Comenius Partnerschulen

 

Comenius-Projekt 2012-2014 "Skilled for Europe"

Mit Beginn des Schuljahres 2012/13 ist unsere Schule eine von sieben Projektschulen, die für ein neues Comenius-Projekt finanziell gefördert werden.

Unsere Partnerschulen sind uns teilweise aus vorhergehenden Projekten (Kostka aus Barcelona, Tolworth Girls aus London, Fördegymnasium Flensburg), aber auch durch Schüleraustauschfahrten oder MUN bekannt (Catania, Warschau), ganz neu hinzugekommener Partner ist die internationale Schule Rijks in Bergen op Zoom. Zur Zeit arbeiten 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 mit in diesem Projekt. Ein erstes Treffen fand im Dezember 2012 in London statt, zu dem 12 Schülerinnen und Schüler mitgefahren sind. Neben Workshops und Vorträgen, die durch unsere Partnerschule und Vertreter der Universität Reading organisiert waren, tauschten die Teilnehmer der Partnerschulen erste Arbeitsergebnisse aus. Wie die Oberstufenschüler unserer Schule über ein Studium im Ausland denken, welche Vorbehalte und Erwartungen sie haben, kann man der Power Point Präsentation entnehmen, die die Ergebnisse einer Umfrage in der gesamten Oberstufe zu diesem Thema zusammenfasst. 

 

Weiterführende Informationen zum Projekt:

1. Motivation für das Projekt:

Der Druck auf Schülerinnen und Schüler bei der Bewerbung um Studien- und Ausbildungsplätze ist in den letzten Jahren aufgrund der problematischen Wirtschaftslage und der steigenden Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber enorm gestiegen.

Gerade im europäischen Ausland ist die Zahl arbeitsloser junger Frauen und Männer enorm angewachsen. Eine umfassende ökonomische Bildung und eine möglichst frühzeitige berufliche Orientierung, z.B. mit Hilfe von Wirtschaftspraktika, sind unerlässlich, um im harten Wettbewerb bestehen zu können. Ganz wesentlich dabei ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber wissen, welche „Skills“(Fähigkeiten, Kompetenzen) von Arbeitgebern und Universitäten erwartet und eingefordert werden. Weiterhin ist es notwendig, die Mobilität und Flexibilität von Schulabgängerinnen und –gängern hinsichtlich eines Studiums im europäischen Ausland zu erhöhen. Dies gelingt am ehesten durch eine Verbesserung des Wissens um die Möglichkeiten transnationaler Hochschulbildung.

 

2. Konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen:

Die Projektpartner wollen einerseits ein allen Partnerschulen gemeinsames europäisches „Employability-Skills“-Programm schaffen, das es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, der Erwartungshaltung von Arbeitgebern gerecht zu werden. Da viele Universitäten mittlerweile Studiengänge auf Englisch anbieten, sollen andererseits die unterschiedlichen Bewerbungsbedingungen und -verfahren der Universitäten in den Partnerländern transparent gemacht werden, um den Absolventinnen und Absolventen den Schritt zu einem Studium im europäischen Ausland zu erleichtern und als konkrete realisierbare Alternative in den Horizont zu rücken.

Diese beiden Zielsetzungen sollen durch folgende konkrete Maßnahmen erreicht werden:

  • Erfassung der von Universitäten und Arbeitgebern erwarteten Kompetenzen durch von Schülerinnen und Schülern vorbereitete und durchgeführte Umfragen
  • Anleitung und Beratung der Lernenden durch lokale und regionale Arbeitgeber und Universitäten, z.B. in Form von Gastvorträgen, Podiumsdiskussionen, Betriebsbesichtigungen oder Besuchen von Lehrveranstaltungen
  • Vergleich der unterschiedlichen Bewerbungsverfahren europäischer Universitäten in Zusammenarbeit mit Universitäten in den Staaten der Partnerschulen sowie weiterer angrenzender Staaten (DK, A, F, B) und Bereitstellung der Informationen in einer allgemein zugänglichen Datenbank
  • Entwicklung einer herunterladbaren Software (European University Application App) durch die Schülerteams, um anderen Schülerinnen und Schülern die Ergebnisse zugänglich zu machen
  • Kommunikation und Koordination der geplanten Maßnahmen mit Hilfe von „e-Twinning“, Videokonferenzen, e-mail, Social Networks und einer gemeinsamen Webseite

 

3. Nutzen/Mehrwert für die beteiligen Schüler, Lehrer, die Schulgemeinschaften:

Das „Skilled for Europe“-Projekt wird es den teilnehmenden Schulen ermöglichen, eine verbesserte ökonomische Bildung und berufliche Orientierung in ihre schulinternen Curricula zu integrieren. Die bestehenden Verbindungen zu lokalen Arbeitgebern und Universitäten werden intensiviert und besser koordiniert, so dass eine nachhaltige Zusammenarbeit, besonders im Hinblick auf Praktika und Studien- und Berufsberatung, ermöglicht wird.

Die beteiligten Lehrkräfte werden die gewonnenen Kenntnisse verstärkt in ihren Unterricht integrieren und als Multiplikatoren für die Bewusstmachung der Bedeutung von „Employability Skills“ in ihren jeweiligen Kollegien wirken und damit Einfluss auf die schulinternen Curricula haben.

Die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Partnerschulen werden durch den Kontakt zu Arbeitgebern und Universitäten nicht nur ihr Wissen über deren Erwartungen verbessern, sondern durch die Mitarbeit am Projekt und die Teilnahme an gegenseitigen Besuchen selber leichter die geforderten Kompetenzen, wie z.B. Flexibilität, Teamarbeit oder selbstbewusstes Auftreten, entwickeln, was ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich erhöhen wird. Außerdem werden die Lernenden durch ihre erworbenen Kenntnisse über die Bewerbungsverfahren ausländischer Universitäten in besonderem Maße ermutigt, ein Studium im europäischen Ausland aufzunehmen.

Die besondere Berücksichtigung von wirtschaftlich oder anderweitig benachteiligten Schülerinnen und Schülern u.a. bei den Auslandsmobilitäten wird dazu beitragen, deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Bewerbung um Studienplätze signifikant zu erhöhen.

Gerade in Zeiten der Krise der europäischen Wirtschaft und der daraus resultierenden Kritik an einer gemeinsamen europäischen Politik ist das Projekt „Skilled for Europe“, das die Gemeinsamkeiten der Erwartungen von europäischen Universitäten und Arbeitgebern an Absolventinnen und Absolventen allgemeinbildender Schulen hervortreten lässt, dazu geeignet, Befürchtungen der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft abzubauen und eine Identifikation mit dem europäischen Gedanken zu erreichen.

E.Ites/J.Kriesmann   ; Februar 2013     

Simon Langton Grammar School for Boys, 
Canterbury (Großbritannien)
www.thelangton.kent.sch.uk

Simon Langton Grammar School for Boys, Canterbury (Großbritannien)

Tolworth Grils' School,
Surbiton (Großbritannien)
www.tolgirls-tcce.kingston.sch.uk

Col.Legi Sant Estainslau de Kostka, 
Barcelona (Spanien)
www.sekbcn.net

Fördegymnasium,
Flensburg (Deutschland)
www.foerdegym.flensburg.de

Komenskeho Gymnazium, 
Uhersky Brod (Tschechien) 
www.gjak.cz/jakub/index.php

XXXVII  Liceum Ogólnokształcące im. Jarosława Dąbrowskiego
Warschau (Polen) 
http://www.37lo.edu.pl/

Liceo Scientifico Statale, 
Catania (Italien) 
http://www.liceoscientificogalilei.catania.it/

Regionale Scholengemeenschap, 
Bergen op Zoom (Niederlande) 
http://www.rsgrijks.nl/

Europäisches Gymnasium Bertha-von-Suttner 
Berlin (Deutschland)
www.bvs-os.de