Bericht zur SV-Fahrt (29.09. – 01.10.17)

Tag 1:

Was macht man an einem Freitag vor einem verlängerten Wochenende als engagierter Klassensprecher und Jahrgangsvertreter? Man trifft sich um 9 Uhr am S-Bahnhof Blankenburg, um sich gemeinsam auf den Weg nach Wandlitz zu machen. Natürlich waren alle mehr oder weniger motiviert die 22 km mit dem Fahrrad zurückzulegen. Und tatsächlich war die Fahrt für die meisten spaßiger als sie gedacht hätten. Spätestens als wir in Wandlitz ankamen, waren aber dann doch alle froh, da zu sein. Anstatt sofort mit dem Arbeiten zu beginnen, konnten wir uns auch erst einmal ausruhen, was in den meisten Fällen hieß, eine Runde Tischtennis oder Frisbee zu spielen.

Als es dann letztendlich doch an die Arbeit ging, begannen wir mit einem kleinen Quiz zu den Rechten der GSV und der Schülerschaft und uns wurde des Öfteren bewusst, dass wir an der Bertha doch mehr Rechte zugestanden bekommen, als es rechtlich vorgesehen ist.

Danach folgte eine Gruppenarbeit zu verschiedenen Fallbeispielen, welche bei dem herrlichen Wetter von den meisten Schülern draußen in der Sonne bearbeitet wurden. Bei der gemeinsamen Besprechung haben wir uns dann alle wie kleine Anwälte gefühlt, als wir mit den Paragraphen um uns schmissen, um unsere Position zu bestärken und letztendlich eine Lösung für den Fall zu finden. Seit dieser Aufgabe wissen wir alle sehr viel besser Bescheid über das Schulgesetz und es wurde noch einmal deutlich, dass wir Schüler (entgegen der Meinung einiger Lehrer) ein Recht darauf haben, die Informationen der GSV im Rahmen der Unterrichtszeit weiterzuleiten. Unser Ziel ist es daher, die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern diesbezüglich zukünftig zu verbessern.

Der Abend endete mit einem gemeinschaftlichen Gang zum Dorfkonsum alias Edeka, wo man sich natürlich nur mit gesunden Dingen versorgte, wie es auf so einer Fahrt halt üblich ist.

                       

Tag 2:

Wie stellt ihr euch eine perfekte Schule vor? Wenn alles möglich wäre und es keine Grenzen gäbe? Diese Fragen haben wir uns auch gestellt. Manche äußerten Wünsche wie eine Einhornfarm und einen Fitnessraum, der Fantasie waren halt keine Grenzen gesetzt. Als wir uns auf realisierbare Ziele einschränkten, haben sich aber doch ziemlich schnell Ideen und Wünsche wiederholt. Gemeinsame Sportaktivitäten, mehr Grün und Pflanzen in der Schule und generell eine größere Vermischung der Jahrgangsstufen untereinander, um nur einige Punkte zu nennen. Doch wie sollen diese Punkte verwirklicht werden? Die Antwort ist: Ausschüsse und Gremien. Wo wir uns als Schüler zusammentun, Ziele erarbeiten und für unsere Meinung einstehen. Und bevor die Ideen unter den Tisch fallen, wie man es sonst öfter von Hausaufgaben kennt, haben wir uns in Gruppen hingesetzt und Verwirklichungsmöglichkeiten ausgedacht. So hat der Sportausschuss schon ein Fußballturnier ins Detail organisiert, der SV- Öffentlichkeitsausschuss hat einen Flyer gestaltet, der fast schon in Druck gehen könnte und der Schulgestaltungsausschuss dachte schon an bestimmte Farben, mit denen man Klassenräume streichen könnte. Sogar an Uhren von IKEA wurde gedacht. Was kann denn bei diesen vielen guten Ansätzen für das nächste Schuljahr noch schief gehen?

Nachdem unsere beiden Lehrer gezeigt haben, dass sie uns leider nicht beim Tischtennis gewinnen lassen, sondern uns erbarmungslos herausschmettern, ging es vor dem Essen dann noch einmal zu Edeka.

Um zuletzt in der Gruppe noch etwas gemeinsam zusammen zu machen, wurde am Abend eine große Runde Werwolf gespielt. Dabei hat unser ehemaliger Schulsprecher Thorben mit Bravour gezeigt, wie man als Werwolf-Liebespärchen alle um die Finger wickeln kann und am Ende mehr oder minder gewinnt.

Tag 3:

Am Ende wünschten sich viele noch ein paar Tage dort bleiben zu können. Aber wie immer muss alles, was Spaß macht, zu Ende gehen (warum sonst verlassen wir nach der 12. Klasse die Schule?). Somit ging es nach den Vorstellungen der Ergebnisse der Gremien um elf Uhr schon wieder Richtung Heimat. Die Wetterfee war uns zwar nicht mehr ganz so hold, aber trotzdem hatte sie uns ein schönes Wochenende beschehrt.

 

Auf ein Neues im nächsten Jahr!

Caroline Schmidt (Jg.St. 12)