Biologie-LK im Primatenzentrum in Leipzig

Am 36.März 2014, besuchten die Schüler und Schülerinnen des Leistungskurses Biologie mit Frau Fahning das Primatenzentrum im Zoo Leipzig. Primaten (zu denen auch der Mensch gehört) und ihre Evolution sind T hema des 4. Semesters und wir hatten uns damit bereits in den vergangenen 14 Tagen intensiv beschäftigt.

Bereits früh am Morgen ging es mit der Bahn vom Bahnhof Gesundbrunnen los. Nach 1 ½ stündiger Bahn- und anschließender Straßenbahnfahrt waren wir pünktlich um 10.00 Uhr am Zooeingang, wo wir bereits von Herrn Grossmann, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Wolfgang-Köhler-Primaten-Zentrums erwartet wurden. Nach seinem ausgesprochen informativen und kurzweiligen Einführungsvortrag zur  „Sozialen Kognition“ bei Menschenaffen  wurden wir von einer jungen Doktorandin durch die Menschenaffenanlage „Pongoland“ des Zoos geführt. Das Wolfgang-Köhler-Primaten-Forschungszentrum ist ein Projekt des Max-Planck-Institutes. Untersucht werden hier vor allem  das Verhalten und die Wahrnehmungsfähigkeit von Menschenaffen sowie deren frühkindliche Entwicklung. Wissenschaftler und Studenten der Universität Leipzig und anderer Universitäten weltweit führen ihre Forschungsprojekte im Köhler-Zentrum mit der Unterstützung des dortigen Personals durch. Die Forschungseinrichtung ist in den Zoo Leipzig (Pongoland) integriert. Dieser hat eine lange Tradition in der Haltung von Menschenaffen. In einer riesigen, natürlich gestalteten und bepflanzten Anlage - die z.B. auch künstlich beregnet wird - eben Sippen mit bis zu 20 Tieren aller vier großen Menschenaffenarten (Gorilla, Orang-Utan, Schimpanse und Bonobo). Zusätzlich zu den normalen Fütterungen werden Früchte in den Gehegen versteckt, um ein natürliches Futtersuchverhalten zu fördern. Außerdem werden verschiedene Arten der Beschäftigung angeboten. Neben vielfältigen Klettermöglichkeiten, gibt es in den Gehegen Futterboxen, aus denen sich die Menschenaffen das Futter mit Hilfe von Stöcken heraus angeln müssen.

Wir waren von der Gestaltung der Anlage und dem hautnah zu beobachteten Familienleben der Affen mit zahlreichen Jungtieren („süüüüüß!!!“) absolut begeistert. Alle Fragen wurden ausführlich und anschaulich beantwortet und wir hatten sogar Gelegenheit einen Blick hinter die Kulissen auf die konkrete Durchführung einer wissenschaftlichen Studie an Schimpansen zu werfen (um dabei festzustellen, dass auch die tierischen „Schüler“ nicht immer Lust haben, sich aktiv am „Unterricht“ zu beteiligen…). Nach rund 3 Stunden verließen wir schließlich das Primatenzentrum, um uns noch weiter im Zoo umzu-sehen. Eine weitere Besonderheit des Zoos Leipzig ist nämlich das Gondwanaland, eine riesige Tropenhalle, die man auf kreuz und quer und zum Teil sogar zwischen den Baumwipfeln verlaufenden Wegen durchwandern kann. Unterwegs begegneten uns neben frei herum kletternden Äffchen ein in eine von der Deckel baumelnde Kiste „hinein gefaltetes“ Faultier, frei fliegende tropische Vögel und im Wasser düm-pelnde Gaviale. Wir waren erneut begeistert!In den verbleibenden  Nachmittagsstunden hatten alle Gelegenheit, auf eigene Faust die Stadt Leipzig zu erkunden.

Um 18.00 Uhr trafen wir uns dann zum gemeinsamen Abendessen wieder. Danach ging es mit der Bahn zurück nach Hause. Ein anstrengender, aber alles in Allem wirklich ausgesprochen lohnender und netter Tag lag hinter uns - zur Wiederholung in einem der nächsten Jahre unbedingt empfohlen!