50 Kilometer Marsch des 11. Jahrgangs!

In der Zeit vom Mittag des 18. bis in die Nacht des 19. Dezembers 2021 starteten 20 freiwillige Teilnehmer des 11. Jahrgangs der Bertha ohne Übung einen eigens organisierten und geplanten 50 Kilometer Marsch mit der Zeitvorgabe von 12 Stunden!

Um 11:00h mittags des Samstags, den 18.12.2021, trafen wir uns am S-Bahnhof Schönholz in der Nähe der Schule, um unsere Marschroute zu starten.

Das erste Ziel war der S-Bahnhof Mühlenbeck-Mönchmühle in Brandenburg nach ca. 12km. Wir marschierten durch die Stadt, Kleingartenanlagen, Felder und auf einem Teil des Berliner Mauerwegs im Norden. Zwischendurch schlugen wir uns durch Dornenbüsche im Unterholz und hatten natürlich auch motivierende Musik eingeschaltet! Wir haben es geschafft, ein durchschnittliches Marschtempo von etwa 5,5 km/h zu halten.

Angekommen in Mühlenbeck genehmigten wir uns eine 15 minütige Snackpause und liefen um 13:57h weiter in Richtung des zweiten Stopps: der S-Bahnhof Lehnitz in Oranienburg.

Diese Etappe des Marsches war wohl eine der spannendsten, da wir über viele Kilometer auf langen Wanderwegen durch die Wälder des Mühlenbecker Landes marschierten und die Dämmerung einbrach. Ohne Bedenken bezüglich möglicher Gefahren nachts in Wäldern, von denen Eltern gerne erzählen, zogen wir mit Taschenlampen und Musik gnadenlos weiter! Erstaunlich war hierbei, dass nach ca. 25km Fußmarsch die Marschgeschwindigkeit noch einmal angezogen wurde. Mittlerweile begannen wir den Marsch in den Beinen zu spüren und waren dann erschrocken, als die Marschroute mitten im Dunkeln plötzlich am Zaun eines mehrere hundert Meter breiten Industriegebietes endete, der sogar mit Stacheldraht gesichert war. Nach einigen Überlegungen schlugen wird uns am Zaun des Gebietes entlang und fanden eine Straße, die uns weiter nach Oranienburg brachte.

Nach 35 kilometern erreichten wir gegen 19:00h den S-Bahnhof Lehnitz, den zweiten Stopp des Marsches, und stolzierten mit 21 Wanderern in voller Ausrüstung plus Wanderstöckern in einen mittelgroßen Italiener und versetzten die ruhig essenden Familien dort in dementsprechendes "Staunen" :) Die Bedienung im Restaurant war großartig und einige von uns haben es tatsächlich geschafft, zwei ganze Hauptspeisen zu essen! Fast jeder von uns wollte eine Pizza essen, jedoch meinte uns ein Mitarbeiter des Restaurants, dass nur vier Pizzen gleichzeitig in seinen Ofen passen und wir deshalb lange warten müssten. Wir sorgten an diesem Abend also auf alle Fälle für den Umsatz dieser Gaststätte.

Nach ca. 3 Stunden im Italiener trennte sich die Eliteeinheit und neun verbleibende Märschler machten sich auf den Weg die 15 verbleibenden Kilometer zu bewältigen. Mit schmerzenden Beinen und Füßen kamen wir dennoch zügig voran. Wir erreichten die S-Bahn Station Birkenwerder um 00:30h und standen vor einem planungstechnischen Problem: Um die 50km zu erreichen, mussten wir auf alle Fälle bis Bergfelde laufen, andererseits würden wir es aber nicht mehr schaffen, den letzten Zug aus Bergfelde um 00:47 zu nehmen, um noch nach Hause zu kommen. Wir haben uns dafür entschieden, dass wir auf jeden Fall die 50 Kilometer laufen wollen und die Heimwegsplanung vorerst ignorieren.

Wir liefen also weiter und haben uns dann entschlossen, den Marsch zu verlängern und noch drei weitere Kilometer bis zum S-Bahnhof Hohen-Neuendorf zu marschieren, da von dort um diese Zeit noch die S1 Richtung Berlin gefahren ist. 

1,2 Kilometer vor dem S-Bahnhof Hohen-Neuendorf brach die Straße ganz plötzlich 20 Minuten vor dem Ziel ab, da die Brücke über einigen Bahngleisen, die wir überqueren mussten, im Rahmen einer Baustelle niedergerissen wurde und wir somit vor einem 30 Meter langen und 5-10 Meter tiefen eingezäunten Loch standen. Dieses Hindernis kostete uns dann einen Umweg von 30 Minuten, bis wir endlich wohlverdient den Bahnsteig in Hohen-Neuendorf um etwa 02:00h erreichten, um nach Hause zu fahren.

Da wir die Zeit des Restaurantbesuches von der Marschzeit abgezogen haben, haben wir unsere Mission tatsächlich erfüllt und sind 50 Kilometer innerhalb von 12 Stunden gelaufen! Da wir teilweise die Schritte gezählt haben, sind wir hier bei einer Größenordnung von 90.000 Schritten gelandet. Insgesamt waren wir aber mit Heimreise und Anreise etwa 16 Stunden gemeinsam unterwegs!

Der Marsch war für uns alle ein großartiges, spannendes und vor allem lustiges Erlebnis und in einer Sache sind wir uns sicher: nicht viele können von sich behaupten, 50 Kilometer in 12 Stunden nachts durch einen Wald marschiert zu sein. Wir machen uns bereits Gedanken für das nächste Event!

Maximilian Brömme (11), 19.12.2021

 


Erwähnen möchte ich hier sehr gerne noch einmal alle Beteiligten aus dem 11. Jahrgang:

Alina, Cara, Benedikt, Levon, Kseniia, Constanin, Henri, Jan, Ekin, Emil, Mervan, Freyja, Maya, Marie, Attila, Vincent, Alma, Gina, Jana, Max Brö.