„Terror“ und Philosophie im DT – Theaterbesuch der Philosophie GK

Ist man schuldig, wenn man die Tötung von 164 Menschen für die Rettung 70.000 weiterer in Kauf nimmt? Dieser Frage gingen die Philosophie-Grundkurse von Fr. Schuster und Fr. Li am 25.9.2016 im Deutschen Theater bei der interaktiven Inszenierung des Stücks „Terror“ von Ferdinand von Schirac und der anschließenden Diskussion mit Finanzminister Schäuble nach.

 

Beeindruckend, wie sehr ein Stück mit nur so wenigen Personen und kaum Requisiten in so kurzer Zeit das gesamte Publikum in Bann ziehen kann.  Zu sehen war die Geschichte des Lars Koch, der als Pilot eines Kampfjets eine schwerwiegende Entscheidung trifft: Er schießt das von einem Terroristen entführten Passagierflugzeug ab, um dadurch seinen Absturz in ein mit 70.000 Menschen vollbesetztes Stadion zu verhindern. Im Stück wurde nun der Gerichtsprozess dargestellt – doch anders als sonst, bildete das Publikum das Gericht. Nachdem alle Argumente und Widersprüche von der Anklage und Verteidigung soweit wie möglich geklärt wurden, sollten die Zuschauer nämlich das Urteil fällen – Unschuldig oder Schuldig?

Unsere Grundkurse entschieden sich zu einem Großteil für 'unschuldig', und so auch der Rest des Publikums (deutschlandweite Ergebnisse findet man hier: terror.kiepenheuer-medien.de/). Lars Koch wurde freigesprochen. Allgemein waren am Ende alle sehr begeistert von dem Stück, es fesselte einen und durch die eingespielten Animationen bekam alles eine sehr moderne und aktuelle Atmosphäre. In unseren Kursen hat es jedenfalls zu interessanten Debatten geführt und so können wir dieses Stück nur empfehlen.

 

Diana Pugachova (Philosophie GK Fr. Li)