Der seit 1995 bestehende Schüleraustausch zwischen der Bertha-von-Suttner-Schule und der 5.Mittelschule in Peking wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt.
Vom 1.bis zum 12.November besuchten 9 Schülerinnen und 6 Schüler, begleitet von Frau Kloss-Dietrich und Herrn Schwarz, die chinesische Hauptstadt und ihre Partnerschule,
die ganz zentral im Dongcheng District gelegen ist, zwischen alten Hutongs und neuen Hochhausvierteln, nur wenige U-Bahn-Stationen vom Tian’anmen-Platz und der Verbotenen Stadt entfernt.

Wie in den vergangenen Jahren hatten unsere chinesischen Freunde auch diesmal ein sehr interessantes und vielseitiges Besuchsprogramm zusammengestellt, das uns die unterschiedlichsten Aspekte der chinesischen Kultur, des Lebens in der Schule und in den Familien und die traditionellen und die modernen Seiten von Beijing entdecken ließ.
Höhepunkte waren sicherlich die Teilnahme am Ritual des Flaggenappells in der Schule, der Besuch der Verbotenen Stadt, der dreitägige Ausflug zur ca. 300 Kilometer südwestlich von Peking gelegenen Stadt Pingyao in der Provinz Shanxi, seit 1999 Weltkulturerbe und seit dem 14.Jahrhundert in ihrem mittelalterlichen Charakter vollständig erhalten, der Gang über die Große Chinesische Mauer und der Abschlussabend mit seinen Reden, musikalischen Darbietungen der Schüler und Tischen, die die Fülle der dargebotenen unterschiedlichen Gerichte der chinesischen Küche kaum zu tragen vermochten.
Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der chinesischen Familien erleichterten unseren Schülern das Eintauchen in diese zunächst fremde Welt und Kultur und ließen am Schluss bei nicht wenigen Gefühle des Bedauerns entstehen, so bald wieder nach Berlin zurückkehren
zu müssen.
Es ist deshalb besonders schade, dass in diesem Jahr wegen der Überschneidung der Ferientermine und v.a. wegen der im Olympia-Jahr enorm gestiegenen Flugpreise kein Gegenbesuch von chinesischer Seite erfolgt.
Für 2009 sind dagegen die Termine für Besuch und Gegenbesuch bereits vereinbart.

Eine große Erleichterung ist die Tatsache, dass es mit Hainan-Airlines seit September diesen Jahres eine Fluglinie gibt, die eine Direktverbindung Berlin(Tegel) - Peking anbietet, sodass sich die Flugzeiten (achteinhalb Stunden Hinflug, zehn Stunden Rückflug) deutlich verkürzt
haben.

Es folgen Fotos und detaillierte Berichte der Schüler zu den einzelnen Tagen und zu verschiedenen Themen des chinesischen Lebens.


K.G. Schwarz, Berlin, den 16.11.2008



Mein persönlicher Erfahrungsbericht aus Peking vom 01.11.2008 (Florian Podewski)


Mein erster Sonntag in China fing an, wie die meisten der restlichen Tage auch anfangen sollten: mit frühem Aufstehen und einem recht gewöhnungsbedürftigem Frühstück. Es gab z.B. Suppe „made of corn“.
Anschließend machte ich mich mit meinen Gasteltern und Jona, einem weiteren Austauschschüler von unserer Schule, auf den Weg nach Badaling, zur großen Mauer „Chang Cheng“.
Der chinesische Verkehr machte dann jedoch aus unseren geplanten anderthalb Stunden Anfahrtszeit zweieinhalb Stunden. Doch als wir ausstiegen, wurden wir von dem gewaltigen Anblick der Chinesischen Mauer belohnt.
Auch wenn die Legende der aus dem Weltall sichtbaren Chinesischen Mauer nicht so ganz wahr ist, so ist die Mauer doch riesig. Und so machten wir uns zusammen mit unzähligen chinesischen Reisegruppen daran, die Mauer zu erklimmen. Dies sollte sich jedoch schwieriger als erwartet herausstellen. Nicht deshalb, weil die Mauer so steil war, sondern weil ständig die Bitte nach einem Foto mit den „zwei blonden Europäern“ geäußert wurde – welcher wir natürlich nachkamen.
Endlich oben angekommen, konnten wir den grandiosen Anblick der sich über die Berghänge schlängelnden Mauer genießen. Nun liefen wir noch eine ganze Weile auf der Mauer weiter, bis wir an ihrem höchsten Punkt ankamen.
Hier machten wir erst einmal eine kleine Pause und aßen die von der Gastfamilie mitgebrachten Snacks. Unter anderem auch eine „Chinese speciality“ : luftdicht verpacktes Tofu.
Nachdem dann erneut Fotos von uns mit fremden Chinesen gemacht worden waren, begannen wir unseren Abstieg.
Als wir unten angekommen waren, fotografierten uns unsere Gasteltern zur Erinnerung noch schnell vor einem in Stein gehauenen Mao-Zitat (Das so ungefähr bedeutetet: Wer in Peking, aber nicht auf der Chinesischen Mauer war, ist kein richtiger Mann), bevor es in ein Restaurant weiterging.
Dort verzweifelten Jona und ich daran, Nudeln mit Stäbchen essen zu müssen. Dies ist eine der Erfahrungen, die man auf jeden Fall gemacht haben sollte, falls man einmal in China ist. Dann traten wir bereits unsere zweistündige Heimfahrt nach Peking an. Da wir erst gegen 22:30 zurückkamen, war es bereits dunkel, sodass wir noch das „Vogelnest“ beleuchtet bewundern konnten.
Es war ein sehr gelungener, beeindruckender Tag, an den wir uns noch lange erinnern werden. Der Dank geht an unsere Gasteltern, die diesen Ausflug mit uns gemacht haben.

Florian Podewski

Sonntag , 2.November 2008

Den ersten richtigen Tag in China verbrachte ich mit meiner Gastmutter Fen. Nachdem ich um neun Uhr aufgestanden war, aßen wir zusammen „Frühstück“, das mich eher an Mittagessen erinnerte. Es gab gezuckerte Tomaten, Reis, gekochten Salat, Riesen - Scampi und Fleisch. Für uns etwas ungewohnt als Frühstück, aber es schmeckte trotzdem gut.
Da die Gastmutter kein Englisch sprach, gab sie mir einen Zettel, auf dem Mo(meine Gastschwester) mir aufgeschrieben hatte, was wir heute unternehmen würden.
Nach dem Frühstück machten wir uns als erstes auf zum „Tiantan“, dem Himmelstempel. Dort versuchten wir einer englischen Reisegruppe zu folgen, was sich als mehr oder weniger einfach herausstellte.
Zum Glück standen aber auch Tafeln, wo ich mich über die jeweiligen Gebäude informieren konnte.
Nachdem wir das Gelände abgelaufen waren, fuhren wir mit der U-Bahn zum Olympiastadion, wo wir Sumaya und ihrer Gastmutter begegneten. Fen zeigte mir gegenüber vom Olympiastadion die Schwimmhalle. Sie suchte, glaube ich, nach jemandem, der Englisch sprechen konnte, da sie umherlief und irgendwelche Menschen ansprach. Sie fand keinen.
Anschließend begaben wir uns auf den Heimweg. Um ca. halb sieben Uhr aßen wir zu Abend.
Mo erklärte mir, dass das Gericht, das wir aßen, für den Winter traditionell sei. Nach und nach füllten Mo und Fen einen Topf mit kochendem Wasser mit Schinken, Glasnudeln, Fleisch, Kartoffeln, Salat etc.
Sobald die Sachen gar waren, tauchten wir sie in eine würzige Soße.

Nach dem Abendessen gingen Fen und ich noch einmal weg. Sie zeigte mir ein riesiges Kaufhaus in der Wangfujian – street, traditionelle Bilder, Opernmasken und Gegenstände aus Elfenbein.
Sie versuchte mir zu erklären, wie die Chinesen Bilder aus Fäden webten, was sich als einfacher als gedacht herausstellte.
Als unsere Beine vom Laufen müde waren, kehrten wir in das Apartment meiner Gastfamilie zurück.
(Hanna Schibel)

Dienstag 4.11.2008

Am Dienstagmorgen trafen wir alle (die gesamte deutsche Gruppe) uns wie immer an der chinesischen Schule. Und während unsere chinesischen Austauschschüler in ihre Klassen gingen, um für ihre Examensprüfungen zu lernen, machten wir Deutschen uns mit dem Taxi auf den Weg zur „Verbotenen Stadt“. Auf dem Platz davor war das Chaos los und wir brauchten eine geschlagene dreiviertel Stunde, um uns alle in der Gruppe wieder
zusammenzufinden.
„Die Verbotene Stadt“ selbst bot einen sehr eindrucksvollen Anblick. Jedes Haus war bis zum letzten Zentimeter reich verziert und in seinem Innern standen golden schimmernde Throne. Am Ende der Besichtigung gelangten wir in einen wunderschönen Park, der nur leider sehr voll war. Besonders lustig fanden wir auch, dass wir für die Chinesen anscheinend eine große Attraktion waren, denn wir wurden mehrmals gefragt, ob man sich mit uns fotografieren lassen dürfte.
Um ca. 13.00 Uhr, natürlich später als erwartet, kamen wir wieder an der Schule an.
Am Nachmittag planten wir dann, mit unsern Austauschschülern in kleinen Gruppen einkaufen zu gehen. Wir waren richtig beeindruckt von den Preisen, die meistens um das Zehnfache billiger waren als in Deutschland. Fast jeder fand eine Kleinigkeit und danach beeilten wir uns, wieder pünktlich nach Hause zu kommen. Manche gingen zu Fuß, manche entschieden sich für das Taxi.
Da meine Austauschpartnerin nicht mitgekommen war, nahm ich mir lieber ein Taxi und zeigte dem Fahrer die Adresse, die mir Lichenchen (meine Austauschschülerin) aufgeschrieben hatte. Der Fahrer guckte nur kurz und fuhr dann los (meiner Meinung nach in die ganz falsche Richtung). Das Taxi schlängelte sich durch ganz viele kleine Straßen, die mir völlig unbekannt waren, und langsam wurde ich unruhig. Auf Chinesisch fragte ich ihn, mit Hilfe meines Wörterbuches, ob er denn wüsste, wohin er fuhr, aber ich verstand seine Antwort nicht. Erst nach 20 Minuten, nachdem auch schon einmal ausgestiegen war, um nach dem Weg zu fragen, standen wir plötzlich vor dem Hochhaus, in dem Lichenchen wohnte. Ich bezahlte erleichtert meine Taxirechnung, die 3.10 Euro ( 31 Yuan) betrug und stieg erleichtert aus. Nach dem Abendbrot, von dem ich leider nur die Hälfte essen konnte, fiel ich todmüde ins Bett.


Caroline Moesta

Donnerstag, der 6.11.

Frühstück. Die Tische vor uns biegen sich unter verschiedenen Speisen. Schon frühmorgens zeigen sich die Mutigen, die alles einmal durchprobieren: von Würmern, die sich als Nudeln entpuppen, bis hin zu unidentifizierbaren Gemüse. Doch letztendlich findet jeder etwas Leckeres, sodass alle den chinesischen Frühstückstisch satt verlassen.
Anschließend fahren wir mit dem Elektroauto zu der Stadtmauer von Pinyao, ein Riesenspaß. Dabei überholt der Fahrer einen Mann, der einen Esel zieht, und überfährt fast im selben Moment einen Fahrradfahrer, der sich von hinten herangeschlichen hat.
An der Stadtmauer führt uns Jones in den Mauerinnenhof, wo wir die Mauer erklimmen. Dort oben kann man die berühmte Altstadt in ihrem vollen Ausmaß bewundern.
Am Westtor verlassen wir die Mauer wieder und laufen zu einem alten Gefängnis und Gerichtshof. Nach einem kleinen Bummel durch die Stadt gelangen wir zu einem alten Haus, wo man früher Sicherheitsmänner und Truhen für sein Geld mieten konnte. Unsere nächste Sehenswürdigkeit ist die erste Bank, die es in China gegeben hat.
Nach diesem vielseitigen Vormittag erreichen wir unser Hotel, wo wir zu Mittag essen. Gut gesättigt ziehen wir noch einmal los in Richtung Einkaufsstände, um das eine oder andere Schnäppchen zu machen.
Der nächste Punkt auf dem Tagesplan ist die Besichtigung des Anwesens der Familie Qiao, ein großes Anwesen mit einigen Innenhöfen und einem wunderschönen Garten, der mit einem Wasserfall und einer malerischen Brücke geschmückt ist. Anschließend erkunden wir die kleinen Gassen, die sich an das Anwesen der Qiaos schmiegen.
Danach fahren wir mit dem Bus in unser nächstes Nachtquartier, die Provinzhauptstadt Tai- yuan. Nach dem Abendessen kommen wir schließlich in dem Hotel an. Dort lassen wir den Tag ausklingen mit einer kleinen Chorprobe für die Abschiedsfeier, siebzehn Mann in einem Hotelzimmer, die ein Lied nach dem anderen anstimmen und dennoch keine Beschwerden von den Zimmernachbarn. Am Ende dieses langen und ereignisreichen Tages fällt jeder erschöpft in sein Bett.

Esther Priebs

Tagesbericht für Freitag, den 7.11.2008

Am Freitag, den 07.11.08, befanden wir uns morgens in Taiyuan, der Hauptstadt der Shanxi-Provinz. Nach dem Aufstehen packten wir unsere Sachen zusammen und gingen zum Frühstücksraum unseres Hotels. Anschließend checkten wir aus und fuhren mit unserem Bus und unserem Führer Jones zu einer nahe gelegenen Essigfabrik. Der Essig der Shanxi-Provinz ist sehr berühmt in ganz China. In der Fabrik wurde uns gezeigt, wie der Essig hergestellt, gelagert und verarbeitet wird. Dabei konnten wir uns von dem schrecklich stechenden Geruch des Essigs überzeugen und man sagte uns, dass man bei längerem Einatmen des Geruchs nicht krank werden würde. Das funktionierte nicht ganz, denn in den folgenden Tagen erkälteten sich einige von uns. Zum Schluss durften wir auch noch einen Schluck Essig kosten, welcher ziemlich schrecklich schmeckte. Danach fuhren wir mit dem Bus zurück nach Peking und kamen dort abends an. Unsere Gastschüler erwarteten uns schon und so ging es zurück in unsere Gastfamilien. Dort aß ich noch mit meiner Familie zu Abend und ging anschließend schlafen.

von Christian Kobus



Tagesbericht vom Samstag, den 8.11.2008

Um 7.30 Uhr werde ich von meinem chinesischen Austauschschüler geweckt. Nachdem ich mich für den Tag fertig gemacht habe, folgt ein nicht ganz typisches Frühstück (Weißbrot mit Schinken und Bratei).

Um 8.00 Uhr verlassen wir das Haus und werden von der Mutter zur Schule gefahren, wo wir uns mit den anderen deutschen Schülern und deren Austauschschülern treffen. Dort warten wir gemeinsam auf den Bus, der uns zur Chinesischen Mauer bringt.

Von Peking zur Chinesischen Mauer brauchen wir ca. 2 Stunden. Bei der Mauer angekommen, holen wir uns zunächst Karten, um dann gemeinsam auf die Mauer zu gehen.

Die Mauer ist ein gigantisches Bauwerk und ich habe sie mir ganz anders vorgestellt. Es geht fast nur Berg auf oder Berg ab, und es ist wirklich sehr anstrengend, sie zu erklimmen. Oben angekommen, hat man jedoch einen hervorragenden Ausblick.

Nachdem wir an der höchsten Stelle der Mauer noch Fotos gemacht haben, gehen wir wieder zurück zum Bus. Bevor wir wieder in den Bus einsteigen, kaufen wir uns noch ein paar Andenken. Der gesamte Aufenthalt hat ca. 3 Stunden gedauert.

Auf der Rückfahrt in die Stadt versuchen wir alle ein wenig zu schlafen, da es wirklich sehr anstrengend war.

Am Nachmittag besichtigen wir noch das „Vogelnest“.
Es war wirklich ein komisches Gefühl, plötzlich ein Stadion vor sich zu haben, das man sonst nur aus dem Fernsehen kannte. Das Stadion hat eine wirkliche außergewöhnliche Konstruktion und mir hat es sehr gut gefallen, dass wir es auch von innen besichtigt haben.

Anschließend werde ich von meinem Gastvater mit meinem Gastschüler abgeholt. Zu Hause angekommen, essen wir nur noch kurz etwas und gehen dann anschließend schnell ins Bett, da es wieder ein schöner, jedoch auch anstrengender Tag war.

Aufgestellt: Julius Schindler


Tagesbericht, Samstag 08.11.08

Am Samstagmorgen wurde ich von meinem chinesischen Austauschpartner relativ früh geweckt und nachdem wir schnell gefrühstückt hatten, fuhr ich zusammen mit meinem Gastvater (und einem anderen Deutschen) ins Hauptstadtmuseum von Peking.
Das Museumsgebäude ist (wie sehr viele Gebäude in Peking) sehr imposant und groß; betritt man die Eingangshalle, fällt einem sofort eine gigantische Säule auf der linke Seite auf, die im Inneren den Hauptteil des Museums beherbergt, wohingegen sich auf der anderen Seite die temporäre Ausstellung befindet. Mein Gastvater organisierte uns einen englischen Audioguide und ließ uns eigentlich die meiste Zeit allein (viel erzählen konnte er uns sowieso nicht), sodass wir ca. 4 Stunden bestens informiert durch das Museum geschlendert sind.
In der Hauptausstellung erfuhr man einiges über die chinesische Geschichte, Errungenschaften, Erfindungen oder Kunstwerke der älteren Geschichte Chinas, während in der temporären Ausstellung eher moderne oder z.T. sogar alltägliche Gegenstände ausgestellt waren. Besonders interessant waren die nachgestellten Feiern vom Frühlingsfest, an dem nach traditionellem chinesischem Kalender das neue Jahr beginnt und das somit der wichtigste Feiertag für die Chinesen ist. Tagelang befindet sich dann ganz China in Euphorie und alle größeren Straßen sind voll tanzender Menschen in bunten Drachenverkleidungen.
Nach dem Museumsbesuch zeigte uns mein Gastvater mehrere Einkaufsmöglichkeiten für Souvenirs und Ähnliches, sodass wir dann noch ungefähr 2 Stunden in chinesischen Kaufhäusern verbracht haben. Diese unterscheiden sich stark von deutschen, dicht an dicht sind die verschiedensten kleinen Stände mit den unterschiedlichsten Sachen in das Gebäude gezwängt, und meistens sind die Preise zu Anfang sehr überteuert, vor allem für (meistens gefälschte) elektronische Geräte; wer nicht versucht zu handeln, ist selbst schuld!
Auf dem Rückweg (es war schon dunkel geworden) sind wir dann noch ziemlich gut und speziell Essen gegangen:
Es gab einen großen Topf in der Mitte des Tisches, in dem Wasser mit einigen Gewürzen drin kochte. Die Kellner servierten uns rohes, zurechtgeschnittenes Fleisch, Tofu und Salat, was man selber kochen konnte. Die gekochten Speisen konnte man dann noch wahlweise in Erdnussbutter tunken und essen.
Zu Hause angekommen, gingen wir fast sofort wieder los, um Tischtennis zu spielen.
Tischtennis ist in China ähnlich beliebt wie Fußball in Deutschland, eigentlich jeder Chinese, den ich kennen gelernt habe, konnte recht gut spielen, sodass wir wirklich sehr viel Spaß hatten.
Am Abend fiel ich, wie nach eigentlich jedem Tag, müde, zufrieden und mich auf den nächsten Tag freuend, ins Bett.

Jona Vantard

Chinaaustausch 2008 - Tagesbericht vom 9.11.

Am Sonntag, den 9.11., waren für uns Aktivitäten innerhalb der Familie vorgesehen. Ich ging morgens um 10 Uhr zusammen mit meiner Austauschpartnerin Xiao Yun zu der Wangfutiang Shopping Street, wo wir uns mit Johanna, Phuong Vy, Isa und deren Partnern verabredet hatten. Sie führten uns in ein großes Einkaufszentrum, das mit dem KaDeWe vergleichbar ist. Dort aßen wir Eis und anschließend ging es in einen riesigen Spielzeugladen. Danach verabschiedeten sich unsere Partner, da sie viele Hausaufgaben zu erledigen hatten. Es war inzwischen Zeit für ein Mittagessen geworden, deshalb gingen wir zu Pizza Hut und aßen dort eine leckere Pizza. Danach fuhren wir zu einem Markt, dem Hong Qiao Pearl Market. Er war in einem großen Haus auf 3 Stockwerke verteilt und hatte eine riesige Auswahl an chinesischen Souvenirs und Kitsch. Die Verkäufer ließen zwar mit sich handeln, doch manchmal trieben wir sie fast bis in den Wahnsinn :). Wir alle gingen nach mehreren Stunden mit einer reichen Ausbeute sehr zufrieden nach Hause.
Abends hatte meine Gastfamilie mit Ester und ihrer Partnerin einen Besuch in einem besonderen Restaurant organisiert, dem Prinzessinnen Restaurant. Es war wunderschön im alten Stil eingerichtet und die Kellnerinnen trugen Prinzessinnen Kleider. Zwischendurch gab es kurze Aufführungen von traditionellen Tänzen. Das Highlight war, dass man, während das Essen zubereitet wurde, sich selbst als Prinzessin verkleiden konnte und dann in einem speziellen Raum Fotos machen konnte. Das hat Spaß gemacht und das Essen war auch lecker.
Als alle satt waren, ging es nach Hause und ins Bett, damit jeder für den nächsten Tag ausgeschlafen war.

Sabrina Mönch



Tagesbericht: Montag, 10.11.2008

An unserem letzten Montag in China besuchten wir die grüne Seite Pekings.
Zum einen den Beihai Park und den gleich daneben gelegenen Jingshan Park. Als erstes gingen wir im Beihai Park spazieren. Dabei fiel uns auf, dass dieser ein ziemlich starker Magnet für sportlich aktive Chinesen zu sein scheint. Die Wege waren gefüllt mit völlig in sich gekehrten, mit verschiedenen Übungen beschäftigten Senioren, aber auch mit jungen Leuten. Teilweise machten sie dies mit Hintergrundmusik. Neben Bällen, Schwertern und sonstigen Gerätschaften sind sogenannte Tien Zi´s sehr beliebt. Man könnte es vielleicht mit Federfußball übersetzen. Von diesen Bällen geht eine echte Suchtgefahr aus! Man kann sie überall zu guten Preisen kaufen und man kann damit nahezu überall spielen, was einige aus unserer Gruppe natürlich unbedingt unter Beweis stellen mussten. Außerdem gab es in dem ersten Park eine Tempelanlage auf einer künstlichen Insel gelegen mit Pavillons am Wasser und einer weißen Pagode, die auf dem Inselberg steht und wie ein Leuchtturm über den See ragt. Diese Gartenanlage wie auch der Jingshan Park gehörten ehemals zur Verbotenen Stadt und zur Kaiserresidenz. Der zweite Park besteht im Prinzip aus einem Berg mit einer Aussichtsplattform, von der man die Verbotene Stadt hervorragend überblicken kann, wenn der Smog mitspielt.
Nach so viel Natur und Grünem ging es wieder in die Betonwüste von Peking. Wir fuhren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, was mit einer Gruppe einfacher gesagt ist als getan, zu einem Indoor Shopping Marke, in dem es auf mehreren engen Etagen alles in Hülle und Fülle gab, was Touristenherzen höher schlagen lässt. Nach einem ausgiebigen Bummel ging es wieder zurück zur Schule.

Henning