Palaiseau - tendre banlieue

Fahrt nach Paris im Rahmen des Austauschs mit dem Gymnasium Camille Claudel vom 3. bis zum 10. November 2011

Von den Problemen, an die man im Ausland denkt, wenn von den Pariser Vororten die Rede ist, spürt man nichts in Palaiseau, einem idyllisches Städtchen mit 30 000 Einwohnern, das südwestlich im unmittelbaren Einzugsbereich der französischen Hauptstadt Paris liegt und als bevorzugte Wohngegend gilt. Dass der tägliche Weg zur Arbeit bzw. zu den von uns besuchten touristischen Höhepunkten der Metropole (Musée d’Orsay, Centre Pompidou, Ausstellungen im Hôtel de Ville und im Grand Palais, Schloss von Versailles mit anschließendem Kinobesuch) jedoch eine echte Herausforderung darstellt, davon konnten wir, das sind 22 Schülerinnen und Schüler unserer Schule und zwei begleitende Lehrer, einen nachhaltigen Eindruck gewinnen. Wer glaubt, er könne Paris bequem erreichen, indem er auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausweicht, um den kilometerlangen Staus auf der Autobahn zu entgehen, der irrt. Die Streiks der Nahverkehrsbetriebe, die zu einem stark eingeschränkten Zugverkehr führen, gehören zu den unliebsamen Überraschungen, mit denen man rechnen muss.

Auch dies ist eine der Facetten des Alltags, die die SchülerInnen bei unserer diejährigen Austauschfahrt kennen lernten. Man kommt unseren westlichen Nachbarn sehr nahe, wenn man gemeinsam in einem überfüllten Zug fährt. Dass man sich auch im Rahmen eines Austauschs nahe kommen kann, erlebten wir während unseres einwöchigen Aufenthalts. Wir haben nette und pfiffige SchülerInnen an unserer Schule; das hat diese Reise nach Paris eindrücklich gezeigt. Unsere französischen Gastgeber haben uns sehr verwöhnt. Wir wurden mit dem Bus vom Flugplatz abgeholt und dorthin zurückgebracht, unsere Gruppe wurde an zwei Tagen in der Schulkantine mitverpflegt, die Fahrtkosten für einen gemeinsamen Ausflug nach Paris wurden übernommen. Die Gastfamilien ließen die SchülerInnen an ihrem Familienleben teilnehmen und unternahmen mit ihnen Ausflüge am Wochenende. Eine von den französischen SchülerInnen organisierte Abschiedsparty mit temperamentvollen Tanzeinlagen der französischen Gastgeber bildete den schwungvollen Abschluss unserer Fahrt. Der Austausch mit dem Lycée Camille Claudel ist inzwischen fest etabliert. Wir mögen einander.

Katrin Gramann, 20.11.11