Der Techno-Club

Bereits seit vielen Jahren arbeiten wir mit dem Techno-Club (TC) am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) der Technischen Universität Berlin zusammen. Der Techno-Club richtet sich an unsere Schülerinnen unserer 11. Klasse und eine Teilnahme ist unabhängig von der Leistungskurswahl möglich.

Im Techno-Club bekommen Schülerinnen die Chance, Universitätsluft zu schnuppern: Sie arbeiten in echten Unilaboren, führen Versuche durch und lernen, wissenschaftlich-kritisch zu denken. Ziel ist es, Interesse und Selbstvertrauen für natur- und technikwissenschaftliche Themen zu stärken, Studien- und Berufsperspektiven aufzuzeigen und die Teilnehmenden zu befähigen, bestehende Annahmen zu hinterfragen und eigenständige Entscheidungen zu treffen.

Organisatorisch bietet der Techno-Club viele praktischen Angebote an der TU Berlin. Studentinnen kommen zu Beginn der 11. Klasse in unsere Schule und führen während der Unterrichtszeit eine Einführungsveranstaltung durch. Danach können die Schülerinnen im ersten Halbjahr an der Einsteigerinnen-AG (E‑AG) teilnehmen und bei Interesse im zweiten Halbjahr in die Fortgeschrittenen-AG (F‑AG) wechseln. Die AGs finden nachmittags an der Universität statt und werden ebenfalls von Studierenden begleitet. Die Leistungen in der F-AG können in Form der Treffen, eines Forschungsexposés, kleiner Hausaufgaben und einer abschließenden Präsentation beurteilt werden und als Z-Kurs in das Abitur einfließen. Die F-AG ist eine hervorragende Vorbereitung für die 5. Prüfungskomponente im Abitur.

Wenn Du Interesse hast, Laboralltag zu erleben, technische und naturwissenschaftliche Fragestellungen praktisch anzugehen und mehr Orientierung für deine Studien- und Berufsplanung zu bekommen, melde Dich bei Herrn Brandt oder Frau Schnoor. Die beiden Lehrkräfte koordinieren die Anmeldungen, informieren über die nächsten Termine und betreuen den schulischen Teil der F-AG.

 

Hier ein Bericht einer Schülerin der E-AG aus dem Schuljahr 2025/26:

Ich (Nicola K., Schülerin des 11. Jahrgangs mit den Leistungskursen Biologie und Chemie) bin ebenso wie einige andere Schülerinnen des europäischen Gymnasiums Bertha-von-Sutter seit Anfang dieses Schuljahres Teil des Techno-Clubs. Dies ist ein Programm der Technischen Universität Berlin, um Mädchen mit Interessen im MINT-Bereich zu unterstützen und die Frauenquote in Studiengängen wie z. B. Chemie, Physik und Informatik zu erhöhen. Hierfür können Schülerinnen von vielen verschiedenen Berliner Schulen an Workshops und Experimenten teilnehmen und so einen Einblick ins Studentinnenleben und Studiengänge im MINT-Bereich erhalten.

Der erste Termin war hauptsächlich dazu da, uns einen Überblick über die kommenden Termine und das doch rechte große Universitätsgelände zu verschaffen. Hierfür gab es eine kleine Unirallye, durch die wir uns mit dem Gelände vertraut machen konnten. Dadurch hat man auf jeden Fall schon einmal einen netten kleinen Einblick ins Unileben erhalten.

Weitere Termine waren Workshops zum kritischen wissenschaftlichen Arbeiten, bei denen wir gelernt haben, wie verschiedene Sichtweisen, Fokusse und Ausgangslagen das Ergebnis des gleichen Experiments unterschiedlich ausfallen lassen können, sowie eine Exkursion in die technische Akustik der TU, die sich um Schallwellen und das Gehör gedreht hat.

Zusätzlich konnte man eines von fünf Schnupperprojekten wählen. Ich habe mich für das Projekt „Gurkenglas-Solarlampe“ entschieden, es gab aber auch Projekte zum Thema Röntgenstrahlen, Schallwellen, Programmieren und Nanophysik.

Bei meinem Projekt haben wir eine eigene kleine Solarlampe in ein altes Gurkenglas gebaut. Hierbei haben wir nicht nur theoretisches Wissen über Stromkreise, Schaltungen und LEDs erlernt, sondern durften auch selbst löten und den Stromkreis aufbauen.

Alle Termine, an denen ich bisher teilgenommen habe, haben mir viel Spaß gemacht und waren wirklich interessant. Auch die Betreuerinnen sind sehr nett und hilfsbereit. Man kann sie jederzeit alles über die Uni und ihren Studiengang fragen, was wirklich aufschlussreich ist. Insgesamt kann ich den Techno-Club also nur empfehlen und freue mich auf ein weiteres Semester voller naturwissenschaftlicher Erfahrungen.