Virtuelle Welten offline erkunden

Was macht das Virtuelle mit uns - und wir mit dem Virtuellen? Das sind einige der brennenden Fragen unserer Zeit, der wir im Ethik-Unterricht auf den Grund gehen. In der 8. Klasse tauchen wir dafür zunächst in die Abenteuerwelt von Ursula Poznanskis Thriller 'Erebos' ein.

Was passiert, wenn aus einem Computerspiel plötzlich gruselige Realität wird? Welche Gefahren verstecken sich tatsächlich hinter der faszinierenden Welt der Computerspiele - und welche Chancen? Dazu erarbeiten wir Sachtexte mittels Strukturlegetechnik, debattieren und diskutieren in einer Fishbowl-Talkshow und besuchen das Conputerspielemuseum. Es geht hierbei darum, virtuelle Welten mit ihren Risiken zu verstehen ohne zu verteufeln und ihr Potential zur Selbstverwirklichung und sinnvollem Austausch mit anderen zu nutzen. Vieles in unserem Leben findet bereits online statt, im Ethik-Unterricht reflektieren wir diese Entwicklung offline.

Ideen, wie wir unsere virtuellen Welten sinnvoll gestalten können, werden in einem abschließenden Computerspielwettbewerb verwirklicht, wie zum Beispiel das folgende Beispiel 'Green City', das von vier 8-Klässlerinnen ausgedacht und gestaltet wurde.

  Willkommen zu Greencity, dem Ökospiel des Jahrtausends. In diesem Computerspiel geht es darum, eine sehr unökologische Stadt ökologisch zu machen. Und zwar in drei verschiedenen Aspekten:

1. Energiegewinnung: Kohlekraftwerke durch Solaranlagen ersetzen.

2. Verkehrsmittel: Autos abschaffen oder gegen Elektroautos eintauschen und mehr öffentliche Verkehrsmittel einsetzen.

3. Nachhaltigkkeit: Kaffee-to-go-Becher mitbringen etc.

Am Beginn des Spiels besitzt man nur einen kleinen Teil der Stadt, aber wenn man alles maximal verbessert hat, werden neue Viertel freigeschaltet. Im Shop kann man viele verschiedene Dinge kaufen. Dazu braucht man aber Greenys. Das ist die Währung in unserem Spiel. Man kann sie u.a. mit Hilfe von Quests verdienen, dir einem immer am Rand angezeigt werden. Bei einer Quest muss man zum Beispiel bestimmte Leute in der Stadt finden, die von Nachhaltigkeit nicht so viel halten und sie dann in ein Gespräch verwickeln, in dem man sie davon überzeugt.

Außerdem gibt es noch Minispiele in Form von Quizzes. Man bekommt einen Infotext, hat kurz Zeit ihn sich durchzulesen und muss dann Fragen dazu beantworten. Als Belohnung dafür bekommt man Greenys und andere nützliche Dinge, wie beispielsweise Windräder.

Ein Großteil der Werbeeinnahmen und der Erlös der In-App Käufe wird an Greenpeace und andere wohltätige Organisationen gespendet, damit unser Spiel auch in der Realität etwas bewirken kann.