Deutsch-französischer Schüleraustausch mit dem Lycée Camille Claudel in Palaiseau vom 1.-8. Oktober 2010

Paris - die Stadt der vielen Gesichter, geprägt von imposanten Avenuen und kleinen, charmanten Gässchen.

Wie jedes Jahr im Herbst hatten wir, die Teilnehmer am Paris-Austausch mit dem Lycée Camille Claudel, die Gelegenheit, uns ein eigenes Bild von dieser berühmten Metropole zu machen. Dies bedeutete, sich vormittags mit der deutschen Gruppe auf Entdeckungstour in die facettenreichen Quartiers der Stadt zu begeben und abends in den Gastfamilien die Besonderheiten der anderen Kultur kennen zu lernen, insbesondere die kulinarischen. Natürlich ist man vor der Ankunft, die bei uns erst zwei Tage später als geplant erfolgte (Danke, Easyjet!!), etwas nervös, wie die Gastfamilie wohl sein wird, wie die Wohnung, die man für eine Woche sein zu Hause nennt, und natürlich, die größte Angst:„ Ich werde doch kein Wort von dem verstehen, was die zu mir sagen!!“ - nicht nach drei oder, wie in meinem Fall, sogar nur zwei Jahren Französischunterricht… Aber, wie so oft im Leben, macht man sich vorher viele unnötige Sorgen; und wenn man dann einmal gemerkt hat, dass die Eltern sehr herzlich sind, der Correspondant genau solchen Bammel hatte wie man selbst und im Notfall auch ruhig mal Englisch gesprochen werden darf, wird einem doch recht schnell klar, wie toll es ist, einfach mal eben eine Woche mit seinen Freunden in Paris zu sein und nebenbei auch noch viele nette Leute kennen zu lernen.

Mir persönlich hat die Reise gezeigt, wie spannend es ist, plötzlich in den Alltag einer vorher völlig fremden Familie integriert zu sein, und spätestens als mich meine Gastmutter regelmäßig „ma grande“ und „cherie“ nannte, wusste ich, man muss nicht dieselbe Sprache sprechen, um dazuzugehören.

Sophia von Bültzingslöwen (Kl. 10a); 01.11.10

Gegenbesuch 2010

Deutsch-französischer Schüleraustausch mit dem Lycée Camille Claudel in Palaiseau

Nach dem Aufenthalt einer Schülergruppe unserer Schule in Paris im Oktober 2009 erfolgte nun vom 3. bis 10. Mai 2010 der Gegenbesuch der französischen Austauschpartner(innen).

Wer an einem Austausch teilnimmt, gewinnt nicht nur einen Eindruck eines anderen Landes und anderer Lebensverhältnisse, sondern er hat auch die Gelegenheit, sich in Fähigkeiten zu üben, die von einem Gastgeber erwartet werden. Das fällt natürlich leichter, wenn man sich schon kennengelernt hat. Trotzdem braucht man Organisationstalent, wenn es gilt, den eigenen Schulaltag zu bewältigen und gleichzeitig so viel Zeit wie möglich mit dem französischen Gast zu verbringen, ihn zu versorgen, ihn am verabredeten Treffpunkt abzuholen, Geduld zu haben, wenn die Gruppe sich verspätet, die Konversation am Familientisch in Gang zu halten und Vieles mehr. Der Lohn sind ein gutes Gefühl und vielleicht neue Freunde, mit denen man in Kontakt bleiben will. Die gemeinsame Abschiedsparty mit Büfett, Musik und guter Laune hat gezeigt, dass es um die deutsch-französischen Beziehungen gut bestellt ist.

K. Gramann; 20.05.2010