Hommage an Christo und Jeanne Claude

 

In der Zeit vom 29.10.2012 bis zum 9.11.2012 befanden sich einige Dinge im Schulhaus nicht in ihrem gewöhnlichen Zustand, sondern waren eingewickelt und verschnürt. Was soll denn das? – Werden sich viele gefragt haben und der ein oder andere hat sich vermutlich auch darüber geärgert, dass Geländer oder Waschbecken ihrer Funktion beraubt wurden und nun ausschließlich der belustigten, verärgerten oder überraschten Betrachtung dienten.

Nicht mehr und nicht weniger war das Ziel der Verhüllungsaktion der Kunst-AG „anders Zeichnen“. Kunst wird wirksam, wo sie gewohnte Wahrnehmung irritiert und routinierte Verhaltensweisen stört. So wenden wir uns dem zu, was schon längst nicht mehr unsere Aufmerksamkeit erreicht, halten einen Augenblick inne im Alltagstrott und schauen wieder einmal bewusst auf unsere Umgebung.

Unsere Aktion bezog sich auf das Werk des Künstlerpaars Christo und Jeanne Claude, dessen verhüllte Gebäude und Landschaften im Übrigen auch als wunderschöne Zeichnungen im Raum betrachtet werden können.

„Die Menschen lernen das Sehen, weil sie nichts sehen […].

Sie blicken auf die fremde Außenhaut und diese Verfremdung schärft ihren Sinn.“

Christo, 1993

 

Fr. Kosanke