Reise ins Saarland: Am Montag, dem 20.03.2023, stiegen wir, drei Schülerinnen aus dem Leistungskurs Französisch des elften Jahrgangs, am Hauptbahnhof in den Zug. Wir nahmen an einem deutsch-französischen Videoprojekt gegen Diskriminierung teil. Der Treffpunkt war Homburg, eine Stadt im Saarland, in der wir mit Schülerinnen und Schülern von zwei weiteren Berliner Schulen auf einen Deutschkurs des französischen Lycée‘s Paul Bert aus Paris trafen.
Innerhalb von fünf Tagen sollte ein Film gedreht werden, der sich mit verschiedenen Arten von Diskriminierung befasst. Im vergangen Jahr war bereits ein Video in Berlin entstanden, in welchem es um Antisemitismus ging. Vor der Fahrt hatten wir alle bereits eine gewisse Vorarbeit geleistet und der Theaterpädagogin Christine Deroin unsere Ideen zu Thema Diskriminierung zugesendet. Nach sieben Stunden Fahrt kamen wir schließen in Homburg an, die französischen Gruppe war bereits da und so wurden wir schnell in gemischte Zimmer eingeteilt.
Daraufhin trafen wir uns im Saal, um uns gegenseitig besser kennenzulernen, wobei sich jeder in der jeweils anderen Sprache vorstellte. Es folgte eine kleine Stadtralley in Teams, bei der wir verschiedene Passanten zu Homburg befragten mussten, um verschiedene Fragen beantworten zu können. Abends spielten wir dann das Spiel «loup-garou», auch bekannt als Werwolf, wobei wir versuchten sowohl auf deutsch als auch auf französisch die Handlung zu erzählen. Das führte zu lustigen Momenten.
Am Dienstag ging es dann los mit der Vorbereitung für das Video. Es gab vier Gruppen, welche wir frei wählen konnten. Eine Gruppe tanzte, die nächste arbeitete an einem französischen Dialog, eine andere führte ein Interview auf deutsch und die letzte bereitete eine Demonstration gegen Diskriminierung mit deutschen und französischen Schildern vor. Dabei stellte die letzte Gruppe fest, dass einige Wortspiele in der jeweils anderen Sprache nicht exakt so zu übersetzen sind. Der Begriff der „Rabenmutter“ ist im Französischen nicht so kontrovers wie im Deutschen, was durch mentalitätgeschichtliche Aspekte bedingt ist. Nachmittags besichtigten wir die Schlossberghöhlen von Homburg, die wohl größten Buntsandsteinhöhlen Europas. Sie gaben einen interessanten Einblick in das, was über Jahrtausende entstehen kann.