Licht aus! Film ab!

18 Uhr- in Raum 21 versammelten sich alle Latein-Grundkurse des ersten Semesters. Im Rahmen des Lateinunterrichtes wurde am 9. Dezember zur „Rom-Nacht“ eingeladen.

Wir Schüler hatten zu Hause, nach Rezept, eine typisch römische Speise vorbereitet, um diese dann gemeinsam mit allen anderen genießen zu können.
Es gab Fladen aus Mehl und Frischkäse, die in Honig eingelegt waren, Pilze, auf römische Art zubereitet, Hirsebrei und ein grünes Etwas, von dem mir einzig in Erinnerung geblieben ist, dass es sehr viel Knoblauch sein Eigen nennen durfte…
Für das richtige Getränk war auch gesorgt – Vino! Gut, nicht wirklich Wein, sondern Traubensaft, das ganze war ja doch noch eine Schulveranstaltung…
Nachdem jeder sich mit Speis und Trank eingedeckt hatte, machte man es sich gemütlich.
Die, die vorausschauend an Decken und Kissen gedacht hatten, wären sicherlich gerne noch bis zum nächsten Tag auf ihren Lagern geblieben… und auch die anderen waren im Stande, sich mit Jacken und Pullovern ein kuscheliges Plätzchen zu bauen.
Sobald jeder sich eingerichtet hatte, ging es los und es hieß: „Licht aus! Film ab!“

Viele von uns erwarteten sicherlich eine langweilige, „actionarme“ Dokumentation über wichtige Philosophen und ihre Werke oder noch besser über sämtliche Kaiser des Römischen Reiches – als ob wir diese nicht zur Genüge im Unterricht übersetzen würden…
Falsch gedacht! Es kam ganz anders:
Viel Geschrei und Waffengeklirre -eine Schlacht! Und so ging es auch weiter, unterhaltsam und dennoch ein Stück weit lehrreich.

„Römische Gesellschaft“, so lautet das Thema des ersten Semesters und genau darum dreht sich auch die Serie „Rom“.
Eine moderne Verfilmung bringt einem das Leben in der Antike in Spielfilm-Sprache und Bild näher.
Indem der historische Hintergrund bewahrt wird, wird Caesar und die Mordintrige gegen ihn zum zentralen Thema gemacht.
Vieles durch den Unterricht Bekanntes hat auch in dem Film seinen Platz gefunden. Wie zum Beispiel das Verhältnis zwischen der adligen Frau und ihren Sklaven oder die heimlichen Liebschaften der ehrenwerten Senatoren.

Gegen 21 Uhr war die Reise in die Antike schon wieder vorbei und schnell war aufgeräumt und dank vieler fleißiger Händchen die Tische wieder hingestellt.
Und ein jeder ging nach Hause…

So hatten alle Spaß und eventuell hat der eine oder andere ja wirklich etwas gelernt oder zumindest, das in den letzten Wochen mühevoll Übersetzte, in spannenden Bildern verinnerlicht.

Vielleicht wird es ja in absehbarer Zeit einen weiteren Abend geben! Und ich bin mir sicher, die, die dabei waren, werden wieder kommen!
Leonie Weisslein; GK 11 Latein ; 17.02.2011