Avant-Garderobe für den Herren

Mit wenigen Ausnahmen hat sich für den Mann eine schlicht gestaltete H-Silhouette in Beruf und Freizeit durchgesetzt: die Betonungen der Schulter sind dezent, Taille und Beine werden locker umspielt, auch wenn die Hosen schmaler geschnitten sein können. Dem Mann bleibt die Vielfalt der Silhouetten der Damenmode, z.B. die A-Silhouetten der Empire-Linie oder voluminöse O-Silhouetten, vorenthalten

Das war nicht immer so. Vom Mittelalter bis zum Rokoko scheuten sich die adligen Männer nicht, körperbetonende Akzente mit ihrer Kleidung zu setzen. So zeigt Kaiser Karl V. auf dem Porträt von Jakob Seisenegger aus dem Jahre 1532 eine maskulin wirkende Y-Silhouette: seine Schultern werden von opulenten Puffärmeln betont, seine schmale Taille ziert ein filigran gestalteter Gürtel, die Kontur seiner Beine wird durch die eng anliegenden Strümpfe unterstrichen.

Die Aufgabe der SchülerInnen der 10c bestand darin, die Männer vom vorherrschenden Modediktat mit Hilfe von Form- und Materialexperimenten zu befreien und im Rahmen eines Projektes avantgardistische Kleidung für den Herren zu entwerfen und zu realisieren.

A. Helker

Gruppe Danara, Johanna, Leon, Elisa

Gruppe Minh, Lorenz, Paula, Luca

Gruppe Dilem, Richard, Katja, Leon B.

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