O philosophia vitae dux….

Im Rahmen der Kooperation des Fachbereiches Alte Sprachen mit der Freien Universität Berlin wurde unseren Schülern die Teilnahme an einer Veranstaltung des Instituts für Griechische und Lateinische Philologie (Frau Prof. Dr. Uhlmann) angeboten unter demTitel ‚PhilosophischesPropädeutikum – Eine Einführung in die Klassiker der Philosophiegeschichte‘.

In acht Vorlesungs- und Seminarsitzungen sollten Klassiker der Philosophiegeschichte vorgestellt, gelesen und diskutiert werden. Unsere Schülerin Celina Schneider (3. Sem.) hat – angeregt durch die Behandlung philosophischer Themen im Leistungskurs Latein und im Grundkurs Altgriechisch - diese Veranstaltungen besucht und ein Abschlußzertifikat erworben. Lesen Sie im folgenden ihren Bericht!

Dr. J.Fries, FB Alte Sprachen ; 10.01.11

Philosophisches Propädeutikum an der FU Vom 1.November bis zum 20. Dezember öffnete die FU jeden Montag für 90 Minuten ihre Türen, um philosophiebegeisterten Schülern der 12. und 13. Jahrgangsstufe eine Einführung und einen Einblick in ein Philosophiestudium zu gewähren. Trotz nahendem Abiturs und zunehmend schlechterer Witterungsverhältnisse nahmen einige Schüler aus ganz Berlin acht Wochen lang eine teils weite Anreise auf sich, um sich von Platon bis Kant über die Entwicklung der Philosophie zu informieren. Zur ersten Sitzung begrüßte uns die Koordinatorin des Projektes, Frau Prof. Dr. Gyburg Uhlmann und leitete gleich die erste Vorlesung über Platons Ideenlehre. Die zweite Sitzung unter dem Motto „Aristoteles und das Glück“ wurde von Herrn Prof. Krewet geleitet. Es folgten sechs weitere interessante Sitzungen, die einen Überblick über verschiedene Etappen der Philosophiegeschichte boten. Wöchentlich wurden wir mit Texten der jeweiligen Philosophen versorgt und nach einem ersten Schock, knapp 70 Seiten über und von Platon in wenigen Tagen lesen zu sollen, wurde der Arbeitsaufwand mit ca. 8-15 Seiten pro Woche auch überschaubar. Da für mich besonders die antike Philosophie interessant war, ging ich nach den ersten beiden genannten und der folgenden Veranstaltung mit dem Titel „ Theodizee: Freiheit und Determination im Hellenismus und in der Spätantike“ mit nicht ganz so hohen Erwartungen in die Vorlesung über mittelalterliche Philosophie am Beispiel von Thomas von Aquin. Aber sowohl in dieser als auch in den folgenden Sitzungen wurde ein eindeutiger Bezug zur Antike deutlich und es verging kaum ein Montag ohne die Worte „Platon“ oder „Aristoteles“. Was neben dem Philosophischen aber zweifelsfrei das Beste am Propädeutikum war, war die Erfahrung, Univorlesungen mitzuerleben und acht verschiedene Unterrichtsstile der Professoren kennenzulernen, die sich nicht nur im Anspruch von denen der Lehrer unterscheiden. Diese Erfahrung wird sicherlich nicht nur im Falle eines eventuellen Philosophiestudiums von großem Nutzen sein. Abgerundet wurde das Propädeutikum im neuen Jahr mit der Übergabe der Teilnahmezertifikate und einer abschließenden Gelegenheit, Fragen zu klären die sowohl die philosophischen Inhalte betrafen als auch in Richtung einer Studienberatung gingen. Abschließend bleibt nur zu sagen, dass sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt hat und das Engagement der Dozenten und der teilnehmenden Schüler die Veranstaltungen sowohl zu lehrreichen wie interessanten aber auch zu studienvorbereitenden machten. Celina Schneider, LK Latein