Juniorwahl zum Europäischen Parlament 2014

 

Bereits zum dritten Mal nach 2004 und 2009 haben wir in der vergangenen Woche vom 21.5. bis 23.5.  Schülerwahlen zum Europäischen Parlament durchgeführt. Teilnehmen konnten dieses Mal die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 – 11.

Ziel des seit 2004 bestehenden Projekts „Juniorwahl“ ist es, eine simulierte Wahl durchzuführen und dadurch das Interesse Jugendlicher am demokratischen Geschehen und der Teilhabe daran zu fördern. Die aktive Beteiligung kann so geübt und Politik erlebbar gemacht werden.

Im Vorfeld setzten sich die Klassen daher im Rahmen des Geschichts- bzw. Sozialkunde-unterrichts  mit Wahlgrundsätzen , Wahlsystemen, der Zusammensetzung und Rolle des Europäischen Parlaments sowie den Parteien und ihren Programmen auseinander.  Am Ende ihres Meinungsbildungsprozesses trafen die Schülerinnen und Schüler, die sich beteiligten,  beim Online-Wahlakt  dann eine selbständige politische Entscheidung.  Das Ergebnis ist hier im Anschluss zu sehen.

Da es sich um ein bundesweites  Projekt handelt, das auf den Zeitraum 14 Tage vor der realen Wahl festgelegt ist, gab es am 12.5. auch eine Auftaktveranstaltung, die in diesem Jahr an unserer Schule stattfand. Dabei wurde den Wahlhelfern der Schule eine symbolische Wahlbenachrichtigung  aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend überreicht (Bericht s.u.).

 

Marion Gerber, 25.5.14      

Auftaktveranstaltung zur Juniorwahl 2014 zum Europäischen Parlament

„Hallo, ich heiße Bettina Bundszus und bin seit drei Stunden Abteilungsleiterin im Bereich Kinder und Jugend im Familienministerium“ So in etwa stellte sich unser Gast vor.

Das klang verheißungsvoll und weckte die Neugier der Schüler.

Am Montag, dem 12. Mai, stellten sich  Frau Bundszus und Herr Thoma vom Bundesministerium sowie Herr Wolff (Mitinitiator der Juniorwahl) in einer Diskussion zum Thema EU den Fragen interessierter Schüler.

Anlass zu der Veranstaltung waren die Juniorwahlen 2014. Die Juniorwahlen, wie uns Herr Thoma zu Beginn erklärte, sind ein Projekt zur politischen Bildung, welches parallel zu Europawahlen, Bundestagswahlen und Landtagswahlen durchgeführt wird. Es ermöglicht den Schülern, Politik praktisch zu erleben, sich eine eigene Meinung zu bilden und auf das künftige Wahlsystem vorbereitet zu werden. Bekanntermaßen war bereits Bundesjugendministerin Manuela Schwesig am 31. März im Rahmen des achten EU-Projekttages an unserer Schule, führte ein Gespräch über die Europäische Union und war dabei besonders davon beeindruckt,  „wie fit die jungen Leute hier […]  in vielen EU- Themen sind“.

Dies zeigte sich erneut am Montag. Durch die sehr spezifischen Fragen kam die Diskussion schnell ins Rollen. Gefragt wurde unter anderem, ob ein Deutscher weitere Staatsbürgerschaften haben könne oder woran es läge, dass die Wahlberechtigung innerhalb der EU so unterschiedlich sei.

Frau Bundszus war kurzfristig für die Parlamentarische Staatssekretärin, Frau Marks,  eingesprungen, die die Ministerin an anderer Stelle vertreten musste. Da Frau Bundszus   aber  aufgrund ihrer unmittelbar zuvor erfolgten Amtsübernahme noch nicht ausreichende Informationen in Bezug auf die in der gesamten EU geltenden Regeln hatte, um auf etwaige spezielle  Fragen eingehen zu können, hatte sie zu ihrer Unterstützung Herrn Thoma  mitgebracht.

Er  wusste auf jede Frage stets eine mehr oder weniger konkrete Antwort. Häufiger bestanden seine Antworten aber auch aus einer Gegenfrage oder die deutliche Antwort war in der großen Menge an Informationen kaum noch zu erkennen.

Im Anschluss an die Diskussion fand das symbolische Wählen der Schüler statt. Die richtige Juniorwahl findet jedoch erst vom 21. -  23. Mai an unserer Schule statt, im Anschluss daran erfolgt dann die Europawahl am 25. Mai in der Bundesrepublik.

 

Als symbolischen Startschuss der bundesweiten Juniorwahl überreichte uns Frau Bundszus zum Ende hin noch  eine große Wahlbenachrichtigung, in der als Name das Europäische Gymnasium Bertha-von-Suttner eingetragen war.  Nach einigen Gruppenbildern für die Presse verabschiedeten wir dann die drei Referenten.

Man kann zweifellos sagen, dass die Veranstaltung sehr informativ war; dazu trugen vor allem auch die Schüler bei, deren gut durchdachte Fragen Bundesbeamte und Politiker zum Nachdenken anregten.

 

Judith Franz, Sophie Schmeißer, 10 b

Ergebnisse der Juniorwahl 2014 für das Europäische Parlament Europäisches Gymnasium Bertha-von-Suttner

Anzahl der Wahlberechtigten

505

Anzahl der abgegebenen Stimmen

434

davon ungültige Stimme(n)

21

Wahlbeteiligung

85,94%

 

Partei

Stimmen absolut

Stimmen prozentual

GRÜNE

88

20,3

SPD

86

19,8

CDU

63

14,5

DIE LINKE

37

8,5

Die PARTEI

31

7,1

PIRATEN

23

5,3

Tierschutzpartei

23

5,3

AfD

21

4,8

NPD

10

2,3

FDP

9

2,1

Sonstige

22

5,1

ungültig

21

4,8