Gestaltung eines Messestandes für die „WASsERLEBEN 2017“ – Ein Nawi-Sprachen-Kunstprojekt

Die Schüler*innen des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums erhielten die große Herausforderung gemeinsam mit Schüler*innen von anderen Berliner und Brandenburger Schulen einen Messestand des Vereins WaBoLu (Wasser-, Boden-, Lufthygiene e.V.), für die Infoschau WASsERLEBEN (28.03 – 31.3.2017) in den Berliner Messehallen unter dem Funkturm zu gestalten. Im Mittelpunkt stand das Thema „Wasser hat viele Gesichter“, bei dem es darum ging, sich mit verschiedenen Ansätzen zur nachhaltigen Nutzung von Wasser auseinanderzusetzen. An dem Projekt nahmen verschiedene Klassen der Jahrgänge 6–9 sowie Schüler*innen der Oberstufe teil.

„Wasser als Motiv künstlerischen Ausdrucks“

Im Kunstunterricht wurde zunächst recherchiert, gezeichnet, gemalt sowie mit Materialien und Formen experimentiert, bis eine Vielfalt an Modellen und Ideen entstand, die die Grundlage für die konkrete Umsetzung des Messestands bildeten. Als zentrales und verbindendes Element des Standes wurden Wassertropfen in großer Formenvielfalt ausgewählt. Sie hingen von der Decke, wurden an der Wand angeheftet oder an Drahtfäden als Vorhang befestigt. Ein besonderer Hingucker an der Wand bildete ein überdimensionaler Wasserhahn mit einer bemalten Collage aus Tropfen, bei der die verschiedenen „Gesichter“ des Wassers zum Ausdruck kamen.

„Wasser als globale Angelegenheit“

Trat man näher an die hängenden Wassertropfen heran, so entdeckte man eine Vielzahl an Statements, die die Schüler*innen in unterschiedlichen Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch, Türkisch, Arabisch, etc.) zum Wasserthema verfassten. Inhaltlich wurde damit nicht nur die Bedeutung des Wassers hervorgehoben, sondern durch die verschiedenen Sprachen verdeutlicht, dass eine sparsame und sorgsame Nutzung des Wassers eine globale Angelegenheit ist, für die jeder Einzelne eintreten sollte. Auch die Besucher der Messe brachten ihre persönliche „Wasserbotschaft“ zum Ausdruck und hefteten sie an, was den Stand zu einem kreativen Mitmachort machte.

„Wasser als naturwissenschaftlicher Forschungsgegenstand“

Die Plakatwand des Standes stellte die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Wasser heraus. Im Wahlpflicht-Nawi-Kurs beschäftigten sich die Schüler*innen hierfür mit den Mikroverunreinigungen des Berliner Wassers. Um Methoden der Reinigung und Aufbereitung des Trinkwassers kennenzulernen, unternahmen sie eine Exkursion zur Oberflächen-Wasseraufbereitungsanlage in Tegel.

„Umsetzung eines Messestandes – Ein Gesamtwerk verschiedener Schulen“ 

Das Projekt bot den Schüler*innen die Möglichkeit, sowohl ästhetische und sprachliche als auch naturwissenschaftliche Fertigkeiten anzuwenden und auszubauen. Die Bearbeitung eines authentischen Problemfeldes und die Anfertigung von gestalterischen und inhaltlichen Beiträgen bildeten hierbei besondere Motivationsfaktoren. Durch den fächerverbindenden, offenen Ansatz des Projekts erhielten Schüler*innen verschiedener Klassen und Schulen die Möglichkeit, ihre Ergebnisse zu einem Gesamtwerk zusammenzuführen und in der Öffentlichkeit auszustellen.

Das Highlight für einige Schüler*innen war sicherlich der eigentliche Aufbau des Standes in der Messehalle, der für sie ein neuartiger und kreativer außerschulischer Erfahrungsraum darstellte. An einem Projekttag wurde alles aufgebaut und zusammengestellt. Dabei wurden auch die Arbeitsergebnisse der fünf anderen beteiligten Schulen einbezogen. Heraus kam ein Stand, der die Vielfalt und Bedeutung des Wassers wunderbar zum Ausdruck brachte.

Text: Fr. Beck