Französische Jugendliche zu Gast im Leistungskurs

Am 2. Mai empfing der Leistungskurs Französisch des 11. Jahrgangs 31 Schülerinnen und Schüler vom Lycée de l'Edit in Roussillon. Bereits im Vorfeld hatten sich die Jugendlichen per Mail und in sozialen Netzwerken ausgetauscht. Die persönlichen Gespräche im Rahmen von Kommunikationsspielen und Diskussionen über französische und deutsche Stereotype waren dabei nicht nur ein tolles Training für die Sprechkompetenz. Sie haben zudem gezeigt, wie viel Spaß der Kontakt mit gleichaltrigen Jugendlichen aus dem Nachbarland macht. Für das kommende Jahr ist ein dritter Besuch der Schule aus der Nähe von Lyon angedacht.

L. Ihsen, A. Suckow 

Besuch des France Mobil am Europäischen Gymnasium Bertha-von-Suttner

Auch in diesem Jahr, wie schon in den vorhergegangen Jahren, kam das France Mobil unter der Leitung des Lektoren Francois Henri am 26. Januar in unsere Schule um den siebten Klassen (Lateinklassen), die französische Sprache näher zu bringen.

Mit seiner engagierten, freundlichen und motivierenden Art gelang es ihm, den Schülern einen ersten Eindruck in die französische Sprache, in die Kultur und Gesellschaft Frankreichs zu vermitteln, die Schüler mitzunehmen und zu begeistern.

So „tauten“ die am Anfang noch ein wenig zurückhaltenden Kinder bei Sprachspielen, französischen RAP-Einlagen und Videoclips nach und nach richtig auf und am Ende der Stunde waren alle in der Lage, sich auf Französisch vorzustellen.

Bei der Abschlussrunde zeigte sich dann auch, dass Monsieur Henri „ja doch Deutsch“ sprechen konnte - für die Schüler eine zu der Zeit überraschende Erkenntnis.

Insgesamt haben die Kinder ein sehr positives Feedback zu den motivierenden Sprachspielen gegeben und sind danach gerne und ein wenig bereichert wieder zurück in ihren Unterricht gegangen.

Wir freuen uns schon auf einen erneuten Besuch des France Mobil im kommenden Jahr!

 Nicola Kiss

Interdisziplinärer Workshop zum Thema "Berliner Mauer" mit dem "Lycée de l´Edit" aus dem Roussillon

Lyon-Berlin; Ein etwas anderer Austausch

Am 16. März 2016 besuchten uns einige Lyoner Schüler des Lycée de l'Édit Roussillon France, um sich gemeinsam mit dem Französisch LK, sowie einigen Schülern aus Kunst- und PW-Kursen des 11. Jahrgangs näher mit der Berliner Historie zu befassen. Leider war dies kein gewohnter Austausch, der sich auf Gastfamilien und Gegenbesuche stützte, sondern lediglich auf ein Treffen in unserer Schule.

Zunächst zeigten uns zwei Schülerinnen des Kunst Grundkurses von Frau Beck ihre Semesterarbeiten in Form von Kurzfilmen, die sich mit dem Thema Mauer in völlig unterschiedlicher Art auseinandersetzten. In Kleingruppen stellten wir den Lyonern unsere Rechercheergebnisse zu Dieter Wohlfahrt, einem ehemaligen Schüler unserer Schule, der als Fluchthelfer sein Leben auf grausame Weise verlor, vor.

Trotz des anfänglich recht sensiblen Themas war die Stimmung sehr angenehm und das Eis schnell gebrochen.

Mit der Zeit begannen wir uns über typisch deutsch-französische Klischees zu unterhalten, sowie über das Kunstprojekt unserer französischen Gäste, an dem sie im Rahmen des Austauschs zum Thema Berlin, arbeiteten. Der betreuende Künstler war ebenfalls anwesend und zeigte uns im Anschluss einige Fotos seines Ateliers und den bisher erstellten Kunstwerken. Zum Abschied luden die Lyoner uns zu einem weiteren Treffen ein, um mit ihnen gemeinsam die Ergebnisse ihres Kunstprojekts anzusehen.

Diesmal waren es die Franzosen, die uns mit Buffet und Programm begrüßten und im Anschluss die Grundidee ihrer Werke und deren Entstehungsprozess vorstellten.

Insgesamt hat uns dieses Treffen, auch, wenn die Zeit ein wenig zu kurz war, sehr gut gefallen und uns die Chance gegeben neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen.

C. Bretthauer und E. Lorenz aus dem LL Französisch, 11. Jahrgang

Vive l’amitié franco-allemande

In der vergangenen Woche feierte der Fachbereich Französisch des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner zum dritten Mal den deutsch-französischen Tag, der an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrags am 22. Januar  1963 erinnert.

Bereits am 21. Januar hatten die 10. Klassen Besuch von Frau Mortier, einer Referentin des Institut français. Sie stellte den Schülern das DELF-Diplom für die Niveaus B1 und B2 vor und sprach über die Bedeutung des Diploms für Studium und Beruf.

Am Mittwoch, dem 22. Januar, besuchten Frau Link und Herr Vanier die Klasse 10f, um darüber zu berichten, welchen Einfluss das Beherrschen der französischen, bzw. der deutschen Sprache auf ihren beruflichen Werdegang hatten. Dabei wurden der Klasse nicht nur interessante Lebenswege der beiden Alumni des Deutsch-Französischen Zukunftsdialogs auf charmante Art und Weise präsentiert, sondern auch die deutsch-französischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler  einbezogen. Zudem gab es konkrete Tipps für die Berührung mit französischer Kultur in Berlin und zur Unterstützung der eigenen Karriereplanung.

Für das leibliche Wohl sorgten die Französischschüler der Klassen 8d und 8e und der Grundkurs  von Frau Söhlke, die in der Eingangshalle so leckere französische Spezialitäten wie Quiche, Gâteau au chocolat und Gaufres verkauften.

In der 5. und 6. Stunde wurde es dann sehr eng  in der Mediothek, denn mehrere Lerngruppen präsentierten Sketche und Lieder, die sie im Französischunterricht eingeübt hatten. Die Moderation der Veranstaltung  übernahm sehr versiert Nora Börding, Schülerin des Leistungskurses-Französisch 12. Klasse.

Schülerinnen und Schüler der 10f präsentierten „L’élève Hamlet“ nach einer Vorlage von Prévert, die Schüler der Lerngruppe 9d/e beschäftigten sich in dem Stück „La télé“ mit einer typischen Zapper-Familie, wie sie wohl nicht nur in Frankreich zu finden ist. Dabei wurde die Klasse tatkräftig von einigen Schülern aus der 10a unterstützt, die soufflierten, die Technik übernahmen und für erkrankte Darsteller einsprangen.  

Loriot stand Pate für den Sketch „C’est bon“ der Klasse 8f. Da der Hauptdarsteller kurzfristig abhanden gekommen war, sprang Herr Saathoff, der Französischlehrer, ein und mimte den genervten Restaurantbesucher so authentisch, dass sogar das Geschirr zu Bruch ging.

Der Leistungskurs Klasse 12 brachte eine überzeugende und sehr gut verständliche Version des Märchens „Aschenputtel“ zur Darbietung, an der sich auch die Jüngeren unter den Zuhörern erfreuen konnten.

Daneben gab es noch zwei musikalische Beiträge: die Klassen 8a und 8c sangen das Lied „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Les choristes“ und die Klasse 9c hatte „Je veux“ von Zaz vorbereitet.

Die Big Band unter Leitung von Frau Kühn sorgte mit den Liedern „Mas que nada“ (zwar nicht französisch, aber wenigstens romanisch) und „Santiano“ für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Den Abschluss bildete das Volkslied „Ce n’est qu’un au revoir“, das die anwesenden Schüler unter Begleitung der Big Band sangen.

Am Abend trafen sich die Schüler der Oberstufe und interessierte Eltern und Kollegen noch einmal für die Lesung mit Pascale Hugues, die aus ihrem neuen Buch „Ruhige Straße in guter Wohnlage: Die Geschichte meiner Nachbarn“ las (gesonderter Bericht).

Ich bedanke mich bei Frau Kühn und der Big Band für die musikalische Unterstützung, bei den Kolleginnen und Kollegen Frau Bode, Frau Drews, Frau Kalcklösch, Frau Söhlke, Frau Suckow, Herrn Ihsen und Herrn Saathoff für die Vorbereitung der durchweg gelungenen Beiträge und Aktionen, bei Frau Kalcklösch dafür, dass sie die Veranstaltung in der Mediothek so reibungslos organisiert hat, und bei Herrn Saathoff, durch dessen Bemühungen die Lesung mit Frau Hugues zustande kam.

E. Imkeller (Fachleitung)

Soirée francais!

Buridan

2013 war die Bertha Veranstaltungsort für die Abnahne der Delf-Zertifikate.
Als Dank dafür schenkte das Institut Francais dem Französischfachbereich Freikarten für ein französisches Konzert.
Wir, eine Hand voll Schüler aus den Leistungskursen Französisch, wurden am 12.12. dann von der Sängerin Buridan und dem Duo Askehoug in ihre Welt entführt.
Buridan, eine etwas verpeilt wirkende Frau, verkörperte eine typische französische Chansonistin. Sie hauchte ins Mikro und spielte dazu leise Gitarre, sodass man sich manchmal in Gedanken um ihre poethischen Texte verlor und erst beim nächsten Applaus wider in die Realität zurückkerhte.
Und dann kam Askehoug.
Er wirkte mit seinem Schnurrbart und den auffälligen Brusthaaren wie ein realitätsferner Musiker aus einer anderen Zeit. Dann wurde über die Bühne gesprungen, Askehoug und sein Drummer wechselten im Lied die Instrumente. Selbstironisch und charmant rissen sie das Publikum in dem kleinen Club mit. Jeder schien glücklich, als sie von Berlin am Meer sangen, weil sie angeblich gar nicht gewusst hätten, dass Berlin ja gar nicht am Meer liegt.
Dann war es irgendwann vorbei.
Und wie in Trance purzelten wir wider hinein ins echte Leben.
Danke an das Institut Francais für diesen wunderschönen Abend!

Marie S. und Lisa H. (12. Jahrgang)

50 Jahre Elysée-Vertrag

22. Januar 2013 - 50 Jahre Elysée-Vertrag - 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft

„Sie alle beglückwünsche ich! Ich beglückwünsche Sie zunächst, jung zu sein. Man braucht ja nur die Flamme in Ihren Augen zu beobachten, die Kraft Ihrer Kundgebungen zu hören, bei einem jeden von Ihnen die persönliche Leidenschaftlichkeit und in Ihrer Gruppe den gemeinsamen Aufschwung mitzuerleben, um überzeugt zu sein, dass diese Begeisterung Sie zu den Meistern des Lebens und der Zukunft auserkoren hat.“ (Charles de Gaulle, Rede vom 9. September 1962 in Ludwigsburg)

Mit diesen Worten begann de Gaulle 1962 in Ludwigsburg seine Rede vor 20 000 jungen Deutschen. 17 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gilt dieser Auftritt als ein historisches Ereignis auf dem Weg zu den Elysée-Verträgen, die am 22. Januar 1963 von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterschrieben wurden und schließlich die deutsch-französische Zusammenarbeit und Freundschaft besiegelten. Die Verträge gelten damit auch als Grundlage für das folgende Zusammenwachsen eines friedlichen Europas.

An der Europäischen Schule Bertha-von-Suttner wollen wir im Januar 2013 das 50jährige Jubiläum der Verträge feiern. In Zusammenarbeit der Fachbereiche Französisch und Geschichte werden unterschiedliche Aktivitäten historischer und kultureller Ausrichtung geplant. Neben entsprechender Gestaltung der Schule (Informationen zur deutsch-französischen Geschichte und zum ehemaligen französischen Sektor Reinickendorf) werden am 22. Januar von Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs französische Speisen angeboten werden. Auch an die langjährige Tradition des Frankreichaustauschs soll erinnert werden (Fotos: Austausch mit dem Lycée Jules Ferry 2010, Kursfahrt nach Paris 2012).

Einige Klassen des 8. und des 10. Jahrgangs werden das Alliiertenmuseum in der Clayallee besuchen, andere an dem deutsch-französischen Entdeckungstag (organisiert vom Deutsch-Französischen Jugendwerk) teilnehmen. Alumni des Deutsch-Französischen Zukunftsdialogs werden in einer Klasse ihre Erfahrungen im Kontext der deutsch-französischen Beziehungen teilen und stehen auch für Fragen zur Karriereplanung zur Verfügung. Zudem werden Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in den Genuss eines Theaterstücks über das Leben der Edith Piaf kommen.

Wir freuen uns zudem, sowohl das Francemobil zum Kennenlernen französischer Kultur begrüßen zu dürfen als auch einen Zeitzeugen, der am 9. September 1962 den Worten Charles de Gaulles vor Ort gelauscht hat und dessen Lebensweg so in Richtung Europa gelenkt wurde.

In sieben Wochen ist es soweit!

Herr Ihsen