Unsere NOT-to-do-list:

·         „Die Austreibung des Anderen” lesen

Was dem Känguru an dem Buch von Byung-Chul Han gefällt, sind die behandelten Themen:

Gesellschaftskritik, Überkommunikation, Digitalisierung.

Die zentrale These des Autors lautet „Die Zeit, in der es den Anderen gab, ist vorbei.“

Doch schwimmen wir alle in einer einförmigen Masse des Gleichen? Byung-Chul Han kritisiert die Vertreibung des Anderen durch das Gleiche und den Neoliberalismus unserer heutigen Zeit, durch welchen es zu Überkommunikation und Überkonsum kommt. Im Zuge der Digitalisierung und ständigen Erreichbarkeit führt diese Überkommunikation zu digitaler Abstandslosigkeit. „Ohne Gegen fällt man hart auf sich selbst“, was sich in Depressionen und Burn-out äußert.

Die These, die seinem Werk zugrunde liegt, ist interessant und relevant für unsere Gesellschaft.

Die Gründe, warum das Buch auf unserer Not-to-do-list gelandet ist, sind zum Einen die gestelzte Sprache – viel zu viele Neologismen und eigenwillige Komposita. Zum Anderen widerspricht er seiner eigenen These mit dem gleichförmigen Aufbau seines Buches, da er die gleiche These immer weiter ausführt. Auch zeichnet er ein pessimistisches Schreckensbild der Gesellschaft ab, ohne Lösungsansätze vorzuschlagen.

Wir ergreifen lieber Partei für das Känguru und planen unseren nächsten Anti-Terroranschlag: Gegen den Terror der Gleichheit!

Eine Rezension des Grundkurses Philosophie