Die REdUSE-Veranstaltung – ein Input zu einem nachhaltigeren Lebensstil

Reduce, Reuse und Recycle - davon hat man schon manches gehört. Aber was genau umfassen diese Begriffe und warum ist die Thematik so wichtig? Dazu wurde uns an diesem Tag eine Menge erklärt. Die 7., 8., und 9. Klassen sowie die Jahrgänge der Oberstufe unserer Schule hatten sich hierfür am 1.12.2017 verteilt auf drei nacheinander folgenden Input-Veranstaltungen in der Aula versammelt.   Das REdUSE-Team hatte für uns eine PowerPoint und einen kurzen Film vorbereitet, mit denen sie uns die Thematik bildlich näherbringen wollten. Und das gelang ihnen. Alle im Raum starrten auf die große Leinwand, auf die der Film und die Fakten projiziert wurden. Immer wieder hörte man einzelne Stimmen, die ein „Oh!“ oder ein „Das wusste ich gar nicht...“ murmelten. Auch mir selbst ging es so: Mir waren viele Probleme, die es auf unserem Planeten aktuell gibt, nicht richtig bewusst gewesen, welche einem deutlich vor Augen geführt wurden. Uns wurde u.a. erklärt, dass unser Lebensstandard sehr von nachwachsenden und nicht nachwachsenden Rohstoffen sowie vom Zugang zu sauberem Wasser und Energie abhängig ist. Doch viele Rohstoffe sind bei der steigenden Nachfrage heute schon überbenutzt. Auch werden diese nicht überall gerecht verteilt. Es ist also notwendig, dass wir unseren Lebensstil ändern!   Besonders im Fokus standen einerseits die nicht-nachwachsenden Rohstoffe wie Erze und Mineralien. Europas Industrie verbraucht enorme Mengen dieser und ist abhängig vom Abbau und der Belieferung aus anderen Ländern. Dort ist es aber meistens sehr schwierig, an solche Rohstoffe zu gelangen und viele Menschen müssen dafür sehr hart arbeiten, bekommen aber nur wenig Geld. Auch gibt es in manchen Ländern Kinderarbeit, weil diese klein genug sind, in Bergwerke zu klettern, um an solche Ressourcen zu kommen. Das ist sehr schlimm und ungerecht! Und alles nur dafür, dass ein neues Elektrogerät entsteht. Viele Jugendliche wissen nicht, was zum Beispiel hinter der Herstellung eines Handys steckt, was sie häufig einfach mal so ersetzen. Und wohin mit den alten Elektrogeräten? Wegschmeißen? Nein! Denn es gibt so viele andere Möglichkeiten, dieses wieder zu verwerten: Verschenken, zum Verkauf anbieten oder Einzelteile recyceln - eben Reduse, Reuse und Recycle. Dies sind alles gute Möglichkeiten, um die Materialien des Handys erneut zu nutzen. Die Überbenutzung von Rohstoffen betrifft andererseits auch nachwachsende Stoffe wie Papier und Baumwolle. Wir Jugendliche nutzen diese täglich. Es gibt zum Beispiel einen enormen Wasserverbrauch und Umweltbelastungen durch den Anbau von Baumwolle, aus denen eine große Menge an Kleidungsstücke hergestellt werden. Würde man hingegen Kleidung aus z.B. Biobaumwolle kaufen, gäbe es einen geringeren Wasserverbrauch und geringere Umweltauswirkungen.   In der zweistündigen Veranstaltung hat man sehr viel gelernt. Einem wurden die Augen geöffnet. Meiner Meinung nach sollte sich bald an der Einstellung von uns Menschen etwas Grundlegendes ändern. Denn mit diesem großen Verbrauch von wichtigen Ressourcen können wir sicher nicht mehr lange glücklich auf unserem Planeten leben. Also: Selbst eine Kleinigkeit wie z.B. weniger Neues Kaufen, Wiederverwertung von alten Dingen, Mülltrennung oder weniger Wasser- und Energieverbrauch würden schon helfen, ein wenig Positives zu bewirken. Und genau das hat meiner Meinung nach REdUSE vermittelt: Helft, wo ihr könnt, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.   Zara Vogt, 8a

REdUSE –Multivisionsveranstaltung am Freitag, den 01.12.2017

Der Ressourcenverbrauch unserer Industriegesellschaft ist enorm.Wie schaffen wir Europäer den Weg zur Nachhaltigkeit?

Hintergrund: Unser Wohlstand und unser Lebensstandard sind in höchstem Maße vonnachwachsenden und nicht nachwachsenden Ressourcen sowie vom Zugang zu sauberemWasser und Energie abhängig. Viele Ressourcen sind bei steigender Nachfrage aber heuteschon übernutzt – in Europa und weltweit. Neben der Problematik der Verfügbarkeit verschiedenerRessourcen gibt es viele ökologische und soziale Aspekte zu berücksichtigen.Damit Ressourcen gerechter verteilt werden und wir trotzdem weiterhin gut und glücklichauf unserem Planeten leben können, muss unser Lebensstil nachhaltiger werden. Die „Ressourcenfrage“ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. In einer Welt mit endlichenRessourcen müssen wir den Zusammenhang von Wohlstand, Wirtschaftswachstumund Ressourcenverbrauch entkoppeln.Im Fokus des Projekts „REdUSE“ stehen einerseits die nicht nachwachsenden Ressourcenwie Erze, Mineralien und Seltene Erden. Europas Industrie und seine moderne Informationsgesellschaftverbrauchen enorme Mengen an solchen nicht erneuerbaren Ressourcen undsind abhängig vom Abbau und der Belieferung von Ressourcen aus anderen Ländern. DieFrage, wie gerade hier nachhaltig und möglichst ohne Abhängigkeit gewirtschaftet werdenkann, ist von zentraler Bedeutung. Gerade Jugendliche nutzen modernste Informationstechnikund tauschen rasch die „alten“ durch neue Geräte aus. Sie sind als Nutzer auf eine zukunftsfähigeRohstoffpolitik und bessere Recyclingmöglichkeiten angewiesen. Aber auch beiVerpackungen können Jugendliche und Schulen ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit ausweiten.Die Rohstoffübernutzung betrifft andererseits auch nachwachsende Rohstoffe wie Papierund Baumwolle. Diese Rohstoffe werden von Jugendlichen alltäglich genutzt und werdenebenfalls im Projekt „REdUSE“ behandelt. So stellen wir den enormen Wasserverbrauchund die Umweltbelastungen durch den Anbau von Baumwolle dar und zeigen Alternativenwie die Nutzung von Biobaumwolle auf. Natürlich weisen wir auch darauf hin, dass einebessere Mülltrennung, zum Beispiel von Papier, eine wichtige Voraussetzung für Recycling ist.

REdUSE – der Film: Wichtige Inhalte müssen ansprechend vermittelt werden: Magische Bilder, ansprechende Texte, Sound und Bildeffekte in einer außergewöhnlichen Komposi-tion. Das aussagestarke Bild- und Filmmaterial wurde größtenteils im HD-Format erstellt und zu einem Gesamtwerk vereint – eine besondere Kinoqualität!• Begleitet wird die Mediapräsentation von Moderatoren und Experten, die jugendlichen Ansprüchen gerecht werden – Infotainment! Das Medienprojekt ermöglicht Jugendlichen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und Stellung zu beziehen. Sie werden motiviert, ihre Zukunft mitzugestalten.

An dieser Veranstaltungen nehmen an unserem Gymnasium die Klassen 7a-c, 8 a-f, 9 a-f sowie die Jahrgänge 11 und 12 teil.