der Mittelstufen Debating League, den englischen Leistungskursen und der Klasse 6c bestritten. Die jeweiligen „mixed teams“ wurden ebenfalls von unserer Schule gestellt, so dass sogar ein Team aus der 6c am Turnier teilnahm und stolz einen Debattensieg über ein 9.Klasse Team nach Hause trug. Insgesamt debattierten aus unserer Schule folgende Schüler: Jasper Firnhaber, Bela Zarling, Lennart Blumenthal, Philipp Schandog, Cecile Schuster, Zoe Kaiser, Luisa Festera, Amelie Schmidt und Katharina Steegmans debattierten in der Junior League. In der Senior League waren es Anton Lang, Barbara Krumpholz, Charlotte Koch, Felix Wagenitz, Leo Köpp, Jan-Louis Wiedmann, Meret Höffer, Malicka Essers, Lara Biedermann, Katharina Kuberka, Josefina Leisle , Sophie Müllenbach, Kathrin Kühl, Emilia Forck und Arthur Schunke.

Die Senior League wurde von unserem Senior Team bestehend aus Anton Lang, Barbara Krumpholz, Charlotte Koch, Felix Wagenitz, Leo Köpp und Jan-Louis Wiedmann gewonnen. Damit setzt sich die Serie unserer Debattierer fort und dieses Team ist seit vier Jahren nunmehr ungeschlagen. Auf Platz 2 und 3 in der Senior League landete das Hans Carossa Gymnasium und das Leibniz Gymnasium. Barbara Krumpholz wurde „Best Speaker“ von der Senior League. Sie ist auch in Stuttgart bei der Debating Society Germany in die Auswahl für das Deutschland Team für die World´s Championships gekommen und wird noch diesen Monat als einzige Berlin-Brandenburgerin uns im Deutschlandteam vertreten.

In der Junior League siegten drei Schüler des Lessing Gymnasiums, Platz 2 konnte das Gabriele-von-Bülow Gymnasium erreichen und Platz 3 das Leibniz-Gymnasium. Jasper Firnhaber (Klasse 6) wurde in einer Debatte sogar als „Best Speaker“ gewählt.

Die Klasse 6c sorgte neben den Debatten für ein üppiges Kuchenbuffet und reichlich Getränke, die gerne in der Sonne oder im Schatten der Bäume auf unserem Hof verzehrt wurden. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die mit aufgebaut haben, die Organisation unterstützt haben und bis zum Ende standhaft durchgehalten haben!!!

M.Brehm (2.Juli 2016)

Auch in diesem Jahr sind 12 Teams aus der Mittelstufe von Jahrgangsstufe 6-10 in der internen Debating League unserer Schule dabei.  Wir treffen uns immer mittwochs um 7.30 Uhr und debattieren unterschiedliche Themen. In drei Vorrunden werden die acht besten Teams ermittelt. In den sich daran anschließenden Ausscheidungsrunden wird dann der Gesamtsieger der Mittelstufe ermittelt.
Ich freue mich auf spannende Debatten. Wer Lust hat, vorbeizuschauen, kann das gerne tun.
M.Brehm (November, 2015)

DEBATING 2015

DEBATING - erster Platz, best speakers und  dritter Platz

Beim diesjährigen Sommerwettbewerb der Berlin-Brandenburger Schulen hat das Junior Team bestehend aus Charlotte Koch, Barbara Krumpholz, Chiara Festera und Moritz Arndt wieder den ersten Platz im Berlin-Brandenburg-Wettbewerb gewonnen. Seit nunmehr zwölf Debatten ist das Junior Team ungeschlagen, ein riesiger Erfolg!

Herzlichen Glückwunsch!

Charlotte Koch wurde zudem zum „best speaker“ gekürt und Barbara Krumpholz folgte ihr gleich auf dem zweiten Platz! Congratulations!!!

Das Senior Team bestehend aus Leo Köpp, Annette Krumpholz, Corvin Ziegeler und Luisa Krawczyk gewann den 3.Platz dieses Mal.

Herzlichen Glückwunsch auch Euch!

Melanie Brehm, 23.06.2015