Volleyballer gewinnen erneut den Landesentscheid bei „Jugend trainiert für Olympia“ - und vertreten Berlin beim Bundesfinale

Obwohl wir in der nächst höheren Altersklasse (WK II) antraten, konnten wir auch in diesem Jahr ohne Satzverlust die Qualifikation im Dezember bestreiten. 

Die Finalrunde in der Werner-Seelenbinder-Halle am 12. März 15 sollte uns hingegen nicht so einfach in den Schoß fallen. Wie bereits im letzten Jahr traf einen Tag vor dem Turnier eine Hiobsbotschaft ein: Zwei der acht Mannschaftsmitglieder sagten ab. Das bedeutete, im Spiel 6 gegen 6 keine Auswechselmöglichkeiten zu besitzen und als Betreuer nur durch eine einzige Auszeit helfen zu können, denn die verkürzten Sätze wurden nur bis 15 gespielt.

Das erste Spiel bescherte uns einen Gegner, der uns aus dem Qualifikationsturnier bekannt war. Doch unser Team fand gegen die Evangelische Schule Frohnau nicht zu seinem Spiel. War es Müdigkeit oder ein wenig Arroganz, weil wir den Gegner schon einmal besiegt hatten? Das Spiel ging mit 13-15 und 12-15 verloren und die Stimmung konnte nicht mehr tiefer sinken. So ein Start verhieß nichts Gutes...

Während des folgenden Schiedsrichtereinsatzes grübelte das Team vor sich hin, aber es holte sich aus dem Stimmungstief heraus – wir beschlossen, unsere Zuspielposition mit unserem längstem Mann Konrad zu besetzen, der sonst auf einer Angriffsposition spielt. Dies bedeutete, dass sich die Hauptlast des Angriffs nur noch auf zwei Angreifer, Moritz A. und Moritz E., verteilte. Wie bereits im letzten Jahr übernahm Malte im 4:2-System die andere Zuspiel-Position und zeigte eine gute Leistung, obwohl er ist kein Vereinsspieler ist. Felix, unser Zuspieler bei der Quali, stand somit vor der schweren Aufgabe, auf einer ungewohnten Position zu spielen. Ole komplettierte unser Team in diesem Jahr erstmals und hat sich erstaunlich schnell in die Taktik eingefunden.

Dem zweiten Gegner der Vorrunde traten wir nun mit höchster Konzentration entgegen. Das Team II des John-Lennon-Gymnasiums aus Mitte konnte in zwei Sätzen lediglich fünf Punkte gewinnen! Im letzten Vorrundenspiel spielten wir gegen das Sartre-Gymnasium aus Marzahn/Hellersdorf. Das Team war uns deutlich unterlegen. Beim Blick auf das Nachbarfeld keimte jedoch ein bestechender Gedanke auf. Die zeitgleich spielenden Frohnauer schickten sich nämlich an, gegen John-Lennon II zu verlieren – sodass die gewonnenen Sätze und Bälle möglicherweise über den Gruppensieg entscheiden würden. Also mühten wir uns, möglichst keinen überflüssigen Punkt gegen Sartre abzugeben.

Unser kämpferischer Einsatz zahlte sich aus: Bei gleichem Satzverhältnis aber besserem Punkteverhältnis, konnten wir die Frohnauer auf den zweiten Vorrundenplatz verweisen, sodass unser Halbfinalspiel gegen den Zweiten der anderen Gruppe angesetzt wurde.

Dieses Spiel gegen die Pankower Hagenbeck-Schule konnten wir mit 15:3 und 15:11 relativ deutlich für uns entscheiden.

Im Finale trafen wir dann auf die Lichtenberger Herder-Oberschule – eine Mannschaft, bei der zwei Spieler deutlich herausragten. Während wir den ersten Satz durch Druck mit den Aufgaben mit 15:11 gewinnen konnten, drehte sich das Ergebnis im zweiten Satz. Wir verloren mit 11:15. Hier war es ein wenig schade, dass die für das Schiedsgericht eingesetzte Mannschaft lange nur einen Schiedsrichter stellte, denn bei Herder wurden konsequent Hinterfeldangriffe eingesetzt, sodass nicht nur der Netzbereich für Netzfehler beim Block, sondern eben auch die Angriffslinie beim Absprung des Hinterfeldspielers zu beobachten war, was für einen Schiedsrichter allein kaum machbar ist.

Der dritte entscheidende Satz verlief sehr ausgeglichen, Herder führte jedoch stets mit ein bis zwei Punkten. Erst beim Stand von 11:11 konnten wir uns absetzen und letztlich mit einem 15-12 das Finale für uns entscheiden. Ein wirklich spannendes Spiel...

Einen Riesenglückwunsch an Moritz, Konrad, Felix, Ole, Moritz und Malte, die jetzt sogar die Chance erhalten, Berlin beim Bundesfinale von „Jugend trainiert von Olympia“  im Mai zu vertreten!!! 

P. Fischer

Tischtennis: Jugend trainiert für Olympia 2015

Auch dieses Jahr stellte die Bertha-von-Suttner ein vierköpfiges Team aus der Oberstufe, um sich im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Tischtennis Ende Januar mit anderen Schulmannschaften zu messen.

An Position 1 spielte Superstar Yannik S., Vereinsprofi und Berliner Ranglistenspieler. Er und Joshua K. - zweiter Mann – bildeten das erste Doppel, gefolgt von Mitski P. und Moritz H., die auf der Position des zweiten Doppels die Spiele abräumen sollten. Bis auf Yannik S. bestand unser Team aus ehemaligen, aber kampferprobten Veteranen.

Um ins Finale einzuziehen, mussten wir die Gruppenphase als Erster oder Zweiter von vier Mannschaften überstehen und uns dann im K.O. – System behaupten. Pro Begegnung wurden immer zwei Doppel und vier Einzel gespielt. Pünktlich um 9:00 Uhr ging es los.

Das erste Spiel der Gruppenphase stellte für uns eher eine Verlängerung des Aufwärm-Programmes dar – 6:0 gewonnen, keinerlei Widerstand der Gegner. Ein gemütlicher Auftakt. Das zweite und dritte Gruppenspiel waren nicht mehr so einfach zu gewinnen, ihren Sieg konnten wir aber nach souveränem Kampf schließlich unser eigen nennen.

Als unangefochtener Gruppensieger zogen wir also ins Viertelfinale ein, das wir nach einem spannenden Gefecht für uns entscheiden konnten. Nun ging es ans Eingemachte. Wir standen im Halbfinale.

Allerdings war die Freude schnell vorbei, denn wir sahen uns dem Favoriten und letztjährigen Sieger des Turniers gegenübergestellt, gegen den wir bisher jedes Mal sang- und klanglos untergegangen waren. Die Doppel waren ein Déjà-vu nicht enden wollender Schmach. An die Einzel kann sich auch niemand mehr erinnern, zu stark war der Wille des Verdrängens und des Vergessens. Einziger Lichtblick war der Gewinn von insgesamt zwei Sätzen durch den letztendlich auch geschlagenen Yannik S. – immerhin überhaupt zwei Sätze.

Ein Trostbonbon war der Einzug in das Spiel um Platz drei. Mitski P. musste uns jedoch vorzeitig verlassen, weshalb wir nur zu dritt gegen eine vierköpfige und dazu noch starke Mannschaft antreten mussten. Zwei Spiele waren dadurch schon automatisch verloren. Nahezu aussichtslos war der Erfolg, vor allem aufgrund der Anwesenheit des besten Spielers des Turniers in der gegnerischen Mannschaft.

Doch wie durch ein Wunder gelang es Yannik S., diesen Goliath niederzuringen. Er hat ihn nicht einfach nur mit 3:0 besiegt, nein, er hat ihn „rasiert! Gegen den Strich!“ (Yannik S.).

Am Ende gewannen wir heldenhaft ein von Anfang an verloren geglaubtes Spiel um Platz drei und stiegen damit aufs Siegertreppchen. Die Ehre einer Medaille und einer Urkunde wurde uns obendrein auch noch zuteil. Insgesamt war es ein erlebnisreicher und erfolgreicher Wettkampf für das Team der BvS. Das Fazit des Tages fasste Joshua K. wortgewandt zusammen: „Dritter zu dritt.“  

Moritz H.                                                                                   Berlin, 02.03. 2015 mit Yannik S., Joshua K. und Mitski P.