Schüleraustausch mit dem Lycée Camille Claudel in Palaiseau November 2014-Mai 2015

Der Gegenbesuch der Franzosen vom 5. bis 12. Mai 2015

Nachdem nun fast ein halbes Jahr vergangen ist, haben uns die französischen Austauschschüler endlich einen Gegenbesuch abgestattet. Nach so einem langen Zeitraum war es im ersten Moment schon etwas komisch, ihnen wieder zu begegnen. Aber man gewöhnte sich schnell daran.

Gleich am Tag nach ihrer Ankunft frühstückten wir mit ihnen gemeinsam. Am Nachmittag machten wir eine einstündige Bootsfahrt auf der Spree. Besonders schön war es natürlich, dass auch das Wetter mitspielte, denn so konnten die Franzosen gleich am Anfang der Woche einen guten Eindruck vom sonnigen Berlin bekommen.

Nachmittags waren wir häufig mit anderen Austauschpaaren unterwegs und haben ihnen die Stadt gezeigt, denn das kam im Programm der Franzosen leider weniger vor. Stattdessen lag der Schwerpunkt auf der jüngeren Geschichte Berlins. Trotz vergeblicher Versuche der Eltern Französisch zu sprechen, gestaltete sich der Alltag in den einzelnen Familien sehr angenehm. Schließlich waren die französischen Schüler hier, um ihr Deutsch zu verbessern. Mit der Verständigung gab es aber keine Probleme, denn sie beherrschten die Sprache sehr gut. Die gemeinsame Zeit verging wie im Flug, denn wie jeden Tag brachten wir sie zur Schule oder zu einem festgelegten Treffpunkt und trafen unsere Austauschschüler nachmittags nach ihren Aktivitäten wieder, um die verbliebene Zeit des Tages mit ihnen zu verbringen.

Das Wochenende konnten wir überwiegend selbst gestalten. Einige haben sich deutsche Filme angesehen, andere waren in Berlin unterwegs oder haben Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Schloss Sanssouci, besichtigt. Der Samstag endete mit einer entspannten Party im Fuchsbau.

Zwar war die Woche anstrengend, doch trotzdem haben wir die Zeit mit den Franzosen sehr genossen und waren wirklich traurig, als ihr Aufenthalt zu Ende war. Beim Abschied flossen sogar ein paar Tränen.


Von Kim und Cécile, 9c

Eine Woche mit meinem Corres, Ludwig XIV, Obelix und Edith Piaf...

Französisches Flair herrschte von Anfang an: Mit Air France flogen 25 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen Mitte Oktober nach Paris, um am Austausch 2012/2013 mit dem Lycée Camille Claudel teilzunehmen.

Wie es um das Flair an einem französischen Lycée bestellt ist, davon konnten sich die Bertha-Schüler gleich am Tag nach der Ankunft ein Bild machen. Nach dem Petit déjeuner de bienvenue

wurde in gemischten Gruppen ein deutsch-französisches Personenraten gespielt: Es wurde viel gelacht und - das Wichtigste - man kam sich näher. Nach dem gemeinsamen Déjeuner in der Kantine mussten die französischen Schüler die Schulbank drücken, während sich die deutschen zu einer Erkundungstour nach Montmartre aufmachten. Auf den Stufen vor dem Sacré-Coeur wurde das erste Kurzreferat gehalten, in den nächsten Tagen sollten weitere folgen, in denen ein Schüler Wissenswertes über die jeweilige Sehenswürdigkeit vermittelte.

Am Mittwoch ging es in das Musée d'Orsay, dem ehemaligen Bahnhof, in dem die berühmtesten Impressionisten zu Hause sind. Unserem Guide mit spanischem Migrationshintergrund gelang es, am Beispiel einiger Gemälde eine Vorstellung davon zu vermitteln, was das Besondere an impressionistischer Malerei ist. 

Als wir dann das Museum verließen gab es von fliegenden Händlern eine eindrucksvolle Vokabeleinführung: "Parapluie!! Parapluie!!", schallte es von allen Seiten. Leider war ein solcher auch dringend notwendig, wollte man nicht völlig durchnässt werden. Der ursprünglich vorgesehene Spaziergang durch das Marais-Viertel wurde in Anbetracht des Starkregens dann in das unterirdische Forum des Halles verlagert.

Schließlich konnten wir dann doch noch trockenen Fußes zur Ile de la Cité spazieren, um die Kathedrale, die durch den buckligen Glöckner weltberühmt wurde, zu besichtigen.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Versailles, wo wir zunächst in den Gartenanlagen spazieren gingen, bevor es dann in das eigentliche Schloss ging. Bis vor das Bett des Sonnenkönigs sind wir vorgedrungen und in der Schlosskapelle waren wir die einzigen Touristen. Im Anschluss ging es königlich weiter, denn wir schauten uns im Kino Asterix und Obelix im Dienste seiner - wohlgemerkt englischen - Majestät an.

Am Freitag ging es auf den Friedhof Père-Lachaise, wo illustre Franzosen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Auf dem verwunschenen Gottesacker war es oftmals gar nicht so einfach, die Grabstätten zu finden, aber die von Edith Piaf, Oscar Wilde oder Jean de Lafontaine haben wir gefunden. Auch hier wurden wieder fachkundige Referate über das Leben der Verblichenen gehalten.

Nach dem Ausflug in das Reich des Thanatos ging es zum Grand-Palais, wo eine Ausstellung des amerikanischen Malers Edward Hopper die Massen anzog. Wir hatten Glück und konnten an der langen Warteschlange vorbeiziehen. Nach so viel Kultur stand dann Konsum auf dem Programm: Wir bummelten die Champs-Elysées entlang und trafen uns dann am Arc de Triomphe, dessen Besteigung den Tag abrundete. Auch wenn der Aufstieg für die eh schon strapazierten Füße und Beine mühsam war, wurde die Mühe mit einem beeindruckenden Panoramablick über die Stadt belohnt.

Der Ausklang des offiziellen Programms fand dann in der Schule statt, die sich für diesen Abend in eine deutsch-französische Diskothek verwandelte.

Das Wochenende haben die Teilnehmer dann in ihren Gastfamilien verbracht; Bootstouren auf der Seine waren dabei ein beliebter Programmpunkt. Am nächsten Tag hieß es dann schon wieder Au revoir, was aber kein Grund zur Traurigkeit ist, denn im Frühjahr gibt es ein Wiedersehen mit den französischen Schülern in Berlin .

(O. Saathoff)

87 days ...

lautete die Antwort, als die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Kanada-Austausch auf dem Flughafen von Toronto von den Einwanderungsbeamten gefragt wurden, wie lange sie in Kanada bleiben werden. Am 20. August waren sie bereits am frühen Mörgen auf dem Flughafen Tegel von ihren Eltern verabschiedet worden. Auch viele Freunde waren gekommen, und es fiel so manche Abschiedsträne. Vor den Schülerinnen und Schülern liegen drei spannende Monate, in denen sie sich in einer anderen Umgebung selbstständig zurechtfinden müssen, dafür aber viele neue Erfahrungen, spannende Erlebnisse, neue Freundschaften und nicht zuletzt viel besseres Englisch mitbringen werden. Die Kanadier werden zum Gegenbesuch im Februar 2011 erwartet. Vor dem Abflug in Berlin Das Austauschprogramm läuft seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit der Bettina-von-Arnim-Schule und einer kanadischen Partnerorganisation. Für den nächsten Durchgang im August 2011 können sich Schülerinnen und Schüler der jetzigen 9. Klassen ab Dezember bewerben. Informationen gibt es über die jeweiligen Englisch-Lehrkräfte. Die gesamte Reisegruppe Ein herzliches Dankeschön an Herrn Gerke für die Fotos.

M. Kaunat

Deutsch-französischer Schüleraustausch mit dem Lycée Jules Ferry in Paris

Zum sechsten Mal (!) findet in diesem Jahr der Schüleraustausch zwischen unserer Schule und der Pariser Partnerschule, dem „Lycée Jules Ferry“ Montmartre-Viertel, statt. Auf unserer Seite nehmen insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen teil, auf französischer Seite ebensoviele aus der Troisième und Première. Der Austausch begann mit unserer Reise nach Paris in der letzten Septemberwoche, mit lebendigen deutsch-französischen Begegnungen und für die meisten neuen Eindrücken aus der „Stadt der Liebe“ und ihren vielfältigen, faszinierenden Sehenswürdigkeiten. Eine interessierte, nette Schülergruppe machte es den begleitenden Lehrern, Frau Drews und Herrn Ihsen, leicht, den Teilnehmern Land, Stadt und vor allem die Sprache näher zu bringen. Eiffeltürme und Käse in jeder Form, aber auch ein paar bisher unbekannte Vokabeln und vor allem neue Motivation für das Fach haben die Schülerinnen und Schüler in ihrem Reisegepäck mitgebracht.

Lycée Jules Ferry

Das war natürlich auch unseren Gastgebern zu verdanken, die uns den schon traditionell herzlichen Empfang bescherten und alles taten, damit wir uns wohlfühlten. Herzlich sei ihnen, den Schülern, den Eltern, der Schulleitung, den engagierten Lehrern, allen voran der Organisatorin Frau Haase, dafür gedankt, dass wir uns „chez Jules“ immer wie „bei Bertha“, sprich ein Stück zu Hause, fühlen ! Beim Gegenbesuch im Mai 2011 werden wir uns bemühen, dieses Gefühl zurückzugeben und freuen uns jetzt schon auf das Wiedersehen! A.Drews

China-Austausch

Der seit 1995 bestehende Schüleraustausch zwischen der Bertha-von-Suttner-Schule und der 5.Mittelschule in Peking wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Vom 1.bis zum 12.November besuchten 9 Schülerinnen und 6 Schüler, begleitet von Frau Kloss-Dietrich und Herrn Schwarz, die chinesische Hauptstadt und ihre Partnerschule, die ganz zentral im Dongcheng District gelegen ist, zwischen alten Hutongs und neuen Hochhausvierteln, nur wenige U-Bahn-Stationen vom Tian’anmen-Platz und der Verbotenen Stadt entfernt. Wie in den vergangenen Jahren hatten unsere chinesischen Freunde auch diesmal ein sehr interessantes und vielseitiges Besuchsprogramm zusammengestellt, das uns die unterschiedlichsten Aspekte der chinesischen Kultur, des Lebens in der Schule und in den Familien und die traditionellen und die modernen Seiten von Beijing entdecken ließ. Höhepunkte waren sicherlich die Teilnahme am Ritual des Flaggenappells in der Schule, der Besuch der Verbotenen Stadt, der dreitägige Ausflug zur ca. 300 Kilometer südwestlich von Peking gelegenen Stadt Pingyao in der Provinz Shanxi, seit 1999 Weltkulturerbe und seit dem 14.Jahrhundert in ihrem mittelalterlichen Charakter vollständig erhalten, der Gang über die Große Chinesische Mauer und der Abschlussabend mit seinen Reden, musikalischen Darbietungen der Schüler und Tischen, die die Fülle der dargebotenen unterschiedlichen Gerichte der chinesischen Küche kaum zu tragen vermochten. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der chinesischen Familien erleichterten unseren Schülern das Eintauchen in diese zunächst fremde Welt und Kultur und ließen am Schluss bei nicht wenigen Gefühle des Bedauerns entstehen, so bald wieder nach Berlin zurückkehren zu müssen. Es ist deshalb besonders schade, dass in diesem Jahr wegen der Überschneidung der Ferientermine und v.a. wegen der im Olympia-Jahr enorm gestiegenen Flugpreise kein Gegenbesuch von chinesischer Seite erfolgt. Für 2009 sind dagegen die Termine für Besuch und Gegenbesuch bereits vereinbart. Eine große Erleichterung ist die Tatsache, dass es mit Hainan-Airlines seit September diesen Jahres eine Fluglinie gibt, die eine Direktverbindung Berlin(Tegel) - Peking anbietet, sodass sich die Flugzeiten (achteinhalb Stunden Hinflug, zehn Stunden Rückflug) deutlich verkürzt haben. Es folgen Fotos und detaillierte Berichte der Schüler zu den einzelnen Tagen und zu verschiedenen Themen des chinesischen Lebens. K.G. Schwarz, Berlin, den 16.11.2008