Abiturrede 2007 der Schüler

(Gloria Gabriel und Fabian Liebig) Weil ihr heut euer Abi habt, da haben wir gedacht, wir halten euch ne Rede jetzt, weil euch das Freude macht!

Meine Damen und Herren, liebe Schüler, sehr geehrte Lehrer, Eltern, Verwandte, Freunde und Bekannte
sie alle konnten es hören, das war nicht gerade großes Kino. Wir alle besitzen unterschiedliche Stärken und Talente
einzigartige Fähigkeiten, die wir über einen langen Zeitraum verfeinern konnten. Alle Möglichkeiten dazu gab uns unser
Aufenthalt an unserer geliebten Bertha-von-Suttner-Oberschule. Beim Singen hat es bei mir zwar nicht geklappt, dennoch sind
wir alle dort gewachsen und in erster Linie gereift.
Wir Laudatoren haben uns heute hier mit Ihnen eingefunden, um jemanden für besondere Leistungen zu ehren.
Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Einzelperson, sondern um 112 außergewöhnliche Persönlichkeiten,
denen heute der Platz im Rampenlicht gebührt. Denn sie alle haben diesen Preis verdient.
Auf den ersten Blick scheint es als sei es ein Leichtes, diesen Preis zu erringen, doch blickt man tiefer, so wird deutlich,
dass dieser Weg bis hierhin kein leichter war, ganz im Gegenteil manchmal sehr steinig und schwer.
Um dennoch die Herausforderung von insgesamt 13 Jahren Schulzeit mit dem Abitur als krönendem Abschluss mit Bravour
zu meistern, bedarf es einiger essentieller Faktoren, die wir beim Namen nennen sollten:


An erster Stelle: Fleiß- ohne Fleiß kein Preis heißt es sprichwörtlich, und genau das spiegelte sich im täglichen Schultrott wider.
Denn auch Hausaufgaben und Referate machen sich trotz Wikipedia und Google nicht von selbst.

Auch Mut gehört dazu: Denn wie sagte schon Kant: Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Ob bei Referaten vor
versammelter Klasse, bei mündlichen Quälereien im Mathematikunterricht oder beim Spicken. Mut was das, was uns jede erdenkliche Hürde überwinden ließ.

Des Weiteren ein starker Wille: Wenn die Dinge nicht so laufen, wie du sie dir vorstellst, dann stell dir etwas anderes vor.
Dies mag für den einen oder anderen als Devise für ein erfolgreiches Leben dienen. Wir Abiturienten zeigten jedoch stets den Willen, um einmal mehr
aufzustehen als wir gefallen sind.

Nicht zu vergessen Kreativität: Ob das mind map, essays oder brainstorming. Dies alles förderte und erforderte die Kreativität jedes einzelnen.
Ein Beispiel: der innere Zwang, sich für versäumte Stunden originelle Ausreden einfallen zu lassen.

Zu Guter letzt, Verstand: von einigen mehr, von anderen eher zeitweise sparsam verbraucht, pflasterte uns dieser den Weg zum heutigen Tag.
Auch wenn einige dachten "mit leerem Kopf nickt es sich leichter", so hat dieser Abiturjahrgang wohl jeden vom Gegenteil überzeugt.


Selbst wenn viele von uns bei den oben genannten Faktoren unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt haben, so saßen wir doch alle im selben Boot
und haben den Hafen Abitur 2007 sicher erreicht.

" Spaß ist, was ihr draus macht", titulierte einst eine orangene Brause. getreu diesem Motto lasst uns nun an die schönen Zeiten unserer Schullaufbahn
zurückdenken. Was waren die Highlights?

Da wären sicher ganz vorne die Klassenfahrten, egal ob Sankt Peter Ording, Marina Di Massa, oder Prag und Sardinien. Auf ihnen drehte sich das Partnerkarussel reichlich,
man lernte sich außerhalb der Klassenräume näher kennen und auch Lehrer waren zumindest für ein paar Tage mehr als unsere Pauker.

Besonders im Gedächtnis werden uns allen die Austauscherfahrungen sein. Viele unter uns nahmen die Gelegenheit wahr, den Blick über den berühmten (nu)Tellerrand zu werfen.
Ob eine Kanufahrt in Schweden, die Besteigung der Chinesischen Mauer oder eine Woche zu Besuch bei der Mafia in Sizilien, es wurde eigentlich alles geboten.

Als kleine Gören missbrauchten wir noch unsere Bücher und Brotbüchsen für Tischtenniswettkämpfe, später ließen wir auf Bällen und Festen den Bär steppen und im SV Büro wurde in den Freistunden nicht gearbeitet sondern gepokert.
Mit zunehmendem Alter änderten sich sowohl Spielvorlieben als auch unsere Ernährung, wir stiegen um von Fest- auf hochprozentigere Flüssignahrung. Auf Partys und besonders nach den Klassenzusammenlegungen kamen wir uns näher und es wuchs eine starke, kämpferische und, für Herrn Zinnert, auch die schönste Abigemeinschaft zusammen. Natürlicherweise gab es unterschiedliche Interessen und manche
Freundeskreise tangierten sich nur peripher. Nichtsdestotrotz, die Stimmung in diesem Jahrgang war einzigartig. Dies zeigte sich unlängst auf unserer Fahrt nach Ungarn, die das Tüpfelchen auf dem Abiiiii
darstellte. Unter strahlender Sonne gaben wir uns ungarischen Gaumenfreuden wie Bier hin und tanzten die Abiverkrampfung aus den Knochen.

13 Jahre Schule, 9 bzw. 7 Jahre Gymnasium, Extrarunden mal ausgenommen..... und was können wir?

Wir können auf Latein, Französisch, Alt-Griechisch, Spanisch oder Englisch fluchen, wir können Wurzeln ziehen, Kurven diskutieren, Klimadiagramme auswerten, Knallgasproben machen oder Gedichte analysieren...
Doch was von alledem ist von Nutzen für unser zukünftiges Leben?
Nichts!!!!!!!

Viel Wichtiger sind Werte wie Respekt, Toleranz, kritisches Hinterfragen, Selbständigkeit und Reife. Auch sie wurden uns vermittelt, und werden uns weiterbringen als jede Formel oder Vokabel.

Unser Abimotto lautet frei nach David Haselhoff: "abi looking for freedom"; natürlich hat man sich sein Schulleben nach der unendlichen Freiheit gesehnt, sah die 3 goldenen Buchstaben A, B und I am Ende des
streckenweise düsteren Tunnels hervorleuchten. Dennoch nun die Frage aller Fragen: Was machen wir mit unserer Freiheit? Sind wir überfordert von ihr, erdrückt quasi oder ist sie genau das, was wir uns so lange erträumt haben?
Jeder der 112 Abiturienten wird diese Frage anders beantworten können, manche vielleicht sogar noch zu keiner Antwort kommen.

Behaltet im Gedächtnis: Es kommt die Zeit im Leben, da bleibt einem nichts anderes übrig, als seinen eigenen Weg zu gehen. Diese Zeit hat jetzt bereits begonnen, meine Damen und Herren, liebe Abiturienten.

Am Anfang unserer Rede hieß es "die Nominierten in der Kategorie Abitur 07 sind 112 verschiedene Charaktere.
Mit Stolz verkünden wir nun das Urteil der Jury. And the winner is.... der 13. Jahrgang des Bertha von Suttner Gymnasiums 2007.

Obwohl heute wir Abiturienten als Hauptdarsteller glänzen, möchten wir uns auch ganz besonders bei den Menschen hinter den Kulissen bedanken.

Zu allererst natürlich bei unseren lieben Eltern, denn ohne sie wären wir heut nicht hier. Als wir noch mit Gogos spielten, trafen sie die Entscheidung uns auf die Bertha zu schicken.
Genau die richtige Entscheidung.
Dank ihrer Unterstützung kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Wir danken ganz besonders den besten Nebendarstellern, unseren Lehrern und Tutoren, welche uns teilweise über Jahre begleiteten und formten und in jeglicher Hinsicht ihre persönliche Note aufdrückten.

Natürlich gebührt den Regisseuren, der Schulleitung, im Speziellen Frau Randelhoff- Szulczewski und Herrn Wüstenberg unser größter Dank. Sie bestimmten das Profil unserer Schule mit und standen uns stets unterstützend zur Seite. In hitzigen Situation, als nicht nur der Ruf unserer Schule bedroht schien, bewahrten sie einen kühlen Kopf und das nötige Fingerspitzengefühl.

Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle die Produktionsassistenten Frau Ites und Herr Zimmermann. Sie hielten alle Strippen im Hintergrund gekonnt zusammen
und durch ihre fehlerfreie Organisation machten sie unser Abimeisterstück erst möglich.

Auch die, in Anführungszeichen Statisten wie Herrn Kielblock oder Herrn Dumslav, Frau Huhn und Frau Klos aus dem Sekretariat ist zu danken, denn auch sie hatten jeden Tag Ihren persönlichen großen Auftritt.

Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen und nicht die Zuhörer. Deswegen sagen wir danke, wünschen euch und Ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute, auf das ihr weiterhin viele Preise und Auszeichnungen gewinnt und das Leben nach der Schule ein Happy End findet.

Danke