Dokumentarfilm-Projekt Zwangsarbeit

Bericht zur AG-Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten in Europa

Nachdem unsere AG mehrere Module zum Thema Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten in Europa intensiv bearbeitet hat, tat sich für uns ein umfangereiches Zusatzprojekt zum Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus auf. Das Projekt wurde uns von der Jugendbildungsstätte ver.di Berlin-Konradshöhe e.V. angeboten und von dem Teamer Thomas durchgehend betreut. Er stand uns mit Rat und Tat zur Seite. Wir verfolgten gemeinsam das Ziel, einen Dokumentarfilm zum Thema Zwangsarbeit in Reinickendorf zu drehen.

Vor den Winterferien erarbeiteten wir uns zunächst in einem dreitägigen Seminar Literatur, Biographien und Hintergrundwissen zum Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Für die Grundlagen besuchten wir auch das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin Schöneweide, wo wir neben der Quellenarbeit auch die dort noch erhaltenen Baracken erkunden konnten.

Unser Schwerpunkt galt der Zwangsarbeit in Reinickendorf und anhand von unterschiedlichstem Quellenmaterial gelang es uns, einen tiefen Einblick in den wissenschaftlichen Hintergrund zu erlangen. So rekonstruierten wir zum Beispiel die Standorte der Zwangsarbeiterlager in Reinickendorf und welche Firmen Zwangsarbeiter beschäftigten. Eine kleinschrittige und langwierige Recherchearbeit war hierfür notwendig. Erst im Anschluss war es uns möglich, erste Filmideen zu entwickeln und Filmmaterial zu sammeln. Wir entwickelten Fragen an Passanten zum Thema Zwangsarbeit und nahmen Interviews auf.

Nach den Ferien fand ein dreitägiges Anschlussseminar in der Bildungsstätte in Konradshöhe statt. Hier verfügten wir frei über das Equipment zum Filmen, Schneiden und Bearbeiten unseres Films.Wir entwickelten ein Filmkonzept, übernahmen unterschiedliche Aufgaben  und drehten an verschiedenen Orten in Reinickendorf zum Thema Zwangsarbeit. Anschließend sortierten wir das Filmmaterial, schnitten es und unterlegten den Film mit Kommentar und Musik.

So entstand unser 20minütige Dokumentarfilm zum Thema Zwangsarbeit in Reinickendorf.

Es war ein intensives Projekt, das uns Geduld, Durchhaltevermögen und Kreativität kostete. Und es hat sich gelohnt: Neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema und damit auch der Geschichte Reinickendorfs, haben wir uns in der Medienkompetenz geübt, mit neuen Computerprogrammen gearbeitet und ein eigenes Produkt geschaffen.

Am Dienstag, den 16. April 2013 werden einige SchülerInnen den fertigen Film dem Kollegium des Fachbereichs Geschichte präsentieren.

Wir danken allen AG-TeilnehmerInnen für Ihr Engagement!

Herr Ihsen und Frau Kelp