Stephan Knösel – ein alter unfreundlicher Schnösel?

Die Lesung in der Aula des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner zum Buch „Echte Cowboys“ verrät mehr

„Warum heißt dieser Roman eigentlich „Echte Cowboys“?“, war eine Frage, die viele Leute aus dem Publikum interessierte. Stephan Knösel antwortete daraufhin überraschend offen, dass die Wahl des Titels viel Zeit in Anspruch genommen habe. Er erzählte, dass es Probleme mit dem Verlag gegeben hätte, aufgrund der damaligen Überlegung den Jugendroman „Echte Cowboys rauchen ohne Filter“ zu nennen, da es ein Zitat aus dem Buch sei. Der Verlag bewilligte das jedoch nicht, da es nicht akzeptabel sei, ein Jugendbuch mit einem Hinweis auf das Rauchen zu verkaufen. Doch Stephan blieb stur. Er wollte das Buch unbedingt „Echte Cowboys“ nennen und wie man sieht, hat sich seine Hartnäckigkeit bewährt.   

Die ersten 45 Minuten hat der Autor damit verbracht, seinen ersten Roman vorzustellen und einzelne Textpassagen des Romans zu präsentieren beziehungsweise vorzulesen. Es ist ihm gut gelungen, die Spannung während des Vorlesens aufrecht zu erhalten und Interesse zu wecken, denn das Publikum lauschte aufmerksam und neugierig dem betonten und ruhigen Vortrag des Autors. Bevor er weitere Textpassagen vorlas, erklärte er, was vor der Passage geschah und führte zur nächsten Textstelle hin.

Nachdem Stephan Knösel die Leseprobe beendet hatte, gab er seinen Zuhörern die Gelegenheit Fragen zu dem Roman oder beispielsweise zu dem Leben als Autor zu stellen. Das ließ das Publikum sich nicht zweimal sagen. Einige Schüler und Schülerinnen nutzten die Gelegenheit, um in Erfahrung zu bringen, ob er nur von dem Gehalt als Autor leben könne. Dies verneinte er mit der Begründung, dass ca. nur ein ¼ seines Einkommens das Gehalt als Autor ausmache.  Eine weitere Frage eines Schülers war: „Sind sie mit dem Cover zufrieden?“. Daraufhin gab er eine sehr ausführliche und umfangreiche Antwort, in der der Autor erklärte, dass es ein weiterer Schock für ihn gewesen sei, doch dass er dagegen nichts tun könne, da der Verlag den Titel schon akzeptierte, doch bei dem Cover nicht mit sich verhandeln ließ. Die Zuhörer waren während der Fragerunde positiv überrascht von dem jugendlichen Sprachgebrauch  Stephan Knösels. Er gab auch viele Ding, die mit seinem privaten Leben zu tun haben, preis, wie zum Beispiel, dass er zwei Söhne hat. Seinem älteren Sohn widmete er den Roman „Echte Cowboys“, da es dort viel um Freundschaft geht und Freundschaft das wichtigste als Jugendlicher für Stephan Knösel war, da er kein gutes Verhältnis zu seinem Vater hatte. „Ich möchte meinem Sohn ein besserer Vater sein, als meiner es mir war“, erwähnte er dazu.     

Der 46-Jährige war allerdings nicht nur offen für Lob, sondern auch für Kritik. Er nahm die Tatsache, dass einige Schüler etwas Kleines an seinem Roman auszusetzten hatten, sehr lässig. Der Autor erklärte allerdings auch, warum er manche Sachen und Situation so gewählt hat, und nicht anders. Stephan Knösel ist ein sympathischer, lässiger und jung gebliebener Autor, der nur zu empfehlen ist, genauso wie sein allererster Roman „Echte Cowboys“.

Stella Schaade (8e)                                                                                                                                                                             

Zwei Lesungen mit dem Münchner Autor Stephan Knösel am 19.1.2016, in der Aula

Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klassen haben am 19. Januar Gelegenheit, den Schriftsteller Stephan Knösel und zwei seiner Romane kennen zu lernen. Um 10 Uhr liest er aus ECHTE COWBOYS, zwei Stunden später aus JACKPOT. Beide Werke bestechen durch ein rasantes Erzähltempo und überraschende Wendungen.
Wie immer sind Gäste herzlich willkommen.

ECHTE COWBOYS
Erwachsene kannst du vergessen! Das hat Cosmo schon früh gelernt: Sein Vater ist verschwunden, die Mutter säuft – und jetzt wollen ihn die Bullen auch noch ins Heim stecken. Aber da haben sie sich den Falschen ausgesucht! Cosmo haut ab. Auf seiner Flucht trifft er auf Nathalie und Tom. Die beiden sind auch allein. Zusammen entfliehen sie der Wirklichkeit für kurze Zeit, um noch härter von ihr eingeholt zu werden - von drei Feunden bleiben nur zwei zurück!


JACKPOT - Wer träumt, verliert
Den Brüdern Chris und Phil steht das Wasser bis zum Hals. Da beobachtet Chris, wie ein Auto gegen einen Baum kracht. Im Kofferraum: ein geheimnisvolles Mädchen und eine Tasche voller Geld! Dumm nur, dass Chris und Phil nicht die einzigen sind, die scharf darauf sind. Ein paar Vorortschläger haben Wind vom Geld bekommen und auch die Polizei will mitreden. Doch sie alle sind nichts gegen den Mann, der das Auto fuhr. Er hat nichts mehr zu verlieren und würde töten für den Jackpot …

Ein Abend mit Holly-Jane Rahlens

... und wie SchülerInnen der Klasse 6a, die hier stellvertretend zitiert werden, ihn erlebt haben.

Mir hat gefallen, dass sie (die Autorin) es so spannend gemacht hat. Ich finde, es war eine schöner entspannender Abend. (Felix)

Mir hat die Lesung sehr gut gefallen. Mir hat besonders gefallen, dass sie gut betont und Spannung aufgebaut hat, so dass sie das Buch interessant gemacht hat und ich es gerne lesen würde. (Mathilda)

Mir hat es bei der Autorenlesung gut gefallen. Es war lustig, spannend, aber in der Aula war es zu warm. Ich würde mir wünschen, dass es ein wenig früher losgeht. Sie (die Autorin) war sehr lustig, ich habe mich erst ein wenig über den Akzent gewundert. (Alma)

Mir hätte es besser gefallen, wenn es nicht so ein Gedrängel beim Singnieren der Bücher gegeben hätte. (Julian)

Ich fand die Lesung richtig gut, sie war einfach toll. Man hat richtig die Spannung gespürt und wenn man das Buch gekauft hat, kann man ja auch weiterlesen. (Felix)

Mir hat es super gefallen, denn ich fand das Buch sehr spannend und sie hat es auch sehr gut vorgelesen. Ich fand auch gut, dass sie alle unsere Fragen beantwortet hat. (Zara)

Holly-Jane Rahlens lässt die Blätter rauschen - Autorenlesung am 12. November, 18 Uhr, Aula

Bereits zum dritten Mal ist die Autorin Holly-Jane Rahlens im Rahmen der Lesereihe bei uns zu Gast. Dieses Mal liest sie für die SchülerInnen der 5. und 6. Klassen, deren Freunde, Eltern und allen, die Interesse daran haben, sich in magische Bücherwelten entführen zu lassen. Seid dabei am Donnerstag, dem 12. 11., um 18 Uhr in der Aula. Das Buch kann vor Ort gekauft und signiert werden lassen.

 

Zum Buch:

Ein Abend in der Buchhandlung und nichts bleibt, wie es war. — Als Colin eines Abends vor der Tür steht, dauert es eine Weile, bis er versteht, dass er gegen seinen Willen in die Vergangenheit gereist ist - ins 21. Jahrhundert! Aber warum? Die vier Kinder, auf die Colin in der Buchhandlung trifft, und er müssen bald feststellen, dass sie alle Figuren eines Komplotts sind, in dem es um nicht weniger geht als um ihr Leben – und unser aller Zukunft!

Auftakt zur 7. Autorenlesereihe am 29.9.2015, 19 Uhr, in der Aula

© Joachim Gern; gernfoto@aol.com

Als erste Autorin unserer diesjährigen Lesereihe begrüßen wir Stefanie de Velasco, die ihren Roman TIGERMILCH vorstellen wird.  

Eingeladen zu dieser Veranstaltung sind alle Schüler ab der 10. Klasse, Eltern, Lehrer, Vereinsmitglieder, Literaturinteressierte.    

Zum Inhalt

Nini und Jameelah mischen ihre Schulmich mit billigem Cognac und Maracujasaft, schwanken zwischen dem kindlichen Wunsch nach Geborgenheit und  der Lust auf Grenzerfahrungen, gehen auf dem Strich, um für das "Projekt Entjungferung" zu üben. Dennoch ist ihre Pubertät keine Dauerparty. Denn mitten im schönsten Spiel sehen sich die Mädchen plötzlich in eine Tragödie verstrickt, deren Verlauf sie nicht beeinflussen können.  

Stefanie de Velasco, geboren 1978 in Oberhausen, studierte Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft. 2011 erhielt sie für den Anfang ihres Debütromans "Tigermilch" den Literaturpreis Prenzlauer Berg. In diesem Jahr war der Roman für den Jugendliteraturpreis nominiert. Derzeit ist die Autorin Stipendiatin der Dreh­buchwerkstatt München. Sie lebt und arbeitet in Berlin.