A la découverte de Lyon

Eine Woche lang hat eine Gruppe von 20 Bertha-Schülerinnen und Schülern die Metropole am Zusammenfluss von Saône und Rhône besucht. Zum ersten Mal fand ein Austausch mit dem Lycée Saint Just statt, oberhalb des Vieux Lyon, gleich neben dem Amphitheater aus den Tagen, als die Stadt noch Lugdunum und Frankreich Gallien hieß.

Gemeinsam mit den französischen Schülern gab es zunächst einen Ausflug in das mittelalterliche Städtchen Pérouges. Nach einer Erkundungstour konnte man in einen Kalligraphiekurs seine Handschrift verschönern und zum Abschluss die hiesige Spezialität genießen: La galette de Pérouges. In den folgenden Tagen wurde französischer Schulalltag miterlebt, wobei das gemeinsame Essen in der Kantine mit dem Panoramablick auf ganz Lyon der Höhepunkt gewesen sein durfte.

Nach und nach wurde die Stadt der Seide, der Feinschmecker, die Heimat von Paul Bocuse und dem kleinen Prinzen erkundet. Unter anderen mit einer Tour durch die sogenannten Traboules, einem Labyrinth aus verwinkelten Gängen, die einst angelegt wurden, um die kostbare Seide unbeschadet von einer Werkstatt zur nächsten zu transportieren. Eine weitere Station war die ferme de l'abbé Rozier, eine Art botanisches Versuchslabor, wo man versucht, neue Wege in der Landwirtschaft zu beschreiten. Hier gab es viel zu untersuchen, zu entdecken und zu erschmecken.

Lyon gilt als die Wiege des Kinos. Dort produzierten die Gebrüder Lumières ihre ersten Filme. Wir besuchten die prunkvolle Villa, in welcher Monsieur Lumière das Geld seiner Söhne verprasste. Und dann waren sich alle einig, dass die Woche viel zu schnell vorüber gegangen war.

Wie schön, dass wir uns in einem Monat für die großartige Gastfreundschaft revanchieren können.

 

 

                                                                                                                      O. Saathoff

Austausch mit dem Lycée Jules Ferry in Paris im April 2016

Montag, 4. April

Gegen acht Uhr versammelten sich die 21 Schüler und Schülerinnen am Hauptbahnhof. Die Hinfahrt verlief sehr fröhlich, sodass die acht Stunden Fahrt wie im Flug vergingen. In Paris, dem Bahnhof Gare de l’Est, angekommen, wurden die Schüler und die beiden begleitenden Lehrerinnen (Frau Imkeller und Frau Bode) von Madame Peltier in Empfang genommen. Madame Peltier ist Deutschlehrerin des Jules-Ferry Gymnasiums und hat uns mit ihrer freundlichen und geduldigen Art durch die Woche begleitet. Am Bahnhof Gare de l’Est erhielt jeder Schüler zunächst eine Wochenkarte für das Pariser Bahnnetz. Je näher wir der Station Place de Clichy, an der sich die Schule befindet, kamen, umso größer wurde die Freude und die Spannung auf die Gastfamilie. In der Schule angekommen, gab es als Empfang ein süßes Buffet, das dem ersten Kennenlernen dienen sollte. Zu Beginn standen sich die Deutschen und die Franzosen noch schüchtern gegenüber, doch nach und nach lockerte sich die Atmosphäre von selbst. Zum Schluss gab es noch ein kleines Fußballmatch auf dem Schulhof. Anschließend ist dann jeder zu seiner Gastfamilie gegangen und hat dort individuell seinen Abend verbracht. Besonders war, dass alle im Umkreis der Schule wohnen, so dass man sich oft auch noch schnell und spontan abends treffen konnte.

(Viktoria, Clara, Moritz, Anton und Ebba)  

Dienstag,5.April

Nach dem ersten Abend in den Gastfamilien sind wir am Morgen mit den Franzosen in deren Schule (das Lycée Jules-Ferry) gegangen. Dort wurden wir in kleine Gruppen aufgeteilt und besuchten zwei Stunden des Unterrichts. Wir bekamen eine Führung durch die Schule, geleitet von der Deutschlehrerin Mme Peltier. Aufgefallen sind uns die vielen Aufsichtspersonen und eine Krankenschwester. Das gibt es in der Form nicht an unserer Schule. Um 12 Uhr aßen wir gemeinsam mit den französischen Austauschschülern in der Schulkantine zu Mittag. Anschließend haben wir uns wieder mit Frau Imkeller und Frau Bode getroffen, um zuerst die Île de la Cité mit der Conciergerie und der berühmten Kirche „Notre Dame“ zu besichtigen. Danach gingen wir noch zur Île St. Louis, wo einige Mitschüler ihren allerersten Crêpe in Paris aßen. Nach diesen tollen Stadteindrücken kehrten wir wieder zusammen zur Schule zurück. Dort erwarteten uns die Franzosen bereits, um uns noch einige schöne Plätze im Viertel Montmartre zu zeigen. Und zum Abschluss führten sie uns auf die Dachterrasse des Einkaufszentrums „Printemps“, von wo aus man eine unglaubliche Aussicht über Paris hat. Den Abend verbrachte dann jeder in seiner Gastfamilie. Alles in allem war der Dienstag ein sehr schöner Tag!  

( Magdalena, Emilie, Clara H. und Salome)  

Mittwoch, 6. April

Nach einem typisch französischen Frühstück mit Croissants und Crêpes besichtigten wir als erstes „La Défense“ mit der „Grande Arche“. Das ist ein modernes bogenförmiges Bürogebäude, welches dem Triumphbogen nachempfunden ist. Das Gebäude ist ziemlich gigantisch, aber leider ist es dort - vor allem morgens - durch den Wind ziemlich kalt. Deswegen sind wir dann auch ziemlich schnell weitergefahren zum Triumphbogen, der im Auftrag Napoleons errichtet wurde. Dort gibt es das Grab des unbekannten Soldaten und die ewige Flamme. Danach hatten wir Freizeit und sind in kleinen Gruppen über die Champs-Élysées spaziert. Vom Obelisken sind wir dann gemeinsam zum Louvre gegangen, wo wir in einer riesigen Menschenmenge die Mona Lisa bestaunen konnten. Trotz unserer Erschöpfung haben wir daraufhin mit unseren französischen Freunden Handball und Volleyball in der Schule gespielt. Später sind einige von uns noch zu den Treppen vor Sacré-Cœur gegangen, wo wir mit den Franzosen Musik hörten und den Ausblick über Paris genossen. Im Sturzregen ist dann jeder nach Hause gelaufen und der Abend wurde bei den Gastfamilien verbracht. Wir hatten also insgesamt einen sehr schönen, wenn auch anstrengenden Tag!

(Arndt, Anna, Tabea und Miria)

Parisaustausch 2014

Wann gehen wir auf den Eiffelturm?

Die heißersehnte Fahrt auf den Eiffelturm war sicher für viele Schüler unserer Gruppe der absolute Höhepunkt unserer Austauschfahrt nach Paris, wo unsere Schule schon seit vielen Jahren einen Austausch mit dem Gymnasium Jules Ferry pflegt.

Unsere Gruppe, das waren 23 Schüler der neunten Klassen und zwei begleitende Lehrerinnen. Mit dem Zug machten wir uns am Montag, dem 10. März 2014 auf den Weg in die französische Hauptstadt. Da das Buchen der Fahrkarten sich schon sehr abenteuerlich gestaltet hatte, waren wir auf alles gefasst. Aber – die Reise verlief reibungslos und wir kamen am späten Nachmittag pünktlich an der Gare de l’Est an. Die Schüler wurden von den Gastfamilien begrüßt und gleich mit nach Hause genommen.

In den folgenden Tagen erkundeten wir  tagsüber die Sehenswürdigkeiten von Paris, fuhren nach Versailles und durften am Unterricht unserer Partnerschule teilnehmen. Wir waren im Kino und amüsierten uns während einer abendlichen Bootsfahrt auf der Seine.

Unsere Schüler fanden guten Kontakt zu ihren Austauschpartnern und fühlten sich in den Gastfamilien sehr gut aufgenommen und lernten dabei natürlich auch die Lebensgewohnheiten unserer westlichen Nachbarn kennen. Sie fanden es außerdem toll, dass die Schüler sich auch außerhalb des Unterrichts oft treffen, da sie nicht so weit verstreut wohnen wie ihre Schulkameraden in Berlin.

Zur guten Stimmung trug auch das Wetter bei, denn es regnete nicht und war schon ziemlich warm. Allerdings entpuppte sich das, was uns die Schulleiterin am ersten Morgen als „la brume du beau temps“ anpries, als Smog. Deshalb war letztendlich der Besuch auf dem Eiffelturm zwar windstill, aber der Montmartre und die Kirche Sacré-Cœur lagen schon im Dunst. Ein Erlebnis war es aber trotzdem.

Leider mussten wir am Sonntag, dem 16. März schon unsere Heimreise antreten, was den einen oder den anderen in unserer Gruppe doch ein bisschen traurig stimmte. Die Bahn brachte uns dann sicher und pünktlich nach Berlin zurück und nun freuen wir uns auf den Gegenbesuch Anfang Mai.

Endlich Paris!

Deutsch-Französischer Austausch 2013

Nach zwei bzw. drei Lernjahren sind 22 Schülerinnen und Schüler des 8. und 9. Jahrgangs mit Frau Drews und Herrn Ihsen zum Frankreichaustausch nach Paris aufgebrochen. Eine Woche (18. - 24. Februar) lebten die Schüler in ihren französischen Gastfamilien des Lycée Jules Ferry. Seit 11 Jahren besteht nun schon der Austausch mit unseren Freunden, deren Schule im Montmartre-Viertel im Herzen von Paris liegt.

An der Schule wurden wir mit einer Ansprache der Rektorin begrüßt, gefolgt von einem ausgiebigen Frühstück mit Croissants und Crêpes. Bei einem ersten Kennenlernspiel kamen sich die französische und die deutsche Schülergruppe näher. Da es für viele SchülerInnen des Europäischen Gymnasiums Bertha-von-Suttner der erste Besuch in der Hauptstadt Frankreichs war, galt es natürlich die aus den Medien bekannten Attraktionen zu besuchen:

So spazierten wir durch die Stadtviertel von Paris, sahen Notre Dame, das Centre Pompidou, besuchten das Marais-Viertel mit der schönen Place des Vosges, die Champs Elysées und machten eine Rallye in Montmartre. Von der Basilika Sacré-Cœur aus genossen wir die tolle Aussicht über die Stadt. Unser Eindruck von Paris von oben vervollständigte sich durch den Aufstieg auf den Triumphbogen und natürlich grüßten wir aus luftiger Höhe von der Spitze des Eiffelturms. Im Louvre rätselten wir über die Geheimnisse der Mona Lisa und das Musée Montmartre brachte uns die Kunst und Kultur des berühmten Kabarett "Le Chat Noir" näher.

Aber auch die gemeinsamen Aktivitäten mit den französischen Schülerinnen und Schülern kamen nicht zu kurz: So machten wir eine Bootsfahrt auf der Seine, staunten über den funkelnden Eiffelturm und genossen Paris bei Nacht. Beim Eislaufen vor der beeindruckenden Kulisse des im Stil der Neorenaissance gebauten Hôtel de Ville hatten SchlittschuhanfängerInnen und -profis ihren Spaß. Zudem besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler an einem Vormittag den Unterricht am Lycée Jules Ferry und aßen gemeinsam mit ihren Austauschpartnern in der Schulkantine zu Mittag.

Auch in den Familien galt es sich zu verständigen und eben diese Verständigung war vielfach ein Erfolg: Die Lust auf die französische Sprache wurde verstärkt und bei einigen verfestigte sich der Wunsch, später einmal in Paris zu leben. On verra...

Wir freuen uns auf den Gegenbesuch unserer neuen französischen Freunde am Europäischen Gymnasium Bertha-von-Suttner im kommenden Monat!

A. Drews, L. Ihsen