Paris vaut bien un voyage – Paris ist eine Reise wert

Zum zweiten Mal fand in der Woche vom 10. bis zum 18. Oktober im Rahmen eines Austauschs mit dem Gymnasium Camille Claudel die Fahrt einer Gruppe von 22 Schülerinnen und Schülern unserer Schule nach Paris statt.

Dass man sich zu nächtlicher Stunde am Flugplatz einfinden muss, fällt angesichts der Vorfreude auf die bevorstehende Reise nicht ins Gewicht. Außerdem ist die Nervosität groß, da zu Beginn des Aufenthalts das Wochenende in den französischen Gastfamilien auf dem Programm steht, bei dem es gilt, aus den mehr oder weniger langen Erfahrungen mit der französischen Sprache das Beste zu machen und sich auf das Leben von Menschen in einem anderen Land einzustellen. Interesse, Offenheit, Flexibilität und Humor sind Eigenschaften, die in solchen Situationen von großem Vorteil sind. Am Flugplatz Orly werden wir von den Gastfamilien herzlich empfangen. Viele Eltern nehmen sich am Wochenende Zeit, um mit ihrem deutschen Gast Ausflüge in die Innenstadt oder die Umgebung zu unternehmen. Ob die Franzosen wirklich täglich Froschschenkel und Schnecken verzehren, das kann man sich dann beim gemeinsamen Frühstück in der Schulkantine am Montagmorgen erzählen.Bevor die deutschen Schüler die Gelegenheit haben, am Unterricht ihrer Austauschpartner(innen) teilzunehmen, hält uns die stellvertretende Schulleiterin Mme Graveleau einen sehr interessanten und anschaulichen Kurzvortrag über Frankreich, seine Regionen, das politische System, über das, was man unbedingt über Frankreich wissen sollte. Viele Schüler(innen) sind erstaunt, dass sie anhand von Bildern und Vorwissen einem Vortrag in französischer Sprache gut folgen können, auch wenn sie nicht jedes Wort kennen. Die übrigen Vor- und Nachmittage stehen dann im Zeichen der Erkundung der Metropole Paris. Die Schüler stellen bald fest, dass man unter der kundigen Führung von Herrn Saathoff Facetten der Stadt kennen lernt, die dem flüchtigen Paris-besucher verschlossen bleiben. Natürlich gibt es bei einem nächsten Aufenthalt in Paris noch Vieles zu entdecken und zu tun, z.B. das begehrte Shoppen auf den Champs-Elysées. Ein bisschen aufregend ist es immer, wenn man in einer größeren Gruppe in Paris unterwegs ist. Auch der hartgesottene Berliner S- und U-Bahnnutzer gerät ins Schwitzen, wenn er zu den Stoßzeiten den Anschluss an die Gruppe halten will, obwohl die elektronische Wochenkarte ihren Dienst wieder einmal versagt und sich die Sperre für den Zugang zu den Bahnsteigen partout nicht öffnen will. Zum Glück gibt es aber auch die Momente der Muße, wenn der Zug Fontainebleau-Paris ausfällt und man sich noch ein Stündchen am Bahnhof über die zurückliegende Schlossbesichtigung und die anschließende Radtour austauschen kann. Strahlend schön präsentiert sich Paris uns in dieser Woche und aufregend bleibt unser Aufenthalt bis zum Schluss. Der Streik des Bodenpersonals in Orly löst nochmals heftige Adrenalinstöße vor allem bei den begleitenden Lehrern aus. Als wir trotz großzügig bemessener Anreisezeit zum Ausweichflughafen Charles de Gaulle den Rückflug zu verpassen drohen, liegen die Nerven blank.

Zum Glück haben wir unsere Schüler, die uns beruhigen: „Sie werden sehen, wir erreichen unser Flugzeug.“ Die Schüler behalten Recht. Nun freuen wir uns auf das Wiedersehen mit unseren Franzosen im Mai 2010 in Berlin.

Katrin Gramann; November 2009

Zum fünften Mal: Deutsch-französischer Schüleraustausch mit dem Lycée „Jules Ferry“ in Paris

Ein halbes Jahrzehnt besteht der Schüleraustausch mit dem Lycée Jules Ferry nun schon und von Jahr zu Jahr scheint die Partnerschaft der beiden Schulen intensiver zu werden. Vom 7. bis 14. März 2009 waren 36 Schülerinnen und Schüler vorwiegend der neunten Klassen in Paris zu Gast, wurden wie gewohnt sehr herzlich aufgenommen, durften sich in den erworbenen Sprachkenntnissen ausprobieren, andere Lebensgewohnheiten und eine wie immer zauberhafte Stadt und ihr besonderes Flair kennenlernen. Für die meisten eine Premiere, aber mit Sicherheit keine „Dernière“.

Viele wären am liebsten einfach dageblieben. Auch aus Lehrersicht ( Frau Drews und Frau Kruse) war dies- dank interessierter, netter und aufgeschlossener Schüler(innen) und trotz der großen Gruppe – ein sehr gelungener Auftakt des diesjährigens Austauschs mit der Partnerschule im quirligen Montmartre-Viertel. Dank gebührt in diesem Zusammenhang auch den beiden umsichtigen und engagierten Assistentinnen, Julia Gottstein und Patricia Rendant. Wir erwarten nun den Gegenbesuch der französischen Schülerinnen und Schüler im Mai und freuen uns schon sehr darauf! Ein ausführlicher Schülerbericht und eine Foto-Ausstellung im Foyer folgen danach.

Frau Drews

Gegenbesuch

Deutsch-französischer Schüleraustausch mit dem Lycée „Jules Ferry“ in Paris/ TEIL 2

Ein halbes Jahrzehnt besteht der Schüleraustausch mit dem Lycée Jules Ferry in Paris-Montmartre nun schon. Vom 7. bis 14. März 2009 waren 34 Schülerinnen und Schüler vorwiegend der neunten Klassen unter der Leitung von Frau Drews und Frau Kruse in Paris zu Gast, wurden wie gewohnt sehr herzlich aufgenommen und durften das besondere Flair der französischen Hauptstadt erleben.

Der Gegenbesuch von 36 französischen Schüler in Berlin fand unter der Leitung von Madame Haase, Madame Peltier und Monsieur Puissaq vom 4. bis 10.Mai statt. Eine rundum gelungene Austauschbegegnung, die den deutschen und französischen Schülern neues Interesse für Land und Sprache und neue Freunde geschenkt hat. Im Folgenden ein Schülerbericht von Josephine, Nadine und Denise aus der Klasse 9f. Fotos vom Austausch sind von Lisa Hoop und Lisa Gericke aus der Kl.9b zusammengestellt worden und können in der Eingangshalle bewundert werden.

Frau Drews

 

Schülerbericht zum Parisaustausch 2009 Paris, 7. bis 14. März 2009

Es war Samstag, der 7. März und Schüler der Klassen 8f, 9a, b, d, e, f und g trafen sich am mit Frau Drews und Frau Kruse am Flughafen Schönefeld um gemeinsam nach Paris zu fliegen. Nach etwa zwei Stunden kamen wir dann dort an und wurden gleich von unseren Austauschschülern empfangen. Den Abend und den nächsten Tag verbrachten wir in unseren Gastfamilien, die uns durch Montmartre führten und uns ihren Freunden vorstellten. Am Montag wurden wir mit einem Frühstück in der Schule empfangen. Anschließend fuhren wir mit dem Boot auf der Seine und liefen bei schönem Wetter vom Eiffelturm bis Notre Dame. Zwischendurch picknickten wir an der Seine, wobei Helena mit einem Fuß im Fluss landete. Die nächsten zwei Tage besuchten wir Versailles (bei den Pferdestaaahlen), die Champs-Elysées mit Louis Vuitton und den Arc de Triomphe. Mittwochabend trafen wir uns mit den Franzosen noch am Eiffelturm, den wir dann zusammen bestiegen. Die Abende verbrachten wir immer in den Familien oder an der Kirche Sacré Coeur mit dem wunderbaren Ausblick über ganz Paris, den wir alle liebten. Am Donnerstag gingen wir mit unseren „Corres“ zusammen zur Schule. Wir nahmen vier Stunden am Unterricht teil und aßen danach alle zusammen in der Kantine zu Mittag. Die Klassen des „Jules-Ferry-Gymnasiums“ sind alle deutlich kleiner als in Berlin, da es meistens nur Kurse sind. Wir haben sowieso nicht viel vom Unterricht verstanden, konnten aber in den Deutschstunden glänzen. Am Nachmittag haben wir total motiviert eine Ralley durch das Montmartreviertel gemacht. Am Ende gab es kleine Preise und abends ging es wieder in die Familien bzw. zur Sacre Coeur, wo wegen des schönen Wetters viele Straßenkünstler unterwegs waren, mit denen wir gemeinsam „Happy Birthday“ für Nisis Mutter sangen. Dann war schon Freitag. Die Besichtigung des Louvre stand an. Alle stürmten gleich zur Mona Lisa und machten mindestens 20 Fotos. Wir hatten insgesamt zwei Stunden Zeit, um alles auf eigene Faust zu besichtigen und bekamen danach noch eine 1½-stündige Führung, die aufschlussreicher war als alleine rumzulaufen. Um 19 Uhr trafen wir uns mit den Franzosen für die Abschiedsbootfahrt auf der Seine. Alle bestaunten die angestrahlten Sehenswürdigkeiten, besonders den funkelnden Eiffelturm. Danach gingen alle mit ihren Franzosen auf Partys oder Pizza essen. Letzter Tag. Schon vorbei. Kofferpacken und dann zum Flughafen. Wir haben uns (mit Tränen) von unseren Corres verabschiedet, aber wir wussten ja: Wir werden und alle bald in Berlin wiedersehen!

Berlin, 4. bis 10. Mai 2009

Und endlich sahen wir sie wieder. Am Montag konnten wir um 10 Uhr unsere Austauschpartner vom Flughafen Tegel abholen. Eigentlich sollten wir mit unseren mitgebrachten Rosen Spalier stehen, was aber in der Freude der Begrüßung unterging. Nachdem die Franzosen ihr Gepäck bei uns abgestellt hatten, trafen wir uns alle im Mauerpark. Dort war es eiskalt. Doch wir hatten trotzdem unseren Spaß und feierten Lucas Geburtstag. Für die nächsten Tage wurden die Franzosen in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe „A“ war schon einmal in Berlin und besichtigte die Stadt zum Thema „Geschichte Deutschlands und Berlins im europäischen Kontext bis zur Wiedervereinigung“(zum Beispiel das DDR-Museum, das Jüdische Museum und das ehemalige Stasi-Gefängnis), Gruppe „B“ war zum ersten Mal in Berlin und besichtigte alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Mittwochabend veranstalteten die deutschen Schüler mit Hilfe der Lehrer und Eltern einen Konzertabend in der Aula unserer Schule. Auch Franzosen beteiligten sich am Programm. Unter den „Stargästen“ befanden sich zum Beispiel Nelly Furtado ( Schülerinne aus der Kl.9a) , The Rolling Stones ( Louis und Nicolas aus Paris ) und Chopin ( Clementine, ebenfals Schülerin des „Jules Ferry“) . Besonders Nicolas Lafontaine begeisterte mit seinem Klavierspiel und Gesang. Zum Abschluss spielte der DS-Kurs von Frau Nellissen noch einen Ausschnitt aus „Wenn Bilder erzählen“. Es war ein sehr gelungener Abend. Auch die Franzosen besichtigten unseren Unterricht, und zwar am Donnerstag. Vorher gab es ein Frühstück und die Gäste wurden von Frau Randelhoff begrüßt. Am Freitag unternahmen alle Leute eine Bootsfahrt auf der Spree. Anschließend waren wir wieder im Mauerpark. Nach ca. einer Stunde begann es plötzlich zu gewittern und sehr stark zu regnen. Alle rannten so schnell sie konnten in die umliegenden Läden, um sich unterzustellen und waren bis auf die Knochen nass. Am Samstag war eigentlich geplant, zum Wannsee zu fahren; wir wollten aber lieber ausschlafen und haben uns dann nachmittags bei Kai in seinem großen Haus zur Abschlussparty und zum Grillen getroffen. Insgesamt waren wir etwa 80 Leute. Alle hatten großen Spaß und feierten bis tief in die Nacht hinein. Unser letzter gemeinsamer Tag brach an, am liebsten wollten alle diesen Tag verschlafen, doch es half alles nichts und es hieß: Kofferpacken. Wir trafen uns am Flughafen, verabschiedeten uns und hatten wieder alle Tränen in den Augen. Wir hoffen wir werden uns irgendwann wiedersehen, denn die Zeit war wunderschön.

Josephine, Nadine und Denise Kl. 9f