Peking-Ente statt Pausenbrot

Vokabeln lernen aus dem Lehrbuch? Die Chinesisch-AG entschied sich für die deutlich leckerere Variante und machte sich gemeinsam mit Frau Li und Frau Fritsch auf den Weg in ein Restaurant mit nordchinesischer Küche.

Schon die S-Bahn wurde kurzerhand zum mobilen Sprachkurs, bei dem das in der AG Erlernte wiederholt wurde. Statt über Hausaufgaben oder die nächste Klassenarbeit zu sprechen, wurden chinesische Redewendungen geübt und Bestellungen vorbereitet. Schließlich lautete die Mission des Tages: das Essen selbst auf Chinesisch bestellen.

Im Restaurant angekommen, wurde es spannend. Würde die Bestellung klappen? Sie klappte – und wenig später füllten sich der drehbare Rundtisch mit Peking-Ente, Jasmintee und vielen weiteren Spezialitäten der nordchinesischen Küche, von Kümmel-Lamm bis Wasserspinat.

Neben dem kulinarischen Teil gab es auch jede Menge Einblicke in die chinesische Kultur. Frau Li erklärte, dass man in China beim Essen ruhig hören darf, dass es schmeckt. Außerdem lernten die Schülerinnen, dass man anderen zuerst Tee einschenkt, bevor man sich selbst eingießt. Gemeinsames Essen bedeutet miteinander zu teilen und aufeinander zu achten, deswegen werden die Gerichte in die Mitte gestellt, damit sich jeder davon bedienen kann.

So wurde aus dem Restaurantbesuch viel mehr als nur ein gemeinsames Mittagessen. Die Chinesisch-AG konnte ihre Sprachkenntnisse in der Praxis anwenden, neue kulturelle Erfahrungen sammeln und feststellen, dass Lernen manchmal erstaunlich gut schmeckt.

Vielen herzlichen Dank an das Bildungsnetzwerk China, das dieses wundervolle Erlebnis gesponsert hat.

M. Li, L. Fritsch