Erasmus+ Berlin - Aix-en-Provence

Eine Woche in Aix-en-Provence:

Um 7 Uhr morgens begann unsere Reise am Berliner Hauptbahnhof: 17 Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klasse machten sich in Begleitung von zwei Französischlehrern auf den Weg nach Aix-en-Provence. Die 14-stündige Zugfahrt war lang, aber geprägt von Vorfreude, Gesprächen und der wachsenden Spannung auf das, was uns erwarten würde. Als wir schließlich am Abend ankamen, wurden wir bereits von unseren corres am Bahnhof empfangen - ein Moment, der gleichzeitig aufregend und ein wenig ungewohnt war. In den Gastfamilien wurden wir herzlich aufgenommen und konnten direkt in den französischen Alltag eintauchen.

Schon am nächsten Morgen trafen wir uns im Lycée Sacré-Cœur zu einem gemeinsamen Frühstück und kamen ins Gespräch. Anschließend erkundeten wir die Märkte von Aix: Zwischen frischem Obst, Gemüse und Gewürzen bekamen wir einen ersten Eindruck vom Leben in Südfrankreich. Besonders interessant war es, danach am Unterricht teilzunehmen und Unterschiede zum deutschen Schulsystem zu beobachten.

Am Freitag besuchten wir das Musée Hôtel de Caumont. Dort bekamen wir einen spannenden Einblick in die französische Kunst- und Kulturgeschichte. Im Anschluss startete das Wochenende, das wir individuell in unseren Gastfamilien verbrachten. Viele nutzen die Gelegenheit, Marseille zu besuchen oder einfach Zeit miteinander zu verbringen.

 

Ein echtes Highlight war die Wanderung in die Calanques, welche zwischen Marseille und Cassis liegen. Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir entlang der Küste und hatten immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die Landschaft und das türkisfarbene Meer.

Am letzten gemeinsamen Tag setzten wir uns mit Aix-en-Provence als „Stadt der tausend Brunnen“ auseinander. In Form einer Rallye erkundeten wir die Altstadt, entdeckten versteckte Plätze und lernten dabei mehr über die Geschichte der Stadt. Gleichzeitig blieb Zeit, kleine Andenken und Souvenirs zu kaufen. Anschließend trafen wir uns alle im „Parc de la Torse“ für ein gemeinsames Picknick, zu dem jeder etwas Leckeres beisteuerte.

Der Abschied am Mittwoch fiel Vielen schwer. Innerhalb weniger Tage waren aus zunächst Fremden Freunde geworden. Umso größer ist die Vorfreude auf den Gegenbesuch Ende Mai, wenn wir unseren Austauschpartnern Berlin zeigen und uns für diese besondere, wunderschöne Woche revanchieren können.

Tilda Carstensen/Milena Littger