Unsere AG Gedenkkultur zu Gast bei der offiziellen Reinickendorfer Gedenkveranstaltung zum 9. November

„Es ist notwendig zu erinnern, um die Zukunft zu gestalten.“ Dies ist ein Zitat aus der Rede von Dorothea Bähr und Neele Chill, die bei der Gedenkveranstaltung zum 9. November über die Notwendigkeit des Erinnerns und Gedenkens sprachen.

"Im stillen Gedenken am Denkmal am Rathaus Reinickendorf: Schülerinnen unserer Schule in Anwesenheit der offiziellen Repräsentanten des Bezirks Reinickendorf."

Auch in diesem Jahr lud uns der Arbeitskreis für politische Bildung ein, an der Gedenkveranstaltung zum 9. November am Rathaus Reinickendorf teilzunehmen. Neben den Reden des Bezirksbürgermeisters Frank Balzer und einem Vertreter der Tschechischen Republik sowie der musikalischen Unterstützung der Gustav-Freytag-Schule wurde uns die Ehre zuteil, eine Rede zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, speziell des zerstörten Dorfes Lidices, zu halten. Diese Aufgabe übernahmen Dorothea und Neele, die in diesem Jahr an unserer seit über zehn Jahren traditionellen Gedenkfahrt nach Prag bzw. Lidice teilgenommen hatten. So konnten sie intensiv und eindeutig von den Verbrechen der Nationalsozialisten berichten und uns gleichermaßen an ihren Erfahrungen und Begegnungen in Lidice teilhaben lassen

"Dorothea Bähr (links) und Nele Chill (Mitte) sprechen zu den Anwesenden über die Herausforderungen an ein Gedenken heute; beide sprechen auf Einladung des Reinickendorfer Bezirksbürgermeisters Frank Balzer (rechts)."
"Höhepunkt des jährlichen Gedenkens: Rote Rosen werden am Rosenbeet als Andenken für die Opfer des tschechischen Ortes Lidice niedergelegt."

Zum Höhepunkt der Gedenkveranstaltung versammelten wir uns am Rosenbeet, welches von den Schülerinnen und Schülern des Bertha-von-Suttner Gymnasiums gepflegt wird, legten dort unsere Rosen ab und gedachten gemeinsam in Stille der Opfer. Auch im nächsten Jahr möchten wir an den Gedenkveranstaltungen in Lidice und am Rathaus Reinickendorf teilnehmen, denn wie es schon Dorothea und Neele formuliert haben: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Opfer von damals zu namenlosen Opfern der Geschichte werden, die uns nichts mehr angehen. […]Es ist notwendig, sich zu erinnern[…].“