1. Preis für Projekt

1. Preis für die ehemalige 11c (2009/10) beim Wettbewerb „20 Jahre Deutsche Einheit“

Am 24. September 2010 gab die Jury der Stiftung Berliner Mauer die Gewinner ihres Schülerwettbewerbs „20 Jahre Deutsche Einheit“ bekannt: Den 1. Preis im Wert von 3.000 € erhält die ehemalige Klasse 11 c (2009/10) der Bertha-von-Suttner-Oberschule für ihr Projekt zur Frage „Wächst zusammen, was zusammengehört?“, das sie im Basiskurs Geschichte zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Schrimpf entworfen und durchgeführt hatte.

Insgesamt 321 Schüler/innen aus Berlin und Brandenburg hatten sich mit Projektarbeiten zu unterschiedlichen Leitfragen an dem Wettbewerb beteiligt. Der 2. Preis geht an die Gustav-Heinemann-Oberschule, der dritte Preis an das Canisius-Kolleg. Die Schülerinnen und Schüler der 11c erhalten nicht nur das benannte Preisgeld, sondern sind zusätzlich zu einem Festakt der Deutschen Einheit am 2. Oktober um 11 Uhr mit Joachim Gauck, Walter Momper und Klaus Wowereit in das Berliner Abgeordnetenhaus eingeladen, wo ihr Wettbewerbsbeitrag präsentiert wird.

In der Jury des Wettbewerbs saßen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur: Neben Elena Demke, Referentin beim Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und der Schriftstellerin Jana Hensel gehörten ihr Rainer Klemke von der Berliner Senatskanzlei und Dr. Irmgard Zündorf vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam an. Die Jury begründet den 1. Preis für die 11c in der Pressemitteilung der Stiftung wie folgt: „Die Arbeit der Klasse 11 c der Bertha-von-Suttner-Oberschule überzeugte die Jury am meisten. Sie hatte sich der Frage „Wächst zusammen, was zusammengehört?“ gewidmet.

Die Schüler/innen haben einen Fragebogenkatalog erarbeitet und sind in den Dialog mit ihren Lehrern aus Ost und West getreten. Damit hat die Klasse selbstständige Recherchen übernommen und hat sich ihrem täglichen Umfeld gestellt. Die Befragung der eigenen Lehrer erfordert Mut auf beiden Seiten. Die Schüler konnten Vorbehalte, Zurückhaltung, aber auch den Wunsch zur Zusammenarbeit und zum „Zusammenwachsen“ feststellen. Die Schüler haben sich sowohl vor ihrer Projektarbeit Gedanken über ihre Methode als auch im Nachhinein über die Ergebnisse gemacht. Die Präsentation in unterschiedlichen Posterformaten bietet sich sehr gut zur Ausstellung an – sie zeigt die Vielfalt der Meinungen und den Prozess des Zusammenwachsens, der – so das Fazit der Schüler – noch nicht beendet ist. Die interessante Idee, mutige Umsetzung und hohe Reflexion hat die Jury dazu bewogen, dieses Projekt mit dem Platz 1 auszuzeichnen.“ Stolz können die Schülerinnen und Schüler der ehemaligen 11c ihren Preis am 3. Oktober 2010 um 14:00 Uhr in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde entgegennehmen. Dann können sich auch Besucher in einer Ausstellung, in der alle Wettbewerbsbeiträge gezeigt werden, von der Kreativität der Schüler/innen überzeugen.

Die Ausstellung wird bis zum 14. November 2010 in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu sehen sein. Unser Dank geht an alle Lehrerinnen und Lehrer der Bertha-von-Suttner-Oberschule, die uns durch die Beantwortung unseres Fragebogens geholfen haben, das Projekt durchzuführen. Insbesondere danken wir jenen Lehrerinnen und Lehrern, die sich für persönliche Interviews zur Verfügung gestellt haben.

Im Auftrag der Klasse 11c, Susanne Schrimpf; 25.09.10