Der Festakt zum 100-jährigen Jubiläum

Wochenlang war geprobt, vorbereitet und organisiert worden, und etwa eine halbe Stunde vor dem Beginn des offiziellen Festes aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Bertha-von-Suttner-Schule herrschte nun in der Eingangshalle und auch hinter der Bühne des Ernst-Reuter-Saals eine von Aufregung und Anspannung geprägte Atmosphäre. Ein großer Festakt sollte hier im Reinickendorfer Rathaus stattfinden und den Auftakt der Jubiläumswoche bilden.

Die offizielle Veranstaltung wurde durch die Bläsergruppe von Frau Kühn und Herrn Nauendorf mit einem Stück von Giovanni Gabrieli eröffnet; es folgte die Begrüßung der Besucher und der Ehrengäste. Von den vier Oberstufenschülern Maike Delow, Sarah Huber, Bilal Bag und Maximilian Staudt wurden Herr Staatssekretär E.R. Schlemm, Frau Bezirksbürgermeisterin M. Wanjura und Frau Bezirksstadträtin K. Schultze-Berndt willkommen geheißen, und das geschah in den sieben Sprachen, die an unserer Schule gelehrt werden, also in Deutsch, Latein, Alt-Griechisch, Französisch, Englisch, Spanisch und Chinesisch. 

Die Ehrengäste und unsere Direktorin Frau Randelhoff-Szulczewski würdigten in ihren Ansprachen die Entwicklung des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums und äußerten sich lobend über das breite soziale und politische Engagement der Schule, was nicht zuletzt auch durch das sehr erfreuliche Abschneiden bei der Schulinspektion dokumentiert wird. Die beiden ehemaligen Schüler Georg Babing und Florian Kern gewährten einen “Blick zurück ohne Zorn” auf ihre Schulzeit.

Zwischen den einzelnen Wortbeiträgen wurden die Jubiläumsgäste mit mehreren ganz besonderen musikalischen Darbietungen unterhalten: Das Schulorchester spielte unter der Leitung von Frau Suckow die "Hommage an Bertha von Suttner", eine Komposition von Johannes Wauer, der vor sechs Jahren das Abitur bei uns bestanden hat. Die Lehrerin Frau Weiß, der Referendar Herr Schlottke und die Schülerin Claudia Sasin boten als Trio die Sonate a-Moll von Telemann dar.

Frau Schwarzwälder dirigierte den großen "Jubiläums-Chor", der sich eigens für dieses Ereignis aus Lehrern, Oberstufenschülern, Schülereltern und auch ehemaligen Lehrern und Schülern gebildet hatte. Und so erklang gegen Ende der Veranstaltung aus vielen Kehlen "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" aus dem Oratorium "Die Schöpfung" von Joseph Haydn in derart kraftvoller Weise, dass die Zuhörer und auch die Sänger selbst ergriffen waren.

Die Grundkurse Darstellendes Spiel des 1. und 3. Semesters gaben unter der Regie von Frau Nellissen bzw. von Frau Burda Einblicke in ihre gegenwärtige Theaterarbeit. In den Szenen "Wenn Bilder erzählen" gingen Schauspieler und Zuschauer gemeinsam auf eine Zeitreise vom Gründungsjahr unserer Schule bis zum heutigen Tage, und in "schul.zeit - eine Performance" wurden altvertraute Schulsituationen in sehr origineller neuer Form auf die Bühne gebracht.

Um den Gästen und Zuschauern einen Einblick in die außerunterrichtlichen Aktivitäten am Bertha-von-Suttner-Gymnasium zu gewähren, kamen auf der Bühne Rose Simon, Ann-Kathrin Schaube, Florian Keller und Gunther Mohr zusammen. Sie tauschten ihre Gedanken zum Thema “Das wichtigste an der Schule ist der 1,0 Abiturdurchschnitt” in einer Showdebatte aus, die nach den Regeln des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“ geführt wurde.

Während des Festaktes wurde unser Gymnasium zweimal auf besondere Weise ausgezeichnet. So überrreichte schon am Anfang der Veranstaltung ein Vertreter der Initiative Reinickendorf e. V. der Schulleiterin einen Scheck über die Summe von 1000 €, die der unterrichtlichen Arbeit zugute kommen sollen, und als Höhepunkt des Abends ehrte Herr Schumacher-Just im Namen des Weltfriedensdienstes das Bertha-von-Suttner-Gymnasium als erste "Friedensschule“ Berlins.

Im frisch renovierten Foyer des Ernst-Reuter-Saals fanden sich die Jubiläumsgäste nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung zu einem kleinen Umtrunk zusammen, um in lebhaften Gesprächen die Geschichte der Schule und die Eindrücke von diesem Abend noch einmal Revue passieren zu lassen.

Patricia H., 3. Semester